Landesbedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Köln (KLB 19.08)

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Fachsicht(en): Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Blick auf den Kölner Dom und die Kölner Altstadt im Winter von der gegenüber liegenden Deutzer Rheinseite aus (2010)

    Blick auf den Kölner Dom und die Kölner Altstadt im Winter von der gegenüber liegenden Deutzer Rheinseite aus (2010)

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  • Köln-Ehrenfeld und Fernmeldeturm "Colonius" (2006).

    Köln-Ehrenfeld und Fernmeldeturm "Colonius" (2006).

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  • Spielkarte "Köln" mit einer Ansicht des Kölner Doms vor dem Rhein im Hintergrund (aus dem Quartettspiel "Der Rhein", Ravensburger Spiele Nr. 305, Otto Maier Verlag 1952).

    Spielkarte "Köln" mit einer Ansicht des Kölner Doms vor dem Rhein im Hintergrund (aus dem Quartettspiel "Der Rhein", Ravensburger Spiele Nr. 305, Otto Maier Verlag 1952).

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  • Notdienst-Plakat zum kriegszerstörten Köln (nach 1945). Im Bild links die stark beschädigte Kirche Groß St. Martin, rechts der Treppenturm des Stapelhauses und im Hintergrund der Dom.

    Notdienst-Plakat zum kriegszerstörten Köln (nach 1945). Im Bild links die stark beschädigte Kirche Groß St. Martin, rechts der Treppenturm des Stapelhauses und im Hintergrund der Dom.

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  • Blick vom Dach des Kölner Doms auf das Museum Ludwig und den Kurt-Hackenberg-Platz, der früher von der römischen Hafenstraße gequert wurde (2014)

    Blick vom Dach des Kölner Doms auf das Museum Ludwig und den Kurt-Hackenberg-Platz, der früher von der römischen Hafenstraße gequert wurde (2014)

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  • Rückansicht des Standbilds von Kaiser Friedrich III. vom dem Bildhauer Louis Tuaillon (1862-1919) im Nordwesten der Hohenzollernbrücke, dahinter der Kölner Dom (2015).

    Rückansicht des Standbilds von Kaiser Friedrich III. vom dem Bildhauer Louis Tuaillon (1862-1919) im Nordwesten der Hohenzollernbrücke, dahinter der Kölner Dom (2015).

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  • Blick vom Dach des Doms über die Stadt Köln in Richtung Westen, mittig ist der Fernseh- und Radio-Sendeturm "Colonius" zu sehen und im Hintergrund die rund 30 Kilometer entfernten Braunkohlekraftwerke bei Grevenbroich (2014)

    Blick vom Dach des Doms über die Stadt Köln in Richtung Westen, mittig ist der Fernseh- und Radio-Sendeturm "Colonius" zu sehen und im Hintergrund die rund 30 Kilometer entfernten Braunkohlekraftwerke bei Grevenbroich (2014)

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  • Panoramafoto des Bahnhofvorplatzes in Köln (2010). Von links nach rechts: das Deichmannhaus, St. Mariä Himmelfahrt, der Hauptbahnhof und der alte Wartesaal.

    Panoramafoto des Bahnhofvorplatzes in Köln (2010). Von links nach rechts: das Deichmannhaus, St. Mariä Himmelfahrt, der Hauptbahnhof und der alte Wartesaal.

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  • Blick vom Kölner "Triangle"-Turm auf das Hauptverwaltungsgebäude des  Landschaftsverbandes Rheinland in Köln-Deutz - das sogenannte Landeshaus. Rechts im Vordergund das Horion-Haus des LVR und das Hyatt-Hotel. Ebenfalls zu sehen sind der Rhein, die Deutzer- und die Hohenzollernbrücke sowie Altstadt, Dom und Hauptbahnhof (2006).

    Blick vom Kölner "Triangle"-Turm auf das Hauptverwaltungsgebäude des Landschaftsverbandes Rheinland in Köln-Deutz - das sogenannte Landeshaus. Rechts im Vordergund das Horion-Haus des LVR und das Hyatt-Hotel. Ebenfalls zu sehen sind der Rhein, die Deutzer- und die Hohenzollernbrücke sowie Altstadt, Dom und Hauptbahnhof (2006).

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Köln ist hier beschrieben als Landesbedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen. Der Landesbedeutsame Kulturlandschaftsbereich Köln ist ein räumlicher Ausschnitt des Bedeutsamen Kulturlandschaftsbereiches Köln.

Die Siedlungsgeschichte von Köln hat zahlreiche vielseitige obertägige und untertägige Spuren hinterlassen, die heute noch strukturprägend und von landesweiter Bedeutung sind. Entscheidend für die spätere Entwicklung war die Erhebung des „Oppidum Ubiorum“ zur römischen „Colonia“. Damit waren bauliche Maßnahmen und wichtige administrative Funktionen als Sitz des Statthalters der Provinz Niedergermanien verbunden. Zugleich hatte das römerzeitliche Köln bereits eine wichtige religiöse Funktion als Altarsitz und es bildete sich ein wirtschaftlicher Schwerpunkt sowie Umschlagplatz heraus, bedingt durch die günstige topographische Lage zwischen Vorgebirge und Bergischen Land am Schnittpunkt zweier wichtiger Verkehrswege.

Der römische Mauerring mit Toren und Türmen umschloss ein dicht bebautes städtisch geprägtes Siedlungsareal mit einer herausragenden Infrastruktur (Wasserleitung aus der Eifel). Große Teile dieser Befestigung sind heute noch erhalten, wie der nordwestliche Eckturm oder das Ubiermonument und gehören damit zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das römische Köln ist ein Beispiel für Standortkontinuität und noch heute basieren einige wichtige Straßenverläufe auf römerzeitlichen Festlegungen und zahlreiche Überreste markieren das römische Areal. Extra muros befanden sich Handwerksbetriebe, Gutshöfe und Nekropolen, die für die spätere mittelalterliche Siedlungsentwicklung Anknüpfungspunkte boten. Wenn auch das Ende der Römerherrschaft die sehr hohe zentralörtliche Funktion zunächst zum Erliegen brachte, erlangte Köln im Mittelalter als „Rom des Nordens“ wieder eine herausragende Stellung.

Köln wurde als erzbischöflicher Sitz zusätzlich ein wichtiger Wallfahrtsort durch die Reliquien der Heiligen Drei Könige, und schuf sich mit dem gotischen, im 19. Jahrhundert vollendeten Kölner Dom entsprechende architektonische Ausdrucksformen, die vom Mittelalter bis heute von ungebrochener assoziativer und spiritueller Bedeutung sind. Zahlreiche romanische Kirchen und Klosteranlagen dominierten das mittelalterliche Stadtbild, während die Zünfte und Gaffeln das wirtschaftliche Leben prägten und die freie Reichsstadt Köln durch das Stapelrecht den Warenverkehr auf dem Rhein kontrollierte. Auch diese mittelalterliche Geschichte bildet sich bis heute im Stadtgrundriss ab. Köln wurde zum Ausgangspunkt zwei der ältesten Eisenbahnen in Nordrhein-Westfalen (vgl. KLB 14.33, 27.04). Köln bildet heute das Eisenbahnzentrum im Rheinischen Netz. Hier wurde bereits im späten 19. Jahrhundert der Verkehr so ausgebaut, dass er in einem großen Ring kreuzungsfrei um Köln herum geführt wird (nach dem Vorbild Berlins). Dieser Ring besitzt getrennte Gleise und Verbindungen für den Güter- und den Personenverkehr. Vom Ring aus führen Verbindungen nach Bergisch Gladbach, Gummersbach, Siegburg/Troisdorf, Bonn, Euskirchen, Aachen, Grevenbroich und Neuss. Als Besonderheit - und immer als verkehrlicher Engpass angesehen - gilt die Anbindung des Kölner Hauptbahnhofes mit der Rheinquerung über die Hohenzollernbrücke nach Deutz. Die Brücke musste auf kaiserliche Anordnung in der Ost-West Achse des Kölner Doms angelegt werden, womit sich die enge Kurve als Zufahrt zum Hauptbahnhof ergibt. Bis zum Zweiten Weltkrieg diente die Brücke auch dem Fußgänger-, Straßen- und Straßenbahnverkehr; diese Verbindung wurde beim Wiederaufbau der Brücke nicht wieder hergestellt. Reste der Straßenbahngleise sind auf der Deutzer Seite noch erhalten und verdeutlichen die ehemalige Verkehrsführung. Die Bahntrasse zwischen Deutz und Hansaring, im Zuge der Einrichtung des S-Bahn-Verkehrs um zwei Gleise erweitert, durchschneidet die Stadt auf einem hohen Damm mit zahlreichen Brücken und bildet dadurch eine bedeutende Achse in der Stadtentwicklung.

Trotz der Kriegszerstörungen und Beeinträchtigungen der Nachkriegszeit lässt die Stadtsilhouette immer noch etwas von dem großartigen Stadtbaukunstwerk erahnen, das seit dem Mittelalter Gegenstand zahlreicher künstlerischer Darstellungen gewesen ist. Hauptansicht dieser Bildwerke ist stets die Rheinansicht, die seit 1859 mit dem Bau der ersten Eisenbahnbrücke um eine Reihe von Brückenbauwerken – als „Kölner Brückenfamilie“ Objekte der Forschung – bereichert worden ist. Bei den Rheinbrücken handelt es sich schon wegen ihrer Größe, aber auch aufgrund ihres hohen ästhetischen Anspruchs um architekturgeschichtlich äußerst bedeutende Bauwerke. Mit dem Dom als herausragende Dominante bilden die historischen Großbauten trotz der ihnen in der Nachkriegszeit erwachsenen Konkurrenz weiterhin die markanten Bezugspunkte im Stadtbild. Die Erhaltung der städtebaulichen und stadtbildlichen Wirkung des Kölner Doms ist dabei im Hinblick auf seinen Welterbestatus von entscheidender Bedeutung.

Spezifische Ziele und Leitbilder:
  • Definition und Sicherung der Pufferzone des Welterbes;
  • Erhalt der historischen Struktur und Substanz;
  • Erarbeitung eines Städtebaulichen Entwicklungskonzepts unter Einbeziehung des archäologischen und baukulturellen Erbes;
  • Begrenzung tiefgreifender Bodeneingriffe.
Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. Münster, Köln. 2007

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 10.10.2013)

Literatur

Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). S. 83, Münster, Köln.

Landesbedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Köln (KLB 19.08)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
50° 56′ 11,95″ N, 6° 57′ 21,67″ O / 50.93665°, 6.95602°
Koordinate UTM
32U 356385.78 5644769.76
Koordinate Gauss/Krüger
2567244.59 5645034.78

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„Landesbedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Köln (KLB 19.08)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0017 (Abgerufen: 24. September 2017)
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