Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Lützel

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Koblenz
Kreis(e): Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Chorraum der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel (2014)

    Chorraum der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel (2014)

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  • Teilansicht der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel (2014)

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  • Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel (2014)

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  • Auf dem Gelände der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel aufgestellter Gedenkstein (2014)

    Auf dem Gelände der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel aufgestellter Gedenkstein (2014)

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  • Madonnenfigur in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel (2014)

    Madonnenfigur in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel (2014)

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  • Taufkapelle in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel (2014)

    Taufkapelle in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel (2014)

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  • Heiligenfiguren in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel (2014)

    Heiligenfiguren in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel (2014)

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  • Grabstätte des Kirchengründers, Pfarrer Peter Plein, in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel (2014)

    Grabstätte des Kirchengründers, Pfarrer Peter Plein, in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Koblenz-Lützel (2014)

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Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf ist eine der jüngsten Kirchen der Stadt Koblenz. Sie wurde erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fertiggestellt. Die Kirche wurde anstelle der bereits bestehenden Maria-Hilf-Kapelle, die zwischen 1905 und 1907 nach den Entwürfen des aus Koblenz stammenden Architekten Jakob Beyerle erbaut wurde. Der Bau der Kirche wurde infolge der Zerstörung der St. Antonius-Kirche durch die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg notwendig. Zwar hätte die Kirche wiederaufgebaut werden können, doch aufgrund der begrenzten Kapazität und fehlenden Ausbaumöglichkeiten entschieden sich die Verantwortlichen für den Bau einer neuen Pfarrkirche. Die Pfarrei St. Peter in Neuendorf, der die Wallfahrtskapelle und das umliegende Gelände gehörte, übergab dieses an die Pfarrei Lützel. Der Grundstein für den Bau der Kirche wurde am 12. Oktober 1952 gelegt, eingeweiht wurde die Kirche am 4. Oktober 1953, obwohl die Bauvorhaben noch nicht gänzlich abgeschlossen waren. Ursprünglich behielt die neue Pfarrkirche den Namen St. Antonius, wurde jedoch 1965 umbenannt.

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche ist sowohl von außen als auch von innen sehr schlicht und unauffällig gestaltet und entspricht nicht den Vorstellungen der Prunk- und Prachtbauten vorheriger Jahrhunderte. Die Innenwände zieren die in Stein gehauenen Stationen des Kreuzweges Jesu. Zudem sind Figuren des heiligen Pilgers Rochus und des heiligen Antonius von Padua ausgestellt. Im Seitenschiff ist der Gründer der Kirche, Peter Plein, beigesetzt. Eine Grabplatte, versehen mit Namen, Lebensdaten und seiner Bedeutung für die Kirche, verweist auf die Grabstätte des Kirchenerbauers. Hervorzuheben ist die Gestaltung des Altars, welcher auf vier Pfeilern, die symbolisch für jeweils einen Evangelisten stehen, angebracht ist.

Im Norden der Kirche befindet sich eine kleine Taufkapelle, die im Juni 1954 eingeweiht wurde. Besonderheit der kleinen Taufkapelle sind die bunten Glasfenster, die aus der sonst schlichten Einrichtung und Gestaltung des Kircheninnenraumes herausstechen. Sie wurden von dem Glasmaler Alois Stettner gestaltet, auf den auch die beeindruckenden Fensterbilder der St. Kastor Basilika oder der Herz-Jesu-Kirche zurückgehen.

Die Entstehung der Kapelle Maria-Hilf geht auf eine Legende zurück, die von einem Bauern erzählt der auf dem Maifeld auf dem Heimweg in Lützel von Räubern überfallen wurde. In seiner Not wendete sich dieser an Maria und überstand den Überfall unversehrt. Aus Dankbarkeit hängte er an der Stelle des Überfalls ein Marienbild an einem Baum auf. Dieses Bild wurde in den folgenden Jahren erweitert, bis schließlich eine Kapelle zu Ehren Marias erbaut wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wurde diese im Jahre 1743. Im Rahmen der Säkularisierung wurde die Kapelle bereits 1808 auf Anordnung der französischen Behörden zerstört. Weil die Menschen weiterhin zu dieser Stelle pilgerten, wurde dort wenige Jahre später (1814) eine neue provisorische Kapelle errichtet. Um die Jahrhundertwende entschied man sich für den Bau einer repräsentativen Kapelle, infolgedessen im Zeitraum von 1905 bis 1907 die noch heute existierende Kapelle im neugotischen Stil entstand. Die zuvor genutzte Kapelle wurde von den Barmherzigen Brüdern von Maria Hilf gekauft und nach Trier versetzt, wo der Gründer des Ordens heute begraben liegt.

Zu Ehren der Patronin befindet sich in der Kapelle ein Gnadenbild in spätgotischer Plastik. Zudem stellen die bunten Glasfenster den Lebenslauf der heiligen Maria dar. Auch die Aufschrift auf einer Glocke im Turm erinnert an Maria: „Maria Hilfe der Christen erhalte uns den Frieden“.

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf wirkt heute sehr marode und sanierungsbedürftig, sowohl von innen als auch von außen.
Die Kirche gilt nach dem geltenden Denkmalschutzgesetz des Landes Rheinland-Pfalz als Kulturdenkmal und zählt zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

(Katharina Breuer, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Internet:
Wikipedia.de: Maria Hilf (Koblenz) (abgerufen 05.08.2014)

Literatur

Weber, Ulrike / Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2013)
Stadt Koblenz, Stadtteile. (Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Band 3.3 / Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland.) S. 208 f, Worms.

Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Lützel

Schlagwörter
Ort
Koblenz - Lützel
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1905 bis 1952
Koordinate WGS84
50° 22′ 10,98″ N, 7° 35′ 10,97″ O / 50.36972°, 7.58638°
Koordinate UTM
32U 399470.91 5580694.17
Koordinate Gauss/Krüger
3399505.8 5582486.73

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„Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Lützel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-98426-20140806-2 (Abgerufen: 21. August 2018)
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