Lage Der Sammelbau der RWTH an der Ahornstraße wurde ab etwa 1950 von den Architekten Friedrich Wilhelm Bertram, Elmar Lang und Regierungsbaurat Bierwirth im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen für die Pädagogische Akademie Aachen geplant und 1957 fertig gestellt. Der Komplex liegt westlich des Stadtzentrums auf der sogenannten Hörn, zur Erbauungszeit noch unbebauter Stadtrand, heute Hochschulerweiterungszentrum Hörn. Das Grundstück wird begrenzt durch die Ahornstraße im Norden, die Halifaxstr. im Westen, die Mies-van-der-Rohe-Straße im Süden und durch den Verbindungsweg zwischen den beiden letzten Straßen im Osten. 1965 wurde die Pädagogische Akademie Aachen in die Abteilung Aachen der Pädagogischen Hochschule Rheinland umgewandelt. Um 1970 wurde der Komplex um zwei Erweiterungsbauten und einen Hörsaal vergrößert. 1980 erfolgte die Eingliederung der Pädagogischen Hochschule in die RWTH als Pädagogische Fakultät, doch wurde diese bereits zum Ende der 1980er aufgelöst. Seitdem wurde der Gebäudekomplex als Sammelbau von der Informatik, dem Akademischen Auslandsamt und der politischen Wissenschaft genutzt.
Anknüpfend an die Weimarer Republik, wurden Pädagogische Hochschulen nach dem Zweiten Weltkrieg konzipiert, um in der Bundesrepublik Lehrer auszubilden. Die in mehrteilige Strukturen aufgelöste Architektur spiegelt das Ausbildungskonzept wider.
Beschreibung Das parallel zur Halifaxstraße ausgerichtete Hauptgebäude des Komplexes ist ein langgestreckter Gebäuderiegel mit drei Geschossen und einem Staffelgeschoss. Das Tragwerk des Stahlbetonskelettbaus mit einem Konstruktionsraster von 4 m lässt sich an der Fassade ablesen. Die dazwischen liegenden Wandfelder bestehen aus anthrazitfarbenen Keramikplatten. Fensterbände prägen außerdem die Fassadengestaltung, von der sich das Staffelgeschoss durch quadratische Einzelfenster abhebt. An das Hauptgebäude schließen im Norden an der Ahornstraße der eingeschossige Eingangsbereich und westlich die Aula an. Sie tritt mit zwei Geschossen, Klinkerverkleidung und einem großen trapezförmigen Fenster mit abgerundeten Ecken aus dem niedrigeren Mensa- und Foyerbereich hervor, der als Glasgang um einen Innenhof herum gestaltet wurde. Zu den das Denkmal konstituierenden Bestandteilen gehört der Sporttrakt, der im Südwesten an das Hauptgebäude anschließt und eine Gymnastikhalle im Erdgeschoss sowie ein Lehrschwimmbecken im Kellergeschoss aufnimmt.
Teile des Gebäudekomplexes sind außerdem der nordöstlich an den Foyerbereich anschließende Hörsaal aus der Ausbauphase um 1970 und die beiden Erweiterungsbauten von 1971 und 1974 im Südosten. Diese drei Bauteile sind jedoch nicht Teil des Denkmals.
(Moritz Wild, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, 2011)
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