Simeonstift Trier

Kanonikerstift St. Simeon, Chorherrenstift in der Porta Nigra

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Trier
Kreis(e): Trier
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Simeonsstift (Kanonikerstift St. Simeon) in Trier, Ansicht des Westflügels vom Innenhof aus (2014).

    Simeonsstift (Kanonikerstift St. Simeon) in Trier, Ansicht des Westflügels vom Innenhof aus (2014).

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    Franz-Josef Knöchel
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  • Die Doppelkirche des Chorherrenstifts St. Simeon in der Trierer Porta Nigra auf einem Stich von Caspar Merian (1627-1686) aus dem Jahr 1670.

    Die Doppelkirche des Chorherrenstifts St. Simeon in der Trierer Porta Nigra auf einem Stich von Caspar Merian (1627-1686) aus dem Jahr 1670.

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    Caspar Merian
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  • Ansicht von Trier ('Treviris') vor dem Petersberg ('Mons Martis') auf einem Stich von Matthäus Merian (1646).

    Ansicht von Trier ('Treviris') vor dem Petersberg ('Mons Martis') auf einem Stich von Matthäus Merian (1646).

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  • Simeonsstift (Kanonikerstift St. Simeon) in Trier, Ansicht des Ostflügels und der benachbarten Porta Nigra vom Innenhof aus (2014).

    Simeonsstift (Kanonikerstift St. Simeon) in Trier, Ansicht des Ostflügels und der benachbarten Porta Nigra vom Innenhof aus (2014).

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  • Die stadtäußere Feldseite des Trierer Römertors "Porta Nigra", des besterhaltenen römischen Bauwerks nördlich der Alpen (2008). Links im Bild der spätere Choranbau, rechts ein Klostergebäude des Simeonstifts.

    Die stadtäußere Feldseite des Trierer Römertors "Porta Nigra", des besterhaltenen römischen Bauwerks nördlich der Alpen (2008). Links im Bild der spätere Choranbau, rechts ein Klostergebäude des Simeonstifts.

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    Berthold Werner
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  • Erhaltener Rest der früheren Doppelkirche des Chorherrenstifts St. Simeon (Simeonsstift) in der Trierer Porta Nigra: Der Choranbau am Ostturm des Römertors (2014).

    Erhaltener Rest der früheren Doppelkirche des Chorherrenstifts St. Simeon (Simeonsstift) in der Trierer Porta Nigra: Der Choranbau am Ostturm des Römertors (2014).

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  • Ausschnitt der Stadtrekonstruktion "Trier um 1120" (Ausschnitt aus der Plakatbeilage in Lukas Clemens, Trier um 1120. Prolegomena zum Versuch einer Stadtrekonstruktion, Trier 1998).

    Ausschnitt der Stadtrekonstruktion "Trier um 1120" (Ausschnitt aus der Plakatbeilage in Lukas Clemens, Trier um 1120. Prolegomena zum Versuch einer Stadtrekonstruktion, Trier 1998).

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    Rheinisches Landesmuseum Trier (www.gdke.rlp.de) / Clemens, Lukas (Entwurf) / Herber, Nic (Ausführung)
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    Nic Herber (Ausführung); Lukas Clemens (Entwurf)
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  • Simeonsstift (Kanonikerstift St. Simeon) in Trier, Ansicht des Nordflügels von der Nordallee aus (2014).

    Simeonsstift (Kanonikerstift St. Simeon) in Trier, Ansicht des Nordflügels von der Nordallee aus (2014).

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  • Simeonsstift (Kanonikerstift St. Simeon) in Trier, Ansicht des Nordflügels und der benachbarten Porta Nigra vom Innenhof aus (2014).

    Simeonsstift (Kanonikerstift St. Simeon) in Trier, Ansicht des Nordflügels und der benachbarten Porta Nigra vom Innenhof aus (2014).

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  • Simeonsstift (Kanonikerstift St. Simeon) in Trier, Ansicht des Südflügels vom Innenhof aus (2014).

    Simeonsstift (Kanonikerstift St. Simeon) in Trier, Ansicht des Südflügels vom Innenhof aus (2014).

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    Franz-Josef Knöchel
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  • Simeonsstift (Kanonikerstift St. Simeon) in Trier, Ansicht des Nordflügels vom Innenhof aus (2014).

    Simeonsstift (Kanonikerstift St. Simeon) in Trier, Ansicht des Nordflügels vom Innenhof aus (2014).

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    Knöchel, Franz-Josef / CC-BY-NC-SA 3.0
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    Franz-Josef Knöchel
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Name / Patrozinium: Simeonsstift / Salvator, Maria und Simeon.
Orden: Chorherrenstift.

Geschichte (Gründung und Entwicklung bis um 1200):
Der Tod des 1035 im Rufe der Heiligkeit gestorbenen Einsiedlers Simeon in seiner Zelle im Ostturm der Porta Nigra in Trier und die Bestätigung seiner Verehrung durch Papst Benedikt IX. (1035) dürften die Gründung des Stiftes ausgelöst haben. Das Grab als Wunderstätte und Wallfahrtsziel erforderte ein kleines Priesterkollegium, das den Kult am Grabe besorgte. Das genaue Gründungsdatum ist unbekannt, aber die in der Tradition behauptete Gründung durch den Erzbischof Poppo von Babenberg (Erzbischof von Trier 1016-1047) ist nicht gut von der Hand zu weisen, zumal ein Propst von St. Simeon erstmals 1048 erwähnt ist. Das Stift war dem Erzbischof unmittelbar zugeordnet, der es auch dotierte und 1041 als Rechtsinstitution mit eigenem Vermögen einrichtete. Vor 1042 erfolgte die Kirchweihe. Noch hatte das Stift kein gemeinsames Dormitorium und Refektorium, lediglich das gemeinsame Chorgebet. Statt ein Provisorium anzunehmen, könnte es die Absicht des Gründers von Anfang an gewesen sein, die Kanoniker in die Arbeit der erzbischöflichen Verwaltung einzubeziehen. Diese Tätigkeit erreichte ihren Höhepunkt im Spätmittelalter. Die Pflege des Grabkultes wurde auch erschwert durch die Entdeckung des Gräberfeldes der 300 Thebäer im Trierer St. Paulin, die eine regelrechte Konkurrenz mit St. Simeon auslöste und einen beinahe kindischen Streit zur Folge hatte, welches von beiden Stiften das erste am Platze sei. St. Simeon sank dadurch auf die Ebene eines „normalen“ Chorherrenstiftes. Die enge Bindung an den Erzbischof gefährdete die Verfassung des Stiftes. Drei Erzbischöfe des 12. Jahrhunderts waren vorher Pröpste von St. Simeon gewesen. Das förderte die Abschichtung eines selbständigen Propstvermögens. Der Propst wurde mehr und mehr von der erzbischöflichen Verwaltung vereinnahmt; seine Dignität war im 13. Jahrhundert eine Nebenpfründe des Domkapitels und der Dekan der eigentliche Leiter des Kapitels (Engels 2006).

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2014)

Literatur

Engels, Odilo (2006)
Klöster und Stifte von der Merowingerzeit bis um 1200. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.2.) S. 88-89, Bonn.
Schmid, Wolfgang (1998)
Poppo von Babenberg († 1047): Erzbischof von Trier, Förderer des hl. Simeon, Schutzpatron der Habsburger. Trier.

Simeonstift Trier

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Simeonstiftplatz
Ort
54290 Trier
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1035 bis 1802
Koordinate WGS84
49° 45′ 35,01″ N, 6° 38′ 36,69″ O / 49.75972°, 6.64353°
Koordinate UTM
32U 330286.11 5514581.15
Koordinate Gauss/Krüger
2546411.84 5513882.69

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„Simeonstift Trier”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-95090-20140625-3 (Abgerufen: 14. November 2018)
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