Bliesheimer Mühle am Liblarer Mühlengraben

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Erftstadt
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 47′ 11,22″ N: 6° 49′ 22,31″ O / 50,78645°N: 6,82286°O
Koordinate UTM 32.346.538,32 m: 5.628.337,29 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.558.071,10 m: 5.628.213,09 m
  • Das Fachwerkgebäude der Bliesheimer Mühle mit Mühlgraben und Zulauf

    Das Fachwerkgebäude der Bliesheimer Mühle mit Mühlgraben und Zulauf

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  • Fachwerkfront der Bliesheimer Mühle von der Hofseite aus gesehen

    Fachwerkfront der Bliesheimer Mühle von der Hofseite aus gesehen

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    Mühlengebäude (2018)

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    Eingangstür der Bliesheimer Mühle (2016)

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    Bliesheimer Mühle, Hofladen

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    Mühlengebäude (2017)

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    Mühle und Flutschütz (2016)

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    Obergraben der Bliesheimer Mühle (2017)

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    Untergraben der Mühle (2017)

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    Untergraben der Mühle (2018)

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    Technische Einrichtung in der Bliesheimer Mühle

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    Bliesheimer Mühle, Zahnrad

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    Detailaufnahme eines Zahnrades in der Bliesheimer Mühle

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    Nahaufnahme eines Zahnrades in der Bliesheimer Mühle

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    Technische Einrichtung Bliesheimer Mühle

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    Mühlstein in der Bliesheimer Mühle

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    Bliesheimer Mühle

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    Nahaufnahme der Mühlentechnik in der Bliesheimer Mühle

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Die Bliesheimer Mühle am Liblarer Mühlengraben in Erftstadt-Bliesheim stammt aus dem 13. Jahrhundert. Ihre Besonderheit: Die Holztechnik ihrer Innen-Ausstattung ist als eine der wenigen in der Region weitestgehend erhalten und kann besichtigt werden.

Der Gebäudekomplex
Der in historischen Akten genannte Mühlenhof liegt malerisch geduckt in einer Senke an der Merowinger-Straße in Erftstadt-Bliesheim direkt am Mühlenbach. Der Komplex des Mühlenhofes weist erkennbar auf eine fränkische Bauweise hin, obwohl das typische Tor nicht mehr vorhanden ist. Das zweigeschossige Fachwerkgebäude aus dem 17. Jahrhundert hat ein Walmdach und ist mit rheinischen Hohlpfannen eingedeckt. In das Walmdach wurde um 1900 eine Gaube mit einem Sackaufzug eingebaut. Die Nebengebäude aus dem 19. Jahrhundert sind aus Backstein.
Auch im Wohnbereich gibt es eine Besonderheit, die sogenannten „Kölner Decken“. Dabei handelt es sich um mit Lehm- oder teilweise reinem Kalkmörtel verputzte verdeckte Eichenbalken. Typisch sind die abgerundeten Ecken der verputzten Balken.

Der eigentliche Mühlenbereich liegt unmittelbar am Bach, dem Liblarer Mühlengraben. Die reine Holztechnik der Innenausstattung als eine der wenigen in der Region ist nach der 1973 erfolgten Stilllegung zwar weitestgehend erhalten, bedarf aber einer umfassenden Sanierung. Das zerfallene Mühlrad und die morsche Mühlradwelle wurden ausgebaut und müssen ersetzt werden. Die Stützmauer zur Bachseite wurde bereits vollständig erneuert.
Es gab drei verschiedene Mahlgänge in der Mühle, die direkt durch die Energie des Wasserrades angetrieben wurden. Der zweite Mahlgang konnte zusätzlich über einen Elektromotor bedient werden. Einer der Mahlgänge ist derzeit von Hand drehbar.
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Geschichte
Urkundlich erwähnt wird die Wassermühle erstmalig in einem Verzeichnis der  Einkünfte des  Kölner Stifts Maria ad Gradus um 1260. Im Jahr 1328 wird sie sogar zur„Zwangsmühle“ für die Bliesheimer und Umgebung: Die im Dorf und Umgebung ansässigen Bauern mußten unter Androhung schwerer Strafen ihr Korn nur in der Mühle im Ort mahlen lassen.

Im Jahr 1782 wird Johann Baptist Hommelsheim als Mühlenpächter genannt. 1806 wurde die Mühle mit dem dazugehörenden Ackerland durch eine Lütticher Maklerfirma an Johann Martin Rueb verkauft. 1838 gehörten zum Rueb`schen Mühlengut 60 Morgen Ackerland. 1857 erwarb Peter Hommelsheim die Mühle. Seine Nachfahren betrieben die Mühle zwar weiter, der Haupterwerb verlagerte sich aber im Laufe der Jahrzehnte mehr und mehr auf die landwirtschaftliche Erzeugung. 1951 heiratete Anna Maria Hommelsheim den Landwirt Matthias Hemmersbach. Ihr Sohn Johannes erbte 1985 Hof und Mühle. Er bewirtschaftet heute einen Bioland-Betrieb mit Schwerpunkt auf Kartoffeln und Gemüse. Beides wird im eigenen Hofladen in einem Scheunen-Nebengebäude der Hofanlage verkauft.
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Förderverein Bliesheimer Mühle
Der am 25. August 2011 gegründete gemeinnützige Förderverein Bliesheimer Mühle hat sich zum Ziel gesetzt, die historische Wassermühle mit ihrer selten gewordenen hölzernen Antriebstechnik zu restaurieren, zu erhalten, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen sowie einen außerschulischen Lehr- und Lernstandort zu schaffen. Seit Gründung des Fördervereins konnten bereits folgende Maßnahmen durchgeführt werden:

  • Kompletterneuerung der bachseitigen Stützmauer mit Fundamenten
  • Kompletterneuerung des äußeren Mühlradwellenlagerblocks
  • Komplettausfachung aller Wände des Obergeschosses und des nördlichen Untergeschosses
  • Statische Sicherung des Außenfachwerkes
  • Sanierung und statische Sicherung des innenliegenden Mahlganggestühls
  • Verputz aller Wände des Obergeschosses und des nördlichen Untergeschosses
  • Um das Projekt erfolgreich zu beenden, ist der Förderverein auf weitere Spenden angewiesen, da die Unterstützung privater Denkmäler durch öffentliche Behörden und Institutionen stark rückläufig ist

Denkmal, Sonstiges
Als eines der ersten Denkmäler auf dem Gebiet der 1969 gegründeten Stadt Erftstadt wurde die Mühle 1982 als Nr. 23 in die städtische Denkmalliste eingetragen. Die Bliesheimer Mühle nimmt seit mehreren Jahren am Mühlentag und am Tag des Offenen Denkmals teil.

Der Hofladen der Eigentümerfamilie Hemmersbach ermöglicht Besucher*innen die Besichtigung zu den Öffnungszeiten, eine Absprache ist erwünscht.
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(Walter Keil, Vorsitzender des Fördervereins Bliesheimer Mühle; freundliche Hinweise von Johannes und Dr. Erika Hemmersbach; LVR-Fachbereich Umwelt, 2011; neue Umsetzung und Ergänzungen: Katharina Grünwald, LVR-Redaktion KuLaDig, 2021)

Quellen
Flyer „Die Bliesheimer Stiftsmühle, Anno 1260. Förderverein“ und „Die Bliesheimer Stiftsmühle. Beschreibung“, beide verfasst vom Vorsitzenden des Fördervereins Bliesheimer Mühle, Walter Keil.

Internet
www.bliesheimer-muehle.de: Bliesheimer Mühle (abgerufen 23.04.2021)
muehlen.rmdz.de: Bliesheimer Mühle (abgerufen 10.12.2018)
de.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Bliesheim (abgerufen 23.04.2021)
de.wikipedia.org: Bliesheimer Mühle (abgerufen 23.04.2021)
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Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2011)
Mühlenregion Rheinland (DVD-ROM, DVD-Video und Beilage). Köln.
Simons, Peter (1936)
Bliesheim, Kreis Euskirchen. Geschichte der kölnischen Stiftsherrschaft Mariengraden. Doepgen Euskirchen.

Bliesheimer Mühle am Liblarer Mühlengraben

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Merowingerstraße 115
Ort
50374 Erftstadt - Bliesheim
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1260

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
Walter Keil, „Bliesheimer Mühle am Liblarer Mühlengraben”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-8431-20110310-2 (Abgerufen: 23. Juli 2021)
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