Grabhügel bei Niederholtorf in Beuel

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
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Objektstandort
800 Meter nordwestlich der Kirche von Niederholtdorf liegt auf beiden Seiten der Straße nach Pützchen, im Staatsforst Siegburg ein Hügelgräberfeld mit 9 Hügeln.

Kurzbeschreibung
Im Vergleich zu den beiden Grabhügeln im Ennert handelt es sich hier um relativ kleine Exemplare. Ihre Durchmesser reichen von 10 bis 24 Meter. Sie befinden sich hier auf einem Höhenrücken, wie es für Hügelbestattungen allgemein charakteristisch ist. Dieser Rücken setzt sich östlich des Hügelgräberfeldes im Bereich der Hausbebauung auf beiden Seiten der Löwenburgstraße fort.
Nach allgemeiner Erfahrung muss angenommen werden, dass sich hier weitere Hügel befanden, die im Zuge der Bebauung zerstört wurden.

Die relativ geringe Größe der Hügel lässt erwarten, dass sie von den Menschen der Hallstatt- oder Latènezeit (750 vor Christus bis Christi Geburt) errichtet wurden. Nähere Angaben ober die Datierung und die kulturelle Zugehörigkeit der Gräber können erst nach einer sorgfältigen wissenschaftlichen Ausgrabung gemacht werden. Der Schutzbereich des Bodendenkmals berücksichtigt die Tatsache, dass im prähistorischen Hügelgräberbau die eigentlichen Grabgruben oftmals auch unter der ehemaligen Oberfläche angelegt wurden. Zwischen den heute sichtbaren Hügeln können durchaus weitere in der Vergangenheit zerstört worden sein, die man im Zuge einer Ausgrabung durchaus noch an der Hand der oben genannten Grabungen nachweisen könnte.

(Thomas Krüger, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 1989)

Zustand/Erscheinungsbild
Die Hügel sind oberflächlich beschädigt. In den 1980er Jahren ist bereits ein Grabhügel durch die Trasse der Löwenburgstraße angeschnitten, ein weiterer durch den nördlich einmündenden Fahrweg. 2013 sind weitere Schäden vorhanden, die durch Waldarbeiten – Rückegasse quer über einen Hügel – und Baumwürfe entstanden sind.

(Christine Wohlfarth, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2013)

Das Objekt ist ein eingetragenes Bodendenkmal (LVR-ABR BN 003).
Die Erfassung und Bearbeitung erfolgten im Rahmen des von der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) geförderten Projektes „Natur- und Kulturlandschaft zwischen Siebengebirge und Sieg“.

Internet
www.bodendenkmalpflege.lvr.de: Projekt „Natur- und Kulturlandschaft zwischen Siebengebirge und Sieg“ (abgerufen 30.08.2017)

Literatur

Marschall, Arthur; Narr, Karl J.; Uslar, Rafael von (1954)
Die vor- und frühgeschichtliche Besiedlung des Bergischen Landes. (Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 73.) S. 142 Nr. 1, Neustadt an der Aisch.

Grabhügel bei Niederholtorf in Beuel

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Am Waldrand
Ort
53229 Bonn
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Bodendenkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn -750 bis -1
Koordinate WGS84
50° 44′ 2,51″ N, 7° 10′ 31,31″ O / 50.73403°, 7.17536°
Koordinate UTM
32U 371239.78 5621836.25
Koordinate Gauss/Krüger
2583021.11 5622718

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„Grabhügel bei Niederholtorf in Beuel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-79874-20131118-3 (Abgerufen: 23. Mai 2018)
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