Post in Kalk

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Vorderansicht des Kalker Postamtes in der Kalker Hauptstraße (2013)

    Vorderansicht des Kalker Postamtes in der Kalker Hauptstraße (2013)

    Copyright-Hinweis:
    Knieps, Elmar / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Knieps, Elmar
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Die Erben eines Landwirts Trimborn verkauften 1888 an die damalige Stadt Kalk eine großzügige Landfläche westlich der Rolshover Straße; diese Fläche ist deutlich zu erkennen auf den historischen Karten der Topographischen Aufnahme der Rheinlande (Tranchot / von Müffling (1801-1828, vgl. die entsprechende Kartenansicht).
Das Postgebäude an der Trimbornstraße wurde 1889/1890 als „Kaiserliches Postamt“ erbaut, es lag damit unmittelbar an die Kalker Hauptstraße. Ursprünglich war der freistehende Bau im neugotischen Stil reichlich verziert mit Ornamenten in rotem Klinker, Giebeln und Türmchen. Das zweigeschossige Gebäude mit einem ausgebauten Dachgeschoss verfügte über einen vorgelagerten gärtnerisch gestalteten Vorplatz aus gelbem Backstein. 1908 gab es eine Anbauerweiterung, um das Jahr 1900 wurde eine Telegraphenstation auf dem Dach errichtet.

Im Jahr 1910 wurde der Postvorplatz gepflastert und ein 6,50 Meter hoher Schmuckbrunnen errichtet, der die Personifikation der Industrie mittels einer männlichen Bronzefigur thematisiert. Dieser Brunnen wurde im Zweiten Weltkrieg durch Einschmelzen der Bronzefigur zerstört. Nach dem Krieg wurde der Sockel des Brunnens abgetragen.

1927/1927 erfolgte ein Umbau des Postgebäudes im expressionistischen Stil durch die Beseitigung der ornamentalen und plastischen Formen. Der Bau wurde dabei um ein Geschoss erweitert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg mit Teilzerstörung kam es zu einem Wiederaufbau im Jahr 1950 in vereinfachter Baukörperform, gekennzeichnet durch einen kompletten Ausbau des zweiten Obergeschosses bei vereinheitlichter Traufe und flach geneigtem ausgebauten Walmdach.

Heute entspricht das Gebäude in architektonischer Hinsicht dem Zustand des Gebäudes von 1950, ist allerdings frisch verputzt und angestrichen. Das Gebäude beherbergt heute unter anderen eine Filiale der Deutschen Post, eine Wäscherei und mietbare Büroräume (Stand Juni 2013).

(Pascal Dornes, Geographisches Institut der Universität zu Köln, 2013)

Literatur

Meynen, Henriette (1990)
Köln: Kalk und Humboldt-Gremberg, mit Beiträgen von Sabine Czymmek. (Stadtspuren - Denkmäler in Köln, Band 7.) S. 509-512, Köln.

Post in Kalk

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Kalker Hauptstraße
Ort
Köln - Kalk
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1889 bis 1890
Koordinate WGS84
50° 56′ 13,72″ N, 6° 59′ 55,89″ O / 50.93715°, 6.99886°
Koordinate UTM
32U 359396.84 5644742.12
Koordinate Gauss/Krüger
2570254.9 5645129.6

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Post in Kalk”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-67444-20130611-2 (Abgerufen: 20. Februar 2018)
Seitenanfang