Geburtshaus von Max Ernst

Kreativräume „Fantasie Labor“ des Max Ernst Museums des LVR

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Brühl (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Das Geburtshaus von Max Ernst in der Brühler Schloßstraße (2015)

    Das Geburtshaus von Max Ernst in der Brühler Schloßstraße (2015)

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  • Blick auf die Kreativräume „Fantasie Labor“ des Max Ernst Museums des LVR im Hof des Geburtshauses von Max Ernst in der Brühler Schloßstraße (2015)

    Blick auf die Kreativräume „Fantasie Labor“ des Max Ernst Museums des LVR im Hof des Geburtshauses von Max Ernst in der Brühler Schloßstraße (2015)

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  • Das Geburtshaus von Max Ernst in der Brühler Schloßstraße (2008).

    Das Geburtshaus von Max Ernst in der Brühler Schloßstraße (2008).

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Der Maler, Bildhauer, Zeichner und Dichter Max Ernst (1891-1976) gilt mit seinem 70 Schaffensjahre umfassenden Oeuvre als einer der wichtigsten Vertreter des Dadaismus und Surrealismus im 20. Jahrhundert.
Der Jahrhundertkünstler und Weltbürger wurde am 2. April 1891 als drittes von insgesamt neun Kindern des Taubstummenlehrers Philipp Ernst (1862-1942) und seiner Frau Luise, geborene Kopp (1865-1949), geboren. Das zweieinhalbgeschossige und traufständige Geburtshaus in der Schloßstraße in Brühl wurde 1885 von dem Brühler Architekten Matthias Erven entworfen und im spätklassizistischen Stil errichtet. In Brühl wuchs Max Ernst auch auf und legte 1910 sein Abitur ab. In seinen autobiografischen Notizen berichtet er aus seiner Brühler Schulzeit:
„Ohne Schaden zu leiden an seiner Seele übersteht Max die Wonnen und Greuel der wilhelminischen Erziehungsmethoden in der Seminar-Übungsschule zu Brühl und im Städtischen Gymnasium.“ (zitiert nach www.bruehl.de)
In diesen Jahren entstanden in Brühl die ersten Skizzen und Studien Max Ernsts sowie dessen erste naturalistische Ölgemälde mit lokalen Motiven.

Das Geburtshaus von Max Ernst ging nach dem Zweiten Weltkrieg in den Besitz der katholischen Kirchengemeinde St. Maria von den Engeln über, die es als Pfarrhaus nutzte, später wurde es an die Caritas-Jugendhilfe vermietet. Beim Auszug der Caritas im Jahr 2008 bot das Gebäude einen eher trostlosen Anblick: „Bröckelnder Putz, abgeblätterte Farbe an den grünen Fensterläden und ein verwilderter Garten.“ Bereits in den Jahren zuvor wurde „regelmäßig von Brühler Bürgern auf den schlechten Zustand des Geburtshauses hingewiesen.“ (www.ksta.de 2008)

Im Jahr 2008 wurde das Geburtshaus von Max Ernst von der Tochtergesellschaft einer größeren Versicherung erworben, nachfolgend komplett renoviert und um einen unmittelbar benachbarten Anbau erweitert. Hier sollen „vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene künftig praktisch erleben, wie die Kunstwerke des großen Surrealisten Max Ernst entstanden.“ (www.provinzial.com 2012).
Das sanierte Geburtshaus und der Erweiterungsbau konnten 2012 der Museumspädagogik des Max Ernst Museums zur Verfügung gestellt werden. Seit dem 1. Juli 2012 wird in den neu geschaffenen Kreativräumen „Fantasie Labor“ vor allem Kindern und Jugendlichen über ihr eigenes schöpferisches Arbeiten in Praxiskursen Kunst erfahrbar gemacht.

Das Objekt „Wohnhaus (Geburtshaus Max Ernst), Brühl-Mitte, Schlossstraße 21“ ist ein eingetragenes Baudenkmal (Liste der denkmalgeschützten Bauwerke auf dem Gebiet der Stadt Brühl, Stand: August 2009, lfd. Nr. 79).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2013)

Internet
www.maxernstmuseum.lvr.de: Max Ernst Museum Brühl des LVR, Kreativräume FANTASIE LABOR (Abgerufen: 11.06.2013)
www.bruehl.de: Max Ernst (Abgerufen: 11.06.2013)
www.ksta.de: „Geburtshaus von Max Ernst wird verkauft“ (Kölner Stadtanzeiger vom 27.02.2008, abgerufen: 11.06.2013)
www.provinzial.com: „Max-Ernst-Geburtshaus: Richtfest für Phantasielabor“ (Pressemitteilung vom 19.03.2012, abgerufen: 11.06.2013)

Literatur

Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 195, Stuttgart.
Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2013)
LVR-Kulturbericht 2012 - Kultur im Rheinland, Kultur in Europa. S. 60-63, Köln.

Geburtshaus von Max Ernst

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Schloßstraße 21
Ort
50321 Brühl
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1885
Koordinate WGS84
50° 49′ 41,05″ N, 6° 54′ 22,38″ O / 50.82807°, 6.90622°
Koordinate UTM
32U 352544.3 5632795.12
Koordinate Gauss/Krüger
2563892.14 5632911.73

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„Geburtshaus von Max Ernst”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-67441-20130611-2 (Abgerufen: 24. Februar 2018)
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