Spitzes Kreuz in Kelberg

Pest-Gelöbniskreuz im Suhrbüsch

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Kelberg
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Das Pest-Gelöbniskreuz "Spitzes Kreuz" im Suhrbüsch bei Kelberg mit einer Infotafel des Eifelvereins (2008).

    Das Pest-Gelöbniskreuz "Spitzes Kreuz" im Suhrbüsch bei Kelberg mit einer Infotafel des Eifelvereins (2008).

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    Burggraaff, Peter
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    Peter Burggraaff
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  • "Die Pest", Darstellung der Infektionskrankheit Pest als "Schwarzer Tod" von Arnold Böcklin (1898).

    "Die Pest", Darstellung der Infektionskrankheit Pest als "Schwarzer Tod" von Arnold Böcklin (1898).

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    Arnold Böcklin
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  • Schautafel der Geschichtsstraße Kelberg zum Spitzen Kreuz im Suhrbüsch bei Kelberg (Station 42)

    Schautafel der Geschichtsstraße Kelberg zum Spitzen Kreuz im Suhrbüsch bei Kelberg (Station 42)

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    Burggraaff, Peter; Richter Melanie / Verbandsgemeinde Kelberg
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    Burggraaff, Peter; Richter Melanie
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  • Wandmalerei im Kelberger Pfarrheim St. Josef zu dem Pest-Gelöbniskreuz "Spitzes Kreuz" im Suhrbüsch bei Kelberg.

    Wandmalerei im Kelberger Pfarrheim St. Josef zu dem Pest-Gelöbniskreuz "Spitzes Kreuz" im Suhrbüsch bei Kelberg.

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    Peter Burggraaff
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Das Gelöbniskreuz im Suhrbüsch erinnert an die Überwindung der todbringenden Pest. Im Hochsommer des Jahres 1639 wütete die Pest in Bodenbach. Mit dem Bestattungskarren fuhr man die Toten zum Friedhof nach Kelberg.

Einmal, als Pitzens Hannes seinen Wagen mit letzter Kraft durch die Morgendämmerung zog, soll er erschöpft auf dem moosigen Waldboden im Sührbusch gerastet und gebetet haben:
„Würde dies der letzte Tote sein, den der Herrgott aus dem Dorfe Bodenbach fordert, so werde er an dieser Stelle ein Kreuz errichten“.
Auf dem Heimweg wiederholte Hannes das Gebet. Als einige Tage später die gefährliche Krankheit nachließ, löste er das Versprechen ein. Seither steht an dieser Stelle ein Steinkreuz mit spitzem Dach als Zeichen der Dankbarkeit für Gottes Hilfe.

Im Pfarrheim St. Josef (Geschichtsstraße, Station 43) befindet sich im Obergeschoss eine weitere Darstellung der Sage vom Spitzen Kreuz mit einem Ochsenkarren (Geschichtsstraße der Verbandsgemeinde Kelberg, Abschnitt 2, Station 42).
Der alte Sockel des Spitzen Kreuzes, der wegen der Restaurierung ersetzt wurde, steht heute auf dem Marktplatz in Kelberg. Er dient seit Oktober 2008 als Sockel für das Mahnmal des Luftangriffes auf Kelberg am 16. Januar 1945.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2013)

Literatur

Burggraaff, Peter (2009)
Die Geschichtsstraße Kelberg als vermittelndes interkommunales Projekt. In: Vermittlung von Kulturlandschaften. Initiative zur Förderung des Kulturlandschaftsbewusstseins (hrsg. vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland), S. 73-83. Bonn.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter / Bundesamt für Naturschutz und Bund Heimat und Umwelt (Hrsg.) (2010)
Landschaft erzählen – die Geschichtsstraße in Kelberg (Eifel) als Fallbeispiel für die Erläuterung von Natur- und Kulturerbe. In: Wege zu Natur und Kulturlandschaft (hrsg. vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland), S. 56-71. Bonn.
Mertes, Erich / Bauer, Peter (2006)
Chronik Bodenbach. Prüm.
Molitor, Hermann (2000)
Das Kelberger Land - Aus alten Zeiten und jungen Tagen (2. erw. Auflage). 179, Daun.

Spitzes Kreuz in Kelberg

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1639
Koordinate WGS84
50° 17′ 15,23″ N, 6° 53′ 47,39″ O / 50.28756°, 6.8965°
Koordinate UTM
32U 350155.45 5572720.44
Koordinate Gauss/Krüger
2563934.48 5572779.28

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„Spitzes Kreuz in Kelberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-64403-20130418-4 (Abgerufen: 21. November 2018)
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