Sportpark Nord in Bonn

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Südlicher Teil des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord von der Westtribüne aus gesehen (2014).

    Südlicher Teil des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord von der Westtribüne aus gesehen (2014).

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  • Südlicher Teil des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord von der Westtribüne aus gesehen (2014)

    Südlicher Teil des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord von der Westtribüne aus gesehen (2014)

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  • Die mit Zuschauern besetzte Westtribüne des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord bei einem abendlichen Heimspiel des Bonner SC (2014)

    Die mit Zuschauern besetzte Westtribüne des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord bei einem abendlichen Heimspiel des Bonner SC (2014)

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  • Flutlichtmast im Süden des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord (2014)

    Flutlichtmast im Süden des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord (2014)

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  • Die östliche Gegengerade des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord von der Westtribüne aus gesehen (2014)

    Die östliche Gegengerade des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord von der Westtribüne aus gesehen (2014)

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  • Das unter der Sporthalle errichtete Hallenbad im Bonner Sportpark Nord (2012).

    Das unter der Sporthalle errichtete Hallenbad im Bonner Sportpark Nord (2012).

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  • Stehplätze und Flutlichtmasten im Bonner Sportpark Nord (2012)

    Stehplätze und Flutlichtmasten im Bonner Sportpark Nord (2012)

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  • Spielfeld und Tartanbahn im Bonner Sportpark Nord (2012)

    Spielfeld und Tartanbahn im Bonner Sportpark Nord (2012)

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  • Die östliche Gegengerade des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord von der Westtribüne aus gesehen, links im Bild ein Flutlichtmast und in der Mitte ein Regenbogen (2014)

    Die östliche Gegengerade des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord von der Westtribüne aus gesehen, links im Bild ein Flutlichtmast und in der Mitte ein Regenbogen (2014)

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  • Nördlicher Teil des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord von der Westtribüne aus gesehen (2014)

    Nördlicher Teil des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord von der Westtribüne aus gesehen (2014)

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  • Blick von außen durch die Westtribüne des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord (2014)

    Blick von außen durch die Westtribüne des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord (2014)

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  • Blick auf das Innengelände und einen der Flutlichtmasten im Süden des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord, Ansicht von der Kölnstraße aus (2014)

    Blick auf das Innengelände und einen der Flutlichtmasten im Süden des Sportstadions im Bonner Sportpark Nord, Ansicht von der Kölnstraße aus (2014)

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  • Informationswand am Sporthallenzentrum zum Olympiastützpunkt Rheinland im Sportpark Nord (2014)

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  • Das Sporthallenzentrum im Bonner Sportpark Nord von der Kölnstraße aus gesehen, im Hintergrund der Eingangsbereich (2014)

    Das Sporthallenzentrum im Bonner Sportpark Nord von der Kölnstraße aus gesehen, im Hintergrund der Eingangsbereich (2014)

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  • Eingangsbereich zum Sporthallenzentrum im Bonner Sportpark Nord von der Kölnstraße aus gesehen (2014)

    Eingangsbereich zum Sporthallenzentrum im Bonner Sportpark Nord von der Kölnstraße aus gesehen (2014)

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  • Werbetafel zum Bonner Sportpark Nord in der Kölnstraße (2014).

    Werbetafel zum Bonner Sportpark Nord in der Kölnstraße (2014).

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  • Tribüne im Bonner Sportpark Nord (2012)

    Tribüne im Bonner Sportpark Nord (2012)

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  • Flagge des Olympiastützpunkt Rheinland im Sportpark Nord (2012)

    Flagge des Olympiastützpunkt Rheinland im Sportpark Nord (2012)

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Im Jahr 1983 „verschluckte“ der Fußballplatz des 1970 vollendeten Sportparks Nord einen in Richtung Tor stürmenden Spieler. Erst seit 1994 ist das Sport- und Erholungsareal auch für Ortsfremde ohne weiteres zu finden.

Der Anfang
Die Lage
Rückschläge und Höhepunkte
Einmaliges
Quellen / Internet

Der Anfang
1966 wurde beschlossen, dass das ehemalige Gronau-Gelände mit dem Jahn-Sportplatz zum Sportpark Nord umgebaut werden soll. Ein Teil des Geländes wurde seinerzeit als Mülldeponie genutzt. Vom Bund gab es für den Verkauf des Gronau-Geländes 110.000 Deutsche Mark. Diese sollten den Sportpark Nord als Ersatzgelände finanzieren. Nachdem zunächst mit 15 Millionen Deutsche Mark gerechnet worden ist, beliefen sich die endgültigen Kosten nach über drei Jahren Bauzeit bei der Fertigstellung im September 1970 bereits auf 22 Millionen DM. Geplant wurde die Sportanlage durch die Architekten van Dorps und Darius auf einer Fläche von 160.000 Quadratmetern.
Unterstützt wurde der Bau des Sportparks Nord unter Anderem vom Institut für Sportstättenbau in Köln-Müngersdorf.
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Die Lage
Östlich des Parks befindet sich die Mondorfer Straße, nördlich grenzt die Landschaft der Rheindorfer Aue an den Sportpark Nord. Im Westen ist es die Kölnstraße. Außerdem entstand eine Brücke, die den Nordteil, wo sich eher die der Erholung und dem Schul- beziehungsweise Vereinssport gewidmeten Bereiche befinden, mit dem Südteil verbinden sollte. Im Südteil war der Stadionbereich, in dem Hochleistungssport angeboten werden sollte.

Durch den Sportpark wurde Bonn zur Fechthochburg. Der Bau von Sporthallen schaffte optimale Voraussetzungen. Damals waren die deutschen Spitzenfechter meist Studenten und so wählten viele Bonn als ihre neue Heimat. Bonn als Universitätsstadt und die Nähe zur Sporthochschule Köln waren dabei die wichtigsten Anreizpunkte.
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Rückschläge und Höhepunkte
Schon 1976 mussten die dreckigen und kaputten Tribünensitze ausgetauscht werden. Bitter war zudem, dass die hochgelobte Tartanbahn kurz nach Ende der Garantiezeit erhebliche Schäden aufwies. Die 1,15 Millionen DM teure Bahn konnte der starken Belastung nicht standhalten. Folgen waren unter Anderem die Abnutzung der Markierungen. Erhöhte Arsenwerte sorgten noch einmal für negative Schlagzeilen. Diese im Feinstaub enthaltenen Stoffe richten zwar keine akute Gefahr an, können aber eine Langzeitbedrohung darstellen. Als Reaktion wurde eine Beregnungsanlage installiert, die den Feinstaubanteil verringern sollte.
Immerhin hatte der Sportpark durch zahlreiche Leichtathletik-Veranstaltungen einen guten Ruf. Höhepunkt des Parks ist das erste Hallenbad, das in der Sporthistorie unter einer Sporthalle gebaut worden ist. Inzwischen gibt es zahlreiche ähnliche Konstruktionen, da sich dieser Stil im Sportpark bewährt hat.
Der sportliche Höhepunkt liegt schon etwas länger zurück. 1973 erzielte Burglinde Pollack (DDR) beim Europapokalfinale im Bonner Sportpark einen Weltrekord im Fünfkampf der Frauen.
Einen weiteren sporthistorischen Aspekt gab es kurz vor der Jahrtausendwende: Durch Eigeninitiative des Bogenschiessvereins wurde hier die erste behindertengerechte Bogenschießanlage in Deutschland errichtet.
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Einmaliges
Einmaliges passierte an einem Juli-Wochenende 1983 in der Sportstätte: Ein Fußballer stürmte in Richtung Tor und wurde sprichwörtlich „vom Erdboden verschluckt“. Die plötzlich aufreißende Erde – eine Folge des Bergschadens durch die ehemalige Mülldeponie – begrub ihn bis zum Hals. Glücklicherweise erlitt der Spieler nur einen Schock und Hautabschürfungen. Der Platz wurde umgehend gesperrt (vgl. Express Bonn vom 09.07.1983).
Erst 1994 beschloss man, die Anfahrt und die Wege zum Sportpark auf Hinweisschildern zu kennzeichnen. Anlass war das Verkehrschaos, das bei einem Fußballspiel zwischen Rot-Weiss-Essen und dem Bonner SC entstand – die Gästefans konnten das Stadion mangels Beschilderung einfach nicht finden.

Insgesamt gibt es am Sportpark Nord viele Erholungsflächen, die größer als die gesamte Poppelsdorfer Allee sind. Im Sommer 2012 gab es in der Sportanlage zum ersten Mal für die Bonner Bevölkerung die Möglichkeit, über Public Viewing die Fußball-Europameisterschaft zu verfolgen, wobei bis zu 4.000 Personen gemeinsam kostenlos Fußball schauen konnten.

Bestandteile des Parks sind:
  • Fußballstadion
  • Leichtathletische Kunststoffanlagen
  • Weitere Rasenplätze
  • Sporthallenzentrum (geeignet für alle olympischen Sportarten)
  • Dreifachturnhalle
  • Gymnastikhalle und Kraftraum
  • Schwimmbad im Tiefgeschoss der Sporthalle mit Taucherbecken
  • Nördlich der Autobahn A565 drei Spielfelder mit roter Erde (auch Ascheböden genannt)
  • Bogenschießanlage (ebenfalls nördlich der A565)
Aktuell sind im Sportpark beheimatet: Bonner Sport-Club (Bonner SC), Olympischer Fechtklub (OFC), Schwimm und Sportfreunde (SSF) und einige Leichtathleten. Die Bundesliga-Basketballer sind inzwischen in Rhöndorf beheimatet.

(Lars Stöveken, Geographisches Institut der Universität Bonn, 2013)
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Quellen
Stadtarchiv Bonn, Tageszeitungsartikelsammlung
  • Bonner Rundschau vom 24.09.1980: „Sportpark Nord kostet 22 Millionen DM“
  • Express Bonn vom 09.07.1983: „Fußballer vom Erdboden verschluckt“
  • General Anzeiger Bonn vom 27.09.1994: „Sportpark Nord, Gästefans fanden Sportpark nicht“

Internet
www.bonn.de: Sportpark Nord (abgerufen 11.01.2013)
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Literatur

Skrentny, Werner (2001)
Das große Buch der deutschen Fussballstadien. S. 67, Göttingen.

Sportpark Nord in Bonn

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Kölnstraße 250
Ort
53117 Bonn
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften
Historischer Zeitraum
Beginn 1966 bis 1970
Koordinate WGS84
50° 45′ 0,18″ N, 7° 05′ 2,78″ O / 50.75005°, 7.0841°
Koordinate UTM
32U 364846.38 5623780.4
Koordinate Gauss/Krüger
2576552.48 5624401.78

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„Sportpark Nord in Bonn”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-57890-20121203-2 (Abgerufen: 18. August 2018)
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