Produktionsgelände der Süßwarenfabrik Kleutgen & Meier

später HARIBO

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde, Museen
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Kleutgen und Meier Bonn, Gebäude der ehemaligen Tapetenfabrik (2012)

    Kleutgen und Meier Bonn, Gebäude der ehemaligen Tapetenfabrik (2012)

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  • Kleutgen und Meier Bonn, erhaltenes Fabrikationsgebäude  (2012)

    Kleutgen und Meier Bonn, erhaltenes Fabrikationsgebäude (2012)

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  • Kleutgen und Meier Bonn, Haribo-Fabrikverkauf (2012)

    Kleutgen und Meier Bonn, Haribo-Fabrikverkauf (2012)

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  • Kleutgen und Meier Bonn, abgerissener Gebäudeteil (2012)

    Kleutgen und Meier Bonn, abgerissener Gebäudeteil (2012)

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Im Norden von Bonn-Bad Godesberg befindet sich zwischen Friesdorfer, Weißenburg- und Truchseßstraße ein ehemaliges Fabrikgelände im Besitz der Firma HARIBO. Neben der früheren Tapetenfabrik Fassbinder liegen die Gebäude der ehemaligen Süßwarenfabrik Kleutgen & Meier dort brach.

Der Gründer des weltbekannten HARIBO-Konzerns Hans Riegel (1893-1945) absolvierte bei Kleutgen & Meier seine Ausbildung zum Bonbonkocher und wurde anschließend für fünf Jahre dort beschäftigt. Später gündete er wenige Kilometer nördlich in Bonn-Kessenich seinen eigenen Süßwarenbetrieb unter dem Namen „HARIBO“ (für Hans Riegel Bonn). 1958 wurde Kleutgen & Meier von HARIBO - nun unter der Führung von Riegels Söhnen - aufgekauft. Nach der Übernahme sind noch bis in die 1960er Jahre Fruchtgummi- und Stückartikel unter dem Markennamen „Monarch“ produziert worden. Heute wird die nebenliegende großräumige Freifläche von HARIBO vorwiegend als Abstellplatz genutzt. Seit 2003 befindet sich südlich der ehemaligen Tapetenfabrik der HARIBO-Fabrikverkauf an der Weißenburgstraße.

Auch durch die seit 1936 jährlich stattfindende „Kastanien-Tauschaktion“ ist das ehemalige Fabrikgelände regional bekannt geworden. Jeden Oktober können Kastanien und Eicheln gegen HARIBO-Produkte eingetauscht werden. Bis zu 16.000 Sammler liefern bis zu 500 Tonnen Kastanien und Eicheln, die als Futter für die Wildbestände der Region verwendet werden.

HARIBO plante, auf dem 18.000 Quadratmeter umfassenden Gelände ein Museum zu errichten. Dazu wurden im nördlichen Bereich erste Gebäudeteile von Kleutgen & Meier abgerissen. Die Abbrucharbeiten sollen bis zur Höhe der Elsässer Straße fortgesetzt werden. Die ehemalige Tapetenfabrik und der Fabrikverkauf sollen nach derzeitigen Plänen erhalten bleiben. Detailliertere Planungen sind noch nicht bekannt gegeben worden (Stand 2012). Inzwischen sind die Museumspläne aufgegeben worden und eine Verlagerung des Firmensitzes in die Gemeinde Grafschaft im angrenzenden rheinland-pfälzischen Kreis Ahrweiler ist geplant (Stand 2016).

(Clemens Küpper, Geographisches Institut der Universität Bonn, 2012/2016)

Internet:
www2.haribo.com: Geschichte (abgerufen 09.08.2012)
www.rheinische-geschichte.lvr.de: Hans Riegel (abgerufen 09.08.2012)
www.kessenich-ist-kult.de: Hans Riegel (abgerufen 09.08.2012)
www.ksta.de: „Platz für ein HARIBO-Museum“ (Kölner Stadt-Anzeiger vom 11.11.2011, abgerufen 09.08.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: „Appetit aufs Goldbären Museum“ (General-Anzeiger vom 10.11.2011, abgerufen 09.08.2012)

Literatur

Bernert, Holger (2017)
Aus ungenutzt wird umgenutzt. Neuer Zweck für alte Bonner Bauten. In: meinRHEINLAND 01/2017, S. 54-59. S. 55, o. O.
Cremer, Michael (2011)
Die Geschichte einer erfolgreichen, international eingeführten deutschen Produktmarke, unter besonderer Berücksichtigung des Marketings, der Kommunikation in TV-, Funk- und Printmedien in Deutschland von 1920–2010. Am Beispiel der Marke HARIBO im Allgemeinen und der Produktmarke HARIBO-„Goldbären“ und der Symbolfigur GOLDBÄR im Besonderen. Weimar.
Grosse de Cosnac, Bettina (2003)
Die Riegels: die Geschichte der Kultmarke HARIBO und ihrer Gründerfamilie. Bergisch Gladbach.
HARIBO GmbH & Co. KG (Hrsg.) (o.J.)
Die bunte Welt von HARIBO. o. O.

Produktionsgelände der Süßwarenfabrik Kleutgen & Meier

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Friesdorfer Straße
Ort
53173 Bonn - Bad Godesberg
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde, Museen
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1901, Ende nach 2011
Koordinate WGS84
50° 41′ 21,92″ N, 7° 08′ 41,45″ O / 50.68942°, 7.14485°
Koordinate UTM
32U 368962.01 5616930.03
Koordinate Gauss/Krüger
2580943.48 5617722.17

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„Produktionsgelände der Süßwarenfabrik Kleutgen & Meier”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-52529-20120807-4 (Abgerufen: 18. August 2018)
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