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Ein Überrest der ehemals geplanten Straßenführung westlich der "Soda-Brücke" bei Euskirchen (2012): das Ende der nicht weitergebauten Bundesautobahn A 56 bzw. Bundesstraße B 56n.
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Die Soda-Brücke bei Euskirchen, Ansicht von Süden (2012).
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Durchfahrt unter der Soda-Brücke bei Euskirchen, Ansicht von Süden (2012).
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Ein nicht weitergebautes Teil der unvollendeten Autobahnbrücke ("Soda-Brücke") bei Euskirchen (2012).
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Ein Bauteil der unvollendeten Autobahnbrücke ("Soda-Brücke") bei Euskirchen (2012).
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Graffiti in der Durchfahrt der unvollendeten "Soda-Brücke" zwischen Frauenberg und Elsig bei Euskirchen (2012).
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Nistkästen an der "Soda-Brücke" bei Euskirchen (2012).
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Auftritt der Kölner Rockgruppe BAP in der Arena Trier (2016). Als Bühnenhintergrund ist ein Bild der Euskirchener "Soda-Brücke" eingeblendet.
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Blick auf die so genannte "Soda-Brücke", eine unvollendete Autobahnbrücke der Bundesautobahn A 56 bei Euskirchen (2021).
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Die so genannte "Soda-Brücke", eine unvollendete Autobahnbrücke der Bundesautobahn A 56 bei Euskirchen (2012).
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Radiobeitrag vom 09.10.2015 aus der WDR5-Sendung "Thema NRW" zu Landmarken in KuLaDig mit dem schiefen Kirchenturm in Kaisersesch, der Soda-Brücke bei Euskirchen und der Panzerwaschanlage in Troisdorf-Altenrath (Redaktion Brigitte Krämer, MP3-Audiodatei, 4'57 Minuten, 4,6 MB).
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Die Euskirchener "Soda-Brücke" auf dem Cover der CD "aff un zo" der Kölner Rockgruppe BAP (2001).
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Luftaufnahme der so genannten "Soda-Brücke" zwischen Frauenberg und Elsig bei Euskirchen (2016)
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Tafel an der als Bauvorleistung der Bundesautobahn A 56 unvollendeten Autobahnbrücke bei Euskirchen (2021). Die Inschrift bezeichnet die so genannte "Soda-Brücke" als "Denkmal für alles Seltsame, Unvollständige, Widersprüchliche, Zweifelhafte und Wunderbare".
Ein Überrest der ehemals geplanten Straßenführung westlich der "Soda-Brücke" bei Euskirchen (2012): das Ende der nicht weitergebauten Bundesautobahn A 56 bzw. Bundesstraße B 56n.
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Die Soda-Brücke bei Euskirchen, Ansicht von Süden (2012).
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Durchfahrt unter der Soda-Brücke bei Euskirchen, Ansicht von Süden (2012).
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Ein nicht weitergebautes Teil der unvollendeten Autobahnbrücke ("Soda-Brücke") bei Euskirchen (2012).
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Ein Bauteil der unvollendeten Autobahnbrücke ("Soda-Brücke") bei Euskirchen (2012).
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Graffiti in der Durchfahrt der unvollendeten "Soda-Brücke" zwischen Frauenberg und Elsig bei Euskirchen (2012).
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Nistkästen an der "Soda-Brücke" bei Euskirchen (2012).
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Auftritt der Kölner Rockgruppe BAP in der Arena Trier (2016). Als Bühnenhintergrund ist ein Bild der Euskirchener "Soda-Brücke" eingeblendet.
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Blick auf die so genannte "Soda-Brücke", eine unvollendete Autobahnbrücke der Bundesautobahn A 56 bei Euskirchen (2021).
Blick auf einen Ausleger mit Geländer der so genannten "Soda-Brücke", eine unvollendete Autobahnbrücke der Bundesautobahn A 56 bei Euskirchen (2021). Im Bildhintergrund ist die Radarkuppel in der nahegelegenen Mercator-Kaserne zu erkennen.
Die unvollendete Autobahnbrücke auf einem Acker zwischen Frauenberg und Elsig - die so genannte „Soda-Brücke“ - wurde im Rahmen der letztlich aufgegebenen Planung der Bundesautobahn A 56 gebaut. Ein Bild des auffälligen Brückenbauwerks zierte 2001 das Cover eines BAP-Albums.
Bau- bzw. Investitionsruine und Bauvorleistung Folgt man der Internet-Enzyklopädie Wikipedia, so ist der Begriff „Soda-Brücke“ oder „So-da-Brücke“ eine „umgangssprachliche Bezeichnung für eine Brücke, die einfach nur so da ist, also derzeit keinerlei Funktion erfüllt und mangels Zufahrten nicht benutzbar ist.“ Im englischsprachigen Raum wird ein solches Bauwerk als Bridge to Nowhere bezeichnet. Eine entsprechende Benennung ist jedoch je nach Entstehungskontext zu unterscheiden von einer Bauvorleistung, also einem vorab erstellten Bauteil, welches lediglich noch nicht genutzt wird (z.B. wegen zeitlich verschiedener Planungen, vergleiche die hier als Bauvorleistungen verwandten Objekte). Dieses Phänomen ist bereits in der Antike zu beobachten, so auch im Rheinland bei entsprechenden Bauvorleistungen zu der römischen Eifelwasserleitung (Grewe 1988, S. 27f.).
Gerade bei Brücken ist deren Errichtung vor dem Bau der eigentlichen Fahrbahn sogar üblich, da diese sich wegen ihres Gewichtes nachfolgend noch merklich absenken können. Mangels Nutzung - und damit auch mangels Pflege und Unterhaltung - neigen Soda-Brücken und ähnliche Bauwerke naturgemäß zum Verfall und werden zu - teils sonderbar-skurrilen - Bau- bzw. Investitionsruinen.
Mit Blick auf die ambivalente Wahrnehmung solcher Bauten ist wohl auch eine seit geraumer Zeit an der Euskirchener Soda-Brücke angebrachte Tafel zu verstehen, deren Inschrift diese vieldeutig als „Denkmal für alles Seltsame, Unvollständige, Widersprüchliche, Zweifelhafte und Wunderbare“ bezeichnet (vgl. Abb.).
Die Euskirchener Soda-Brücke Das auffällige, acht Meter hohe Bauwerk auf einem Acker zwischen Frauenberg und Elsig nimmt eine Grundfläche von rund 40 x 50 Meter ein. Es wird allgemein als „echte“ Soda-Brücke anerkannt und darf vielleicht sogar als namensgebend für diesen Typus angesehen werden. In entsprechenden Aufstellungen wird das Bauwerk fast immer angeführt. Erbaut wurde die Brücke im Rahmen der seit den späten 1970er-Jahren laufenden Planung der Bundesautobahn A 56, die als südliche Umgehung des Kölner Rings fungieren sollte. Die Bauabnahme der Brücke erfolgte zum 11. März 1977 (www.t-online.de). Aufgrund der Klage eines Hauseigentümers gegen die Trassenführung der Autobahn - diese führe zu nah am Euskirchener Stadtrand entlang - verzögerte sich allerdings das weitere Planungs- und Genehmigungsverfahren. Als die A 56 dann auch noch während der Planungsphase zur Bundesstraße B 56 herabgestuft wurde, ging die ursprüngliche Planungsgrundlage verloren und das Bauvorhaben A 56 stoppte nach einem entsprechenden Gerichtsbeschluss (Kölner Stadt-Anzeiger 2012). Mit dem dritten Gesetz zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 21. April 1986 kam schließlich das endgültige Aus für die Bundesautobahn 56.
Der geplante Verlauf der A 56 lässt sich im Raum Euskirchen noch an der heutigen Bundesstraße B 56 ablesen - der nicht weiter geführte Anfang der A 56 befindet sich mit gerade einmal drei Kilometern Länge als Bundesautobahn A 562 in Bonn. Außer an der hier angesprochenen Soda-Brücke lässt sich die ursprüngliche Dimension des nicht weiter verfolgten Straßenbauprojekts auch noch an weiteren Brücken entlang der B 56n in Richtung Zülpich ausmachen. Die Straßenübergänge bei Nemmenich und bei Rövenich sind ebenso überdimensioniert wie der Anschluss an die die heutige A 1. Zwei weitere Bauvorleistungen zur A 56 in Form von Brücken bzw. Straßenübergängen sind zwischen Euskirchen-Dom-Esch und -Weidesheim erhalten (vgl. dort).
Die Kosten für die Fertigstellung der Euskirchener Soda-Autobahnbrücke beliefen sich seinerzeit auf 460.724,95 DM. Noch heute fallen laut Straßen.NRW jährlich etwa 800 bis 1.200 € an Unterhaltungskosten an, die für Grünschnitt und äußere Pflegearbeiten sowie die gesetzlich vorgeschriebene Bauwerksprüfung gemäß DIN 1076 aufgewendet werden. Diese ist alle drei Jahre notwendig, da unter der Brücke ein öffentlicher Wirtschaftsweg durchführt, der von landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Fußgängern benutzt wird. Zusätzliche Ausgaben entstehen dabenen durch die Beseitigung illegal abgelagerten Mülls. Das Bauwerk dient hin und wieder Rettungsorganisationen wie der Feuerwehr oder dem Technischen Hilfswerk (THW) als Übungsobjekt für Höhenrettungen. Seit einigen Jahren lockt die Soda-Brücke auch Geocacher aus ganz Deutschland an - diese benötigen allerdings zum Erreichen des T5-Caches (die höchste Schwierigkeitsstufe im Geocaching) eine professionelle Seilkletterausrüstung (www.t-online.de, www.ksta.de 2026).
Offen ist, ob die Brücke nicht doch eines Tages noch ihrer ursprünglichen Bestimmung zugeführt wird. Laut einem bereits seit 2014 vorliegenden Planungsentwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2030 soll durch eine Euskirchener Nordumgehung B 56n vor allem der Schwerverkehr in und um die Stadt herum entlastet werden, wobei auch erneut ein Ausbau der B 56 diskutiert wird. Ob die Soda-Brücke dabei Teil einer Umgehungsstraße sein kann, erscheint jedoch aufgrund ihres Zustands fraglich: „Ob die Brücke den heutigen Achslasten gewachsen ist, müsste geprüft werden.“, kommentierte ein Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW 2019 (www.wa.de). „Ziel ist eine Verbindung zwischen dem Autobahnzubringer an der A1 bei Zülpich, dem Industriepark am Silberberg und der LEP-6-Fläche zwischen Euskirchen und Weilerswist. Gleichzeitig sollen Frauenberg, Kuchenheim und die Euskirchener Ringstraßen deutlich vom Verkehr entlastet werden. ... Nach den bisherigen Planungen soll die 7,1 Kilometer lange, zweispurige Straße rund 33,8 Millionen Euro kosten. Täglich könnten etwa 8000 Fahrzeuge die Trasse nutzen. Besonders der Schwerlastverkehr würde nach Einschätzung der Planer aus den Ortslagen gehalten.“ (www.ksta.de 2026)
Die Soda-Brücke & BAPs „aff un zo“ Ein Bild der Brücke ziert das Cover der 2001 erschienenen Nummer-eins-CD „aff un zo“ (kölsch für „ab und zu“) der Kölner Rockgruppe BAP. Deren Chef Wolfgang Niedecken (*1951) war das skurrile Bauwerk immer wieder auf seinen Autofahrten zwischen der Eifel und Köln aufgefallen. BAP spielte am 15. Juni 2001 zur Vorstellung der „aff un zo“-CD vor 1.500 Fans an der Euskirchener Soda-Brücke (Kölner Stadt-Anzeiger 2011 und 2012). Dieser Auftritt wurde später als „Konzert an der toten Brücke“ in der WDR-Sendung Rockpalast ausgestrahlt.
Die Soda-Brücke war KuLaDig-Objekt des Monats im April 2019.
Quelle Die „So-da-Brücke“ von Euskirchen, Kölner Stadt-Anzeiger vom 22. Juni 2012, S. 36.
Internet de.wikipedia.org: Soda-Brücke (abgerufen 02.07.2012 und 14.04.2014) de.wikipedia.org: Bundesautobahn 56 (abgerufen 19.03.2019) de.wikipedia.org: Bundesautobahn 562 (abgerufen 06.07.2012) ga.de: Soda-Brücke - Warum bei Euskirchen mitten auf dem Feld eine Autobahnbrücke steht (Text Jörg Manhold, General-Anzeiger vom 29.07.2022, abgerufen 01.08.2022) www.t-online.de: Bei Euskirchen. Diese Autobahnbrücke steht seit 46 Jahren sinnlos auf einem Feld (Text Martin Henning, t-online Nachrichten vom 16.11.2023, abgerufen 16.11.2023) www.ksta.de: Straßenplanung - Warum die So-da-Brücke bei Euskirchen gar nicht nur so da rumsteht (Text Tom Steinicke, Kölner Stadt-Anzeiger vom 19.08.2026, abgerufen 24.08.2026) www.ksta.de: Bap machte „So-da-Brücke“ berühmt (Kölner Stadt-Anzeiger vom 14.06.2011, abgerufen 19.03.2019, Inhalt nicht mehr verfügbar 24.08.2026) www.wa.de: Eine „Geisterbrücke“, die einfach so in der Landschaft steht (Text Benjamin Stroka, Westfälischer Anzeiger vom 11.09.2023, abgerufen 11.09.2023, Inhalt nicht mehr verfügbar 24.08.2026)
Die „So-da-Brücke" von Euskirchen. Errichtet für eine Autobahn, die nie gebaut wurde. In: Kölner Stadt-Anzeiger vom 23. Juni 2012, S. 36. Köln.
Grewe, Klaus (1988)
Der Römerkanalwanderweg. Ein archäologischer Wanderführer. (Führer zu archäologischen Denkmälern im Rheinland, 1.) Düren.
Seidel, Peter (2012)
Gescheiterte Pläne, geplatzte Investitionen. Langsam verfallende Bauten sind Zeugen öffentlicher wie privater Geldverschwendung. In: Kölner Stadt-Anzeiger vom 23. Juni 2012, S. 36. Köln.
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung, Vor Ort Dokumentation, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1975 bis 1980
Empfohlene Zitierweise
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