Museum Eisenheim des LVR-Industriemuseums

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Museen
Gemeinde(n): Oberhausen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Oberhausen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Museum Eisenheim (LVR-Industriemuseum)

    Museum Eisenheim (LVR-Industriemuseum)

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  • Museum Eisenheim (LVR-Industriemuseum), Ansicht der Siedlung

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  • Museum Eisenheim (LVR-Industriemuseum), Detail der Ausstellung

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  • Museum Eisenheim (LVR-Industriemuseum), Blick in die Ausstellung

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Die älteste Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet
Die Geschichte Eisenheims und das Leben ihrer einstigen Bewohner erleben Besucher anschaulich inmitten der bedeutenden Kolonie in Oberhausen-Osterfeld. Das Museum Eisenheim im historischen Waschhaus der ältesten Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets ist Teil des LVR-Industriemuseums und alljährlich von Ostern bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen für interessierte Besucher zugänglich.

Am Anfang war das Eisen – so lässt sich die Entstehung Eisenheims überschreiben. 1846 wurde die Siedlung von der „Hüttengewerkschaft Jacobi, Haniel und Huyssen“ (JHH) gegründet. Das Unternehmen warb für sein neu errichtetes Puddel- und Walzwerk qualifizierte Arbeiter aus entfernten Gegenden an. Als Anreiz erhielten diese „tüchtigen Meister und Arbeiter rechter Art“ einen Arbeitsvertrag, der mit dem Anrecht auf eine Werkswohnung verbunden war. Arbeitersiedlungen entstanden im 19. und 20. Jahrhundert in allen europäischen Industrieregionen in großer Zahl. Kaum eine Industrielandschaft wurde jedoch in ihrem äußeren Erscheinungsbild durch diese Siedlungen so geprägt wie das Ruhrgebiet. In den 1970er Jahren drohte Eisenheim der Abriss. Hartnäckiger Protest und engagierter Einsatz einer Eisenheimer Bürgerinitiative bewirkten, dass die Siedlung saniert und unter Denkmalschutz gestellt wurde. Die Eisenheimer richteten sich mit gesammelten Möbeln, Alltagsgegenständen und Bildern ihr „Volksmuseum“ im ehemaligen Waschhaus ein.

1989 übernahm der Landschaftsverband Rheinland das historische Denkmal einschließlich der Sammlung für das LVR-Industriemuseum. Seit 1996 präsentiert das LVR-Industriemuseum dort die Dauerausstellung zur Geschichte der Siedlung. Die Museumswohnung in einem der 39 historischen Arbeiterwohnhäuser bietet seit 1999 eine weitere Attraktion für die Besucher. Zahlreiche Fotos und Dokumente ergänzen die Ausstellung im historischen Waschhaus.

„Sechs Schauplätze, ein Museum“
– dieser Slogan beschreibt treffend die außergewöhnliche Struktur, das Konzept dieses in Europa einmaligen Museums. Sechs denkmalgeschützte, zum Teil komplett erhaltene Fabriken an authentischen Schauplätzen in Oberhausen, Ratingen, Solingen, Bergisch Gladbach, Engelskirchen und Euskirchen bilden das LVR-Industriemuseum:
  • LVR-Industriemuseum Oberhausen (Zentrale) – Zinkfabrik Altenberg, St. Antony-Hütte, Museum Eisenheim, Peter-Behrens-Bau
  • LVR-Industriemuseum Ratingen – Textilfabrik Cromford
  • LVR-Industriemuseum Solingen – Gesenkschmiede Hendrichs
  • LVR-Industriemuseum Bergisch Gladbach – Papiermühle Alte Dombach
  • LVR-Industriemuseum Engelskirchen – Baumwollspinnerei Ermen & Engels, Oelchenshammer
  • LVR-Industriemuseum Euskirchen – Tuchfabrik Müller

(LVR-Redaktion KuLaDig / Silke Krebbing, LVR-Industriemuseum Oberhausen, 2012)

Wege zum LVR – Anfahrt inklusiv: LVR-Industriemuseum Museum Eisenheim

Internet
www.industriemuseum.lvr.de (abgerufen 30.03.2012)
www.lvr.de: Die LVR-Museen (abgerufen 30.03.2012)
de.wikipedia.org: Siedlung Eisenheim (abgerufen 30.03.2012)

Literatur

Grollmann, Dorit / Karabaic, Milena (Red.) (1996)
„...für tüchtige Meister und Arbeiter rechter Art“: Eisenheim - die älteste Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet macht Geschichte. (Schriften des Rheinischen Industriemuseums 12.) Köln / Pulheim / Bonn.

Museum Eisenheim des LVR-Industriemuseums

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Berliner Straße
Ort
46049 Oberhausen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Museen
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1970 bis 1996
Koordinate WGS84
51° 30′ 13,12″ N, 6° 51′ 49,1″ O / 51.50364°, 6.86364°
Koordinate UTM
32U 351728.77 5707998.26
Koordinate Gauss/Krüger
2560009.21 5708031.92

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„Museum Eisenheim des LVR-Industriemuseums”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-45105-20120330-3 (Abgerufen: 20. Mai 2018)
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