Wolsberge „Wolsberg“ und „Riemberg“ in Wolsdorf

„Wodansberge“

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Siegburg
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Panoramafoto: Wolsberg und Riemberg und der umgebende Siegburger Stadtteil Wolsdorf (2008).

    Panoramafoto: Wolsberg und Riemberg und der umgebende Siegburger Stadtteil Wolsdorf (2008).

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  • Historisches Foto aus dem Jahre 1920 mit dem "faulen Ei" des Wolsbergs bei Siegburg.

    Historisches Foto aus dem Jahre 1920 mit dem "faulen Ei" des Wolsbergs bei Siegburg.

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Das Siegburger Stadtbild wird von drei Erhebungen geprägt: dem dominanten Michaelsberg und den beiden Wolsbergen im Stadtteil Wolsdorf. Obwohl umgangssprachlich nur von „den Wolsbergen“ gesprochen wird, tragen sie unterschiedliche Namen. Der kleinere Berg (96,60 Meter) im Norden ist der „Wolsberg“, der zur Sieg hin südlich gelegene der „Riemberg“ (109,00 Meter).

Entstehung und Nutzung als Steinbruch
Entstanden sind die Wolsberge durch Schlotfüllung nach vulkanischer Aktivität in dieser Region zur Zeit des Tertiärs, vor etwa 25 Millionen Jahren. Genauer gesagt handelt es sich um Basalttuffkegel. Erdgeschichtlich ist ihre Herkunft gleich der des Siebengebirges. Die Gesteinsarten unterscheiden sich jedoch. Die Siegburger Vulkanberge sind Reste isolierter basaltischer Tuffausbrüche, nur stellenweise durchsetzt von Basaltgängen. Im Siebengebirge überwiegt der Basalt (Korte-Böger, 2006). Obwohl das Gestein der Wolsberge, der so genannte „Wolsdorfer Brocken“, sehr verwitterungsanfällig ist, wurden nahezu alle mittelalterlichen Gebäude der Stadt Siegburg (Abtei, Servatiuskirche, Zeughaus, Stadtmauer etc.) aus diesem gebaut, abgesehen von den Fachwerkgebäuden. Bei den damals limitierten Transportmöglichkeiten spielte die Nähe eines Steinbruches bis zum Beginn des Eisenbahnzeitalters die entscheidende Rolle, nicht die Festigkeit des Gesteins. Der Transport der Steine erfolgte über die Sieg und über den Mühlengraben. Seit 1906 werden die Wolsberge nicht mehr als Steinbruch genutzt. Dennoch hinterließ der jahrhundertlange Abbau des Gesteins deutliche Spuren; in ihrer ursprünglichen Form dürften die Wolsberge vollkommen anderes ausgesehen haben. Ein Teil des Schlotes, das so genannte „faule Ei“, blieb jedoch stehen, direkt an der heutigen Wahnbachtalstraße. Dessen „faules“ Gestein eignete sich nicht zur Errichtung von Gebäuden und wurde daher nicht abgebaut.

Sagen um die Wolsberge
Die Wolsberge werden in verschiedenen Sagen erwähnt. So soll der Göttervater Wodan hier eine Kultstätte eingerichtet haben. Aus den „Wodansbergen“ wurden dann etymologisch die „Wolsberge“. Und auch die Heinzelmännchen sollen in den Wolsbergen gehaust haben.
  • „Der Schmied am Wolsberg“ (siegblick.de)
  • „Die Glocke im Berg“ (muenchen-flughafentransfer.de)

(Christoph Boddenberg, LVR-Fachbereich Umwelt, 2011)

Internet
www.siegburg.de: Die Wolsberge (abgerufen 18.01.2011)
de.wikipedia.org: Wolsberge (Bearbeitungsstand 29.10.2010, abgerufen 18.01.2011)
www.siegblick.de: Der Schmied am Wolsberg, Wolsberg-Sage (PDF, abgerufen 18.01.2011)
www.muenchen-flughafentransfer.de: Die Glocke im Berg (abgerufen 18.01.2011)

Literatur

Korte-Böger, Andrea (2006)
Wolsdorfer Brocken. (Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2007.) Siegburg.

Wolsberge „Wolsberg“ und „Riemberg“ in Wolsdorf

Schlagwörter
Ort
53721 Siegburg - Wolsdorf
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn -25000000
Koordinate WGS84
50° 47′ 39,55″ N, 7° 13′ 40,4″ O / 50.79432°, 7.22789°
Koordinate UTM
32U 375106.6 5628449.71
Koordinate Gauss/Krüger
2586617.57 5629484.78

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„Wolsberge „Wolsberg“ und „Riemberg“ in Wolsdorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-3723-20110118-2 (Abgerufen: 19. Oktober 2017)
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