Kanzlei der Botschaft von Kanada, Friedrich-Wilhelm-Straße 18

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Kanzlei der Botschaft von Kanada, Friedrich-Wilhelm-Straße 18 in Bonn (2016)

    Kanzlei der Botschaft von Kanada, Friedrich-Wilhelm-Straße 18 in Bonn (2016)

    Copyright-Hinweis:
    Gildenhard, Felicitas / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Felicitas Gildenhard
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Kanzlei der Botschaft von Kanada, Friedrich-Wilhelm-Straße 18 in Bonn (2016)

    Kanzlei der Botschaft von Kanada, Friedrich-Wilhelm-Straße 18 in Bonn (2016)

    Copyright-Hinweis:
    Gildenhard, Felicitas / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Felicitas Gildenhard
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Kanzlei der Botschaft von Kanada, Friedrich-Wilhelm-Straße 18 in Bonn (2016)

    Kanzlei der Botschaft von Kanada, Friedrich-Wilhelm-Straße 18 in Bonn (2016)

    Copyright-Hinweis:
    Gildenhard, Felicitas / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Felicitas Gildenhard
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Kurzbeschreibung des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland

Kanzlei der Botschaft von Kanada
Baujahr 1967/69; Bauantrag vom 5.5.1965
Schwarze Steinplatte mit eingravierter Datierung im Sockelgeschoss östlich unterhalb der Eingangstreppe: „Canada 1967“

Bauherr: Kanadische Regierung
Entwurf und Planung: Bolton Ellwood & Aimers, Montreal
Kontaktarchitekt: Gerd Grossmann-Hensel, Mülheim/Ruhr

Umfangreiche Umbaumaßnahmen 2001/2002, hierdurch verändertes äußeres Erscheinungsbild

Teil des Objektes ist die umgebende gestaltete Gartenanlage aus gepflasterten Flächen, Grünflächen, Pflanzbecken, Baumbestand und Bepflanzung, Rampen und Einstellplätzen.

Beschreibung
Die Außenanlagen
Begründung des Denkmalwertes

Beschreibung
Das Gebäude liegt an der Kreuzung der Friedrich-Wilhelm-Straße mit der Johanniterstraße, benachbart zur ehemaligen Niederländischen Botschaft am Sträßchensweg. Um 1900 befand sich am Sträßchensweg eine Ziegelei mit zugehörigem Abgrabungsgelände, wohl einer Lehmkuhle, im rückwärtigen Bereich. Die zum Straßenniveau tiefere Lage des Objektes wird auf diese Kuhle zurückgeführt. Bezogen auf die Johanniterstraße, liegt das Objekt vis-à-vis von Residenz und Kanzlei der Republik Österreich. Rückwärtig grenzt das Grundstück an das Gelände des Johanniterkrankenhauses.

Auf dem großzügig bemessenen, frei einsehbaren Eckgrundstück zwischen Friedrich-Wilhelm-Straße und Johanniterstraße präsentierte sich die ehemalige Kanadische Botschaft als klar und konsequent konzipierter, freistehender, langgestreckter, über dem Untergeschoss zweigeschossiger Stahlbetonskelettbau mit Flachdach mit zurückliegendem Flachdachaufsatz. Der Bau wirkt durch die umlaufend leichten Auskragungen von Erdgeschoss und Obergeschoss und durch die plastische Auflösung der Außenhaut des Obergeschosses als blockhafter Solitär, als raumumgreifende selbstbewußte Plastik. Der Zugang erfolgte mittig von der Friedrich-Wilhelm-Straße über eine 4,40 Meter breite, zehnstufige, graue Waschbetontreppe und über den folgenden in die Eingangshalle eingestellten Windfang. Das Treppengeländer bestand aus flachen braunen Eisenstäben, die den Rahmen für den nach innen seitlich abgesetzten Holzbretthandlauf bildeten.
Die tragende Stahlbetonskelett-Stützenkonstruktion war im Sockelgeschoss rückwärtig nach Süden offen. Hier im Untergeschoss waren vierzig Parkplätze untergebracht. Die Einfahrt führte über eine leicht geneigte Rampe an der nordöstlichen Grundstücksecke von der Friedrich-Wilhelm-Straße, die Ausfahrt an der südwestlichen Grundstücksecke zur Johanniterstraße. Die durchgehenden Stützen in einem Raster von 5,28 Metern trugen den eigentlichen rechteckigen Baukörper, der sich mit breiter Eingangsfront zur Friedrich-Wilhelm-Straße zeigte. Im Erdgeschoss lagen zwischen den sichtbaren Stützen Wandelemente mit jeweils meist drei hochrechteckigen Fensteröffnungen. Ein Fensterelement bestand aus einem oberen hochrechteckigen festen Flügel, einem kleinen querrechteckigen unteren Lüftungsflügel über einer gleichformatigen Aluminiumscheibe. Jedes Fenster des Erdgeschosses war innen durch Scherengitter gesichert. Im Obergeschoss wirkten die gleichen Fensteröffnungen wie eingeschoben in graue hochrechteckige Betonelemente aus durchgehenden senkrechten Rahmen mit fast quadratischen Brüstungs- und Sturzelementen. Diese kombinierten Beton-/Lichtelemente reihten sich gleichmäßig zur äußeren Verkleidung des Obergeschosses aneinander. Sie waren durch zurückliegende senkrechte, schmale, dunkle, gesprenkelte Betonfertigteile voneinander abgesetzt. Dadurch, dass die helleren Betonelemente umlaufend über die Dachkante ragten, ähnelten sie einem niedrigen Zinnenkranz und ließen den Charakter einer Festung anklingen. An der Stirnseite war mittig auf einem dunklen, achsenbreiten Betonelement das kanadische Wappen angebracht. Die Fenster bestanden aus braun getönten Scheiben in brauneloxierten Metallrahmen. Die rhythmische, regelmäßige im Licht- und Schattenspiel dreidimensionale Gestaltung der Außenhaut verliehen dem Objekt einen nüchternen Charakter, der streng Wehrhaftigkeit vermittelte, jedoch auch Aufmerksamkeit und Neugier an der Architektur des wirkungsvoll platzierten, rundum als Körper erlebbaren Baus weckte.

Im Inneren erschloss eine Doppelfluranlage die zweibündigen Ebenen der Büronutzung: fünfzig Büroräume beider Ebenen und die repräsentativen Botschaftsräume waren über Foyer und das rahmende offene Haupttreppenhaus mit großzügigem Treppenauge zugänglich. Sie lagen mit direkter Belichtung an den Außenwänden, ebenso Kanzlei und Konsulat. Im Gebäudekern befanden sich ohne direkte Belichtung Konferenz- und Vorführräume, Bibliothek, Archivräume, Aufzug, Toiletten, Klimaanlage im Untergeschoss ein Fahrerraum, Garage, Lager, Heizung, technische Ausstattung. Das Büro des Botschafters lagen im 1. Obergeschoss in der Nordostecke, über dem Büro des Konsuls.
Das Stützenraster war im Erdgeschoss und im Obergeschoss jeweils durch einen rundum gesicherten, geschlossenen und klimatisierten Raum unterbrochen, der im Obergeschoss als Tresorraum bezeichnet wurde.
Der mit stranggezogenen, bronzefarbenen senkrechten Aluminiumstäben verkleidete Dachaufsatz umschloss den Aufzugsschacht, einen Technikraum und ein Lager.

Die innere Ausstattung wurde durch die Vertäfelung der Wände und Auslegung der Böden, zum Teil mit Granit/Marmor, zum Teil mit Holz, als großzügig gediegen gewertet. Foyer, Treppenaufgang und Lobby waren mit Granit verkleidet.
nach oben

Die Außenanlagen
Die Anlage wurde von einem etwa zwei Meter hohen Gitterzaun aus senkrechten braun gestrichenen Eisenlamellen in etwa zwölf Zentimeter Abstand nach außen abgeschlossen. Die Außenanlagen waren auf den Entwurf bezogen und architektonisch durchgestaltet. Sie gliederten sich in Rampen, geschosshohe Stützmauern, Pflanzbecken, Brüstungsmauern mit aufgesetzten rechteckigen Eisenstäben, Treppen, Waschbetonplattierung, gezielt gepflanzten Bewuchs wie den Zaun begleitende Hecken, besondere Einzelbäume (Hängebuche, Eibe, japanische Kirsche) und eine Fahnenstange auf einer flachen, breiten Stufung aus Waschbeton an der nordöstlichen Grundstücksecke entwurfsbezogen architektonisch durchgestaltet. Begleitend zum Gebäude reihten sich parallel zur Friedrich-Wilhelm-Straße rechteckige Pflanzbecken, Kieselfüllungen, eingepasst in eine Waschbetonplattierung. Zur Straße schließen Rasenflächen mit Einzelbäumen, Büschen und Hecken an.

Der Baukörper vermittelte durch die Baukörperausformung und Gestaltung den durch Höhe und Materialstärke abweisenden Eisengitterzaun, gesicherte Präsenz und gleichzeitig durch die ausgewogene Gestaltung, zurückhaltende Eleganz und würdevolle Vertretung des kanadischen Staates am Ort der bundesdeutschen Regierung.
nach oben

Begründung des Denkmalwertes
Das Objekt war als Botschaftsgebäude bedeutend für die Geschichte des Menschen, und zwar als Vertretung des Landes Kanada in der Bundesrepublik Deutschland.

Erst nach dem Westfälischen Frieden 1648 wird der Austausch ständiger diplomatischer Vertretungen zwischen befreundeten und verbündeten Staaten die Regel. Bauten zur Vertretung des eigenen Landes, zur Unterbringung der Botschaften wurden neu errichtet; in der Umsetzung der Bauaufgabe „Botschaft“ entwickelte sich ein neuer Bautyp.
Verstanden als Visitenkarte, ist ein Botschaftsbau mit dem Anspruch der Vertretung, mit dem Selbstverständnis, der Darstellung und der Repräsentation des vertretenen Landes verbunden. Botschaften sind Orte der militärischen, wirtschaftlichen, kulturellen Verständigung mit hoher politischer Bedeutung.

Das Botschaftsgebäude war bedeutend für die Geschichte des Landes Kanada. Die eigenständige Geschichte des Landes Kanada beginnt 1867. In diesem Jahr vereinigten sich, festgelegt in der „British North America Act“, Neuschottland und Neubrandenburg mit Kanada (Ontario und Quebec) zum „Dominion of Canada“, zur kanadischen Konföderation, einer parlamentarischen Monarchie mit der britischen Krone als Oberhaupt.
1920 kündigte Kanada an, sich künftig durch einen eigenen Gesandten in Washington vertreten zu lassen. 1923 begann eine eigenständige kanadische Außenpolitik mit dem Abschluss des ersten internationalen Abkommens ohne Großbritanniens Gegenzeichnung.
1926 wurde der erste kanadische Gesandte in den Vereinigten Staaten ernannt. Mit der 100-Jahr-Feier der kanadischen Autonomie und der Weltausstellung in Montreal wird das Jahr 1967 zu einem weiteren bedeutenden Eckdatum in der Geschichte des Landes. Neue Anstöße zu außenpolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bemühungen wurden gegeben. Während die kanadische Außenpolitik vor dem Zweiten Weltkrieg noch weitgehend von Isolationismus geprägt war, war der Prozess der Nationwerdung mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu einem gewissen Abschluss gekommen, so dass Kanada nach internationaler Anerkennung der gewonnenen Selbständigkeit strebte und auch bereit war, für die Erhaltung des Weltfriedens Verantwortung zu übernehmen.

Das Datum der Botschaftseinweihung in Bonn im Jahr der 100-Jahr-Feier des Landes zeigt, welche Bedeutung der Darstellung nach im Ausland, aber auch der kanadisch-westdeutschen Beziehungen beigemessen wurde. Schließlich zählte die Bundesrepublik in den nachfolgenden Jahren neben den Vereinigten Staaten von Amerika als größtem Handelspartner innerhalb der Europäischen Gemeinschaft hinter Großbritannien zum zweitwichtigsten Handelspartner.

Das Objekt war auch bedeutend für die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere die Nachkriegsgeschichte.
So wie die Regierungsorgane der Bundesrepublik hatten auch die Vertretungen der Länder zunächst provisorisch und vorübergehend in Bonn Quartier bezogen. Für Residenzen und Kanzleien waren überwiegend bestehende Bauten angemietet worden. So hatte Kanada bis zum Umzug 1967 im Hotel „Zum goldenen Stern“ in der Zitelmannstraße 22 die Botschaftskanzlei eingerichtet.
Nach den Vereinigten Staaten von Amerika, dem Königreich Großbritannien, der Republik Frankreich und dem Königreich der Niederlande ist die kanadische Kanzlei ein weiterer Botschaftsneubau in Regierungsnähe. Der Neubau in der Nähe der Regierung zeugt nicht nur vom Selbstverständnis, vom politischen Rang und Einfluß des Landes Kanada, sondern zollt auch dem Gastland gegenüber Respekt Anerkennung, Anerkennung der Stadt Bonn als Bundeshauptstadt.

Das Objekt war außerdem bedeutend für die Geschichte der Stadt Bonn als Bundeshauptstadt.
Bonn war seit 1949 provisorischer Sitz der Bundesregierung. Die Regierungsfunktionen, zunächst in vorhandenen Bauten untergebracht, fanden als übergeordnete Idee zwischen Bonn und Bad Godesberg baulichen Ausdruck. Neben den Regierungsorganen selbst zählen hierzu im weitesten Sinne nachgeordnete Körperschaften, Behörden, Verbände, mit unmittelbarem Bezug zur Regierung Vertretungen der Bundesländer und des Auslandes, so auch die Botschaftsbauten, Residenzen und Kanzleien. In seiner Regierungserklärung bekannte sich Bundeskanzler Willy Brandt am 18. 1. 1973 schließlich zum Ausbau Bonns als Bundeshauptstadt.

Für die Erhaltung und Nutzung des Objektes lagen bautypologische Gründe vor.
Die Botschaft als eigene Bauaufgabe hat sich seit dem 17. /18. Jahrhundert herausgebildet. Ganz allgemein kann der Bautyp „Botschaft“ als Ausdruck einer politischen Haltung in der architektonischen Formensprache des vertretenen Landes betrachtet werden, wobei durchaus im Einzelfall charakteristische Elemente des Gastlandes in den Entwurf integriert werden. Die reine Botschaftskanzlei ist immer auch ein Verwaltungsbau, von Fall zu Fall mit mehr oder weniger aufwendigem Gestaltungsanspruch verbunden.

Für die Erhaltung und Nutzung lagen auch architekturgeschichtliche Gründe vor.
Der Entwurf wurde in Montreal von einem kanadischen Architekturbüro konzipiert, die Umsetzung erfolgte durch einen Architekten aus Mülheim a.d. Ruhr. Das Objekt entsprach im Entwurf dem Zeitgeist der internationalen Architektur, als grauer Stahlbetonbau in einer klaren funktionsbestimmten Form mit Einsatz der dem Beton als Baumaterial eigenen und sich bietenden Gestaltungsmöglichkeiten in Form von Wandflächen, Scheiben und Stützen, mit brauneloxierten Fensterrahmen und getönten Fensterscheiben versehen.

In seiner Baukörperausbildung, in der Rückführung auf die funktionsbestimmt notwendige und gestaltete Betonkonstruktion entsprach das Objekt durchaus dem Zeitgeist der kanadischen Architektur. Im weitesten Sinne wirkte der Bau wie eine einem skelettierten Pilz gleichende Bauplastik. Er wies als breit langgestreckter, rundum freistehender Stahlbetonbaukörper mit Flachdach, vorspringenden Obergeschossen und mit dem offenen, auf Stützen stehenden Untergeschoss in der Baukörperbildung ganz ähnliche Architekturmerkmale auf wie die international beachtete, 1963 konzipierte und 1965 gebaute Simon-Frazer-University in Vanvouver des kanadischen Architekten Arthur Erickson. Die senkrechte dreidimensionale Fassadengliederung führte die horizontale Ausdehnung zu einem harmonischen Gestaltungskonzept und standfest ruhenden Solitärbaukörper.

Für die Erhaltung und Nutzung lagen weiterhin ortsgeschichtliche Gründe vor.
Zwischen Bonn und Bad Godesberg entwickelte sich seit 1949 als „Zwischenstadt“ ein neues Viertel unter dem Thema „Regierung“. Die kanadische Botschaft war Teil des Viertels, ein bedeutsamer Festpunkt sowohl inhaltlich, in seiner Funktion, als auch städtebaulich gestalterisch durch den deutlichen baulichen Ausdruck.

Für die Erhaltung und Nutzung lagen schließlich städtebauliche Gründe vor.
Als Botschaftsneubau (vergleichbar den Botschaftsbauten von Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, den USA, u.a.) war das Objekt bedeutend für die Geschichte der Bundesrepublik und erhaltenswert aus geschichtlichten und politisch geschichtlichen Gründen.

Als Teil des Regierungsviertels wurde dem Gebäude Bedeutung für die Geschichte der Stadt Bonn zugesprochen. Als Teil des Regierungsviertels, des Denkmalbereiches „Regierungsviertel“, bezogen auf die Stadtentwicklung von Bonn und Bad Godesberg wurde dem Objekt städtbaulicher Wert beigemessen. Benachbart zur niederländischen und zur österreichischen Botschaft, entstand ein bauliches Ensemble von Botschaftsneubauten. Zusammen mit den benachbarten Botschaftsbauten und dem gegenüberliegenden ursprünglichen Wohnhaus, das bis 1999 als Kanzlei der Botschaft der Republik Kolumbien genutzt wurde, hatte sich an der Friedrich-Wilhelm-Straße ein Nutzungsschwerpunkt der Ländervertretungen herausgebildet. Innerhalb des Regierungsviertels war das Objekt als Bau mit besonderer öffentlicher Funktion Festpunkt in der in den 1920er Jahren angelegten Wohnstraße.

Schließlich lagen für die Erhaltung politikgeschichtliche Gründe vor. Unter politischen Aspekten wird der Neubau 1967 als Geste der Verbundenheit, der Anerkennung der Bundesrepublik als Partner gewertet. Der Bau wart als Zeugnis der kanadisch-westdeutschen Beziehungen, als Ort und Festpunkt der politischen Beziehungen erhaltenswert.

Das Objekt wurde um 2000 baulich so verändert, dass der Denkmalwert nicht mehr zu begründen war.
nach oben

(Elke Janßen-Schnabel, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, 2005)

Quelle
Bauakte

Literatur

Krämer, Karl H. (Hrsg.) (1988)
Architektur Kanada. Stuttgart.
Le Papa, George (1971)
Trois siècles d 'Architecture au Canada. Quebec.
Niederwörmeier, Hartmut (1977)
Die deutschen Botschaftsgebäude 1871-1945. Darmstadt.
Ritchie, Thomas / Division of Building Research, National Research Council (Hrsg.) (1967)
Canada Builds 1867-1967. Toronto.
Sauter, Udo (1972)
Geschichte Kanadas. Stuttgart.
Zänker, Ursel (1969)
Bauen im Bonner Raum 49-69: Versuch einer Bestandsaufnahme. (Kunst und Altertum am Rhein 21.) S. 126-127, Düsseldorf.

Kanzlei der Botschaft von Kanada, Friedrich-Wilhelm-Straße 18

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Friedrich-Wilhelm-Straße 18
Ort
Bonn
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1967
Koordinate WGS84
50° 42′ 48,37″ N, 7° 07′ 49,23″ O / 50.71343°, 7.13034°
Koordinate UTM
32U 368005.02 5619625.7
Koordinate Gauss/Krüger
2579877.77 5620377.53

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Kanzlei der Botschaft von Kanada, Friedrich-Wilhelm-Straße 18”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-20465-20111107-32 (Abgerufen: 23. November 2017)
Seitenanfang