Arbeiten ím Steinbruch Weilberg im Siebengebirge, im Bild der Anschluss an die Heisterbacher Talbahn (historisches Foto, erste Hälfte 20. Jahrhunderts).
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Heisterbacher Talbahn: Der Steinbrecher am Weilberg. Nachdem das Gebäude einem Brand zum Opfer fiel hat man Anfang der 1970er Jahre das Fundament abgebrochen (1958).
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Anschluss des Steinbruchs Weilberg an die Heisterbacher Talbahn (1929, StAStAug SN175/00736).
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Steinbruch Weilberg im Siebengebirge (2011)
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Heisterbacher Talbahn: Durch diesen Geländeeinschnitt verlief das Anschlussgleis an den Steinbruch Weilberg (2024).
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Heisterbacher Talbahn: Am ehemaligen Standort des Weilberger Steinbrechers finden sich noch die Mauern der Laderampen (2024).
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Arbeiten ím Steinbruch Weilberg im Siebengebirge, im Bild der Anschluss an die Heisterbacher Talbahn (historisches Foto, erste Hälfte 20. Jahrhunderts).
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Heisterbacher Talbahn: Der Steinbrecher am Weilberg. Nachdem das Gebäude einem Brand zum Opfer fiel hat man Anfang der 1970er Jahre das Fundament abgebrochen (1958).
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Anschluss des Steinbruchs Weilberg an die Heisterbacher Talbahn (1929, StAStAug SN175/00736).
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Heisterbacher Talbahn: Durch diesen Geländeeinschnitt verlief das Anschlussgleis an den Steinbruch Weilberg (2024).
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Heisterbacher Talbahn: Am ehemaligen Standort des Weilberger Steinbrechers finden sich noch die Mauern der Laderampen (2024).
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Die als Stichbahn ausgeführte Anschlusstrecke zum Steinbruch Weilberg ist ein Relikt der Heisterbacher Talbahn (vgl. zu dieser ausführlicher dort). Diese Schmalspurbahn auf einer rund 7 Kilometer langen Strecke diente dem Transport von Gütern aus den Gruben und Steinbrüchen des Siebengebirges und war zeitweise auch für den Personenverkehr zugelassen.
Die Heisterbacher Talbahn Der Anschluss Königswinters an die Eisenbahn 1870 ist der Startschuss für einen intensiven Basaltabbau im Siebengebirgsraum. Früh geraten die basaltischen Vorkommen u.a. des 245 Metern über Normalnull (ü. NN) hohen Weilbergs in das Visier der Steinindustrie. Auf Betreiben von örtlichen Unternehmern, Steinbruchbesitzern und -betreibern beginnt man 1889 mit den Planungen einer schließlich 1891 eröffneten Schmalspurbahn, um die Basaltvorkommen des Hinterlands zu erschließen. Die Heisterbacher Talbahn (HTB) führte insgesamt über eine insgesamt 7,2 Kilometer lange Strecke (ohne die abzweigenden Strecken mehrerer Stichbahnen) von Niederdollendorf über Oberdollendorf, Kloster Heisterbach, Heisterbacherrott und Thomasberg bis zur Grengelsbitze. 1892 wird auch der Personenverkehr aufgenommen.
Im März 1893 erfolgt der Anschluss des Steinbruchs am Weilberg, der zusammen mit dem Bruch am Limberg einer der umsatzstärksten Kunden der HTB wird. Nach dem die Gesamtransportmenge von 1904 bis 1914 im Schnitt bei jährlichen 130.000 bis 180.000 Tonnen liegt und 1911 mit 201.000 Tonnen das Maximum erreicht wird, brechen die Tonnagezahlen dann mit dem Ersten Weltkrieg um über die Hälfte ein und erholen sich nach 1918 nur kaum. 1929 kommt alles zusammen, die allgemeine Wirtschaftskrise und ein klirrender Winter, der jegliche Bauarbeiten, den Schiffsverkehr und auch die Steinbrüche lahmlegt. Die drei verbliebenen Brüche von Scharfenberg, Limperichsberg und Weilberg liefern 1930 insgesamt nur noch 56.000 Tonnen talwärts. Während des Zweiten Weltkriegs stellt der Steinbruch Weilberg 1942 kriegsbedingt den Betrieb ein. Der Steintransport ist Geschichte und die nur Gleise der HTB werden nach und nach größtenteils abgebaut. 1948 wird der Bahnbetrieb endgültig eingestellt, 1950 erfolgt die offizielle Stilllegung der Heisterbacher Talbahn.
Das Relikt der Anschlusstrecke zum Weilberg Nur wenig ist von der Bahn erhalten, deren Trasse in der heutigen Landstraße L 268 aufgeht. Eine Ausnahme stellt die als Stichbahn ausgeführte Anschlusstrecke des Weilbergs dar. Beginnend an der Passhöhe „Scheid“ auf einer Höhe von 191 Metern ü. NN verlief die insgesamt 500 Meter lange Gleistrasse erst in einem Geländeeinschnitt nach Norden und bog dann nach 260 Metern auf etwa 210 Metern ü. NN nach Westen ab, um so an die Westseite des Weilbergs zu gelangen. Dabei durchfuhr die Strecke einen 86 Meter langen Tunnel und erreichte nach weiteren 250 Metern den Brecher mit den Verladeanlagen.
In unmittelbarer Nähe zum Basalt- und Trachyttuff-Steinbruch Weilberg - etwas unterhalb, an der Zweigung der beiden Zugänge zum Steinbruch gelegen - befinden sich die Reste der mittlerweile überwucherten, aber in ihren Dimensionen noch gut erkennbaren Verladerampe. Der Streckenverlauf ist im Gelände noch gut nachzuvollziehen, insbesondere die Geländeeinschnitte vor und nach dem heute verschütteten Tunnel. Am Standort des Brechers sind bergseitig Stützmauern aus Stampfbeton erhalten sowie darüber das Fundament einer höher verlaufenden Ladebrücke, die vormals in den Brecher führt. Das Gebäude des Steinbrechers selbst fiel einem Brand zum Opfer, Anfang der 1970er-Jahre hat man das Fundament abgebrochen. Ein Gleisplan aus dem Jahr 1929 zeigt die damalige Situation.
Datierung: 1893-1942. Zugang: Der Weilberg ist über einen offiziellen Weg erreichbar, von dem aus man den Geländeeinschnitt vor dem verschütteten Tunnel gut sehen kann. Das ehemalige Gebäude des Haltepunktes ist von außen einzusehen und Spuren der früheren Verladeanlagen sind im Gelände erkennbar.
(Jörn Kling, 2025 / kleinere Vorarbeiten der LVR-Redaktion KuLaDig, 2011, und Ergänzungen von Franz-Josef Knöchel, Digitales Kulturerbe LVR, 2026)
Quelle Stadtarchiv Sankt Augustin, SN 175,736: Weilberg, Gleisanschluss (Basalt-AG Linz).
Internet www.niederdollendorf.de: Zur Streckenführung der Heisterbacher Talbahn (mit mehreren historischen Karten und Plänen der HTB, abgerufen 26.05.2026) virtuellesbrueckenhofmuseum.de: Heisterbacher Talbahn (abgerufen 26.05.2026) de.wikipedia.org: Heisterbacher Talbahn (abgerufen 19.07.2011) www.brueckenhof.cktdaten.de: „Modellanlage Weilberg“ - maßstabgetreu gebaut zur Heisterbacher Talbahn (abgerufen 19.07.2011, Inhalt nicht mehr verfügbar 19.02.2018)
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