Benediktinerinnenpriorat Sankt Mauritius

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Replik einer Zeichnung aus dem Kirchenarchiv St. Mauritius mit dem neugotischen Kirchenbau am früheren Standort des Benediktinerinnenpriorats Sankt Mauritius in Köln (unbekannter Künstler aus dem späten 19. Jahrhundert)

    Replik einer Zeichnung aus dem Kirchenarchiv St. Mauritius mit dem neugotischen Kirchenbau am früheren Standort des Benediktinerinnenpriorats Sankt Mauritius in Köln (unbekannter Künstler aus dem späten 19. Jahrhundert)

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  • Der neugotische Kirchturm und die moderne polygonale Einraumkirche St. Mauritius am früheren Standort des Benediktinerinnenpriorats Sankt Mauritius in Köln (2012).

    Der neugotische Kirchturm und die moderne polygonale Einraumkirche St. Mauritius am früheren Standort des Benediktinerinnenpriorats Sankt Mauritius in Köln (2012).

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Patrozinium: Mauritius.
Orden: Benediktinerinnenpriorat (Frauenkloster).
Geschichte (Gründung und Entwicklung bis um 1200):
1144 schlichtete der Kölner Erzbischof Arnold I. einen Streit zwischen der Kölner Benediktinerabtei St. Pantaleon und einem Kölner Bürger Hermann, weil dieser die von ihm erbaute Kirche wieder abreißen lassen wollte. Die Abtei behauptete, sie stehe auf ihrem Grund und sei infolgedessen ihre Eigenkirche, umso mehr, als der Kirchenpatron Mauritius ein Mitglied der Thebäischen Legion, möglicherweise vom Kloster St. Pantaleon übernommen worden war.
Jedenfalls wurden die Gebeine des Maurinus im Atrium der Kirche St. Pantaleon aufgefunden und vom Kölner Erzbischof Brun in der Benediktkapelle des dortigen Kreuzganges beigesetzt. Sollte es sich wegen der Namensähnlichkeit um eine Verwechslung gehandelt haben, dann wäre der Beweis für eine Abhängigkeit der Mauritiuskirche von der Abtei erbracht gewesen. Auf dieser Basis fällte Erzbischof Arnold seine Entscheidung: Die Kirche wurde dem Schutz des heiligen Mauritius unterstellt. Ihr angesiedelt wurden die Benediktinerinnen aus der Siegburger Propstei Nonnenwerth; sie erhielten im Westturm der Kirche mit seiner Michaelskapelle einen Gottesdienstraum, während die eigentliche Kirche dem Pfarrgottesdienst reserviert blieb.
Der Frauenkonvent war der Leitung des Abtes von St. Pantaleon unterstellt, weswegen die Vorsteherin des Konvents nur den Titel „magistra“ führen durfte. Der Kirche wurden Pfarrechte zugesprochen mit einem Weltpriester, den der Abt zu investieren habe. Den Gottesdienst für die Nonnen sollten zwei Mönche von St. Pantaleon versehen. Auch in wirtschaftlichen Angelegenheiten war der Konvent von der Abtei abhängig (Engels 2006).

Gegründet 1144 (Benediktinerinnen), aufgehoben 1802 (Bönnen / Hirschmann 2006).

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Literatur

Bönnen, Gerold; Hirschmann, Frank G. (2006)
Klöster und Stifte von um 1200 bis zur Reformation. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.3.) Bonn.
Engels, Odilo (2006)
Klöster und Stifte von der Merowingerzeit bis um 1200. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.2.) Bonn.

Benediktinerinnenpriorat Sankt Mauritius

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Mauritiuskirchplatz
Ort
Köln
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1144, Ende 1802
Koordinate WGS84
50° 55′ 59,97″ N, 6° 56′ 40,37″ O / 50.93332°, 6.94455°
Koordinate UTM
32U 355569.45 5644422.18
Koordinate Gauss/Krüger
2566442.91 5644654.23

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„Benediktinerinnenpriorat Sankt Mauritius”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-13596-20110718-23 (Abgerufen: 13. Dezember 2017)
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