Augustiner-Chorfrauenstift Solingen-Gräfrath

Kloster Gräfrath, heute Deutsches Klingenmuseum

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Solingen
Kreis(e): Solingen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Ausschnitt aus der "Karte der politischen und administrativen Eintheilung der heutigen preussischen Rheinprovinz für das Jahr 1789, Blatt II, Elberfeld-Essen" (Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz von Wilhelm Fabricius, 1894).

    Ausschnitt aus der "Karte der politischen und administrativen Eintheilung der heutigen preussischen Rheinprovinz für das Jahr 1789, Blatt II, Elberfeld-Essen" (Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz von Wilhelm Fabricius, 1894).

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    Fabricius, Wilhelm / gemeinfrei
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Patrozinium: Maria.
Orden: Augustiner-Chorfrauenstift (Frauenkloster).
Geschichte (Gründung und Entwicklung bis um 1200):
Ursprünglich Kapelle auf Grundbesitz, der dem Kloster Vilich (Benediktinerinnen, ab ca. 1200 Kanonissen) gehörte, mit einem „Collegium“ (von Kanonikern?), das die der Abtei Deutz gehörende Pfarrei innehatte. Auf die Initiative der Äbtissin Elisabeth von Vilich hin (1185) wurde der betreffende Besitz gegen jährliches Entgelt aus dem Pfarrbezirk herausgelöst, bildete fortan eine eigene Pfarrei, die vom neuen „sacrum collegium“ betreut werden sollte.
1187 Gründung als Augustinerinnenstift durch den Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg. Dadurch Gräfrath ein Eigenstift der Kölner Kirche, was Vilich schon längst war. Gräfrath sollte künftig dem „ius dominii“ von Vilich unterstehen. Aus dem dort angeschlossenen Kanonikerkonvent sollte der Propst für Gräfrath bestellt werden. Sich aus der starken Abhängigkeit von Vilich zu befreien, bemühte sich Gräfrath schon bald nach seiner Gründung. Die Vögte von Vilich (die Grafen von Molbach und von Jülich) tauchen in Gräfrath nicht auf, vielleicht weil das Stift unter dem Schutz des Erzbischofs stand (Engels 2006).

Aufhebung 1803 (Bönnen / Hirschmann 2006)

1686 brannten das Klostergebäude und die Kirche nieder und wurden 1704 wieder aufgebaut. Heute beherbergt das ehemalige Kloster das Deutsche Klingenmuseum.

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Literatur

Bönnen, Gerold; Hirschmann, Frank G. (2006)
Klöster und Stifte von um 1200 bis zur Reformation. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.3.) Bonn.
Engels, Odilo (2006)
Klöster und Stifte von der Merowingerzeit bis um 1200. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.2.) Bonn.

Augustiner-Chorfrauenstift Solingen-Gräfrath

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Klosterhof
Ort
Solingen - Gräfrath
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1187, Ende 1803
Koordinate WGS84
51° 12′ 34,4″ N, 7° 04′ 20,74″ O / 51.20956°, 7.07243°
Koordinate UTM
32U 365358.7 5674894.3
Koordinate Gauss/Krüger
2574984.66 5675506.5

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„Augustiner-Chorfrauenstift Solingen-Gräfrath”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-13326-20110715-7 (Abgerufen: 23. September 2017)
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