Jüdischer Friedhof Wesseling

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Wesseling
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof in der Römerstraße in Wesseling (2011).

    Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof in der Römerstraße in Wesseling (2011).

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  • Blick von außen auf den jüdischen Friedhof in der Römerstraße in Wesseling (2011).

    Blick von außen auf den jüdischen Friedhof in der Römerstraße in Wesseling (2011).

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Die jüdische Gemeinde in Wesseling seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Seit dem 18. Jahrhundert sind Nachrichten über eine kontinuierliche jüdische Besiedlung überliefert. 1806 lebten in der Bürgermeisterei Hersel (inklusive Wesseling) 63 Juden. In der napoleonischen Zeit wurde der Synagogenverband Hersel gegründet, der die Juden in Hersel, Widdig, Rheindorf und Wesseling umfasste. 1855 wurde die Synagogengemeinde Wesseling mit den Spezialgemeinden Wesseling, Hersel und Bornheim konstituiert. 1930 trennten sich Hersel und Wesseling von Bornheim. 1932 waren Hersel (7 Personen) und Widdig (9) angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: o. A., um 1880: 92 (1885), 1932: 61, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1822 (oder 1850) wurde eine Synagoge errichtet, die 1938 in Brand gesetzt und völlig zerstört wurde (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhof: Ein jüdischer Friedhof wird für Wesseling erstmals 1783 erwähnt. Ob dieser mit dem heute noch erhaltenen identisch ist, ist unbekannt.
Der in der Römerstraße gelegene Begräbnisplatz wurde bereits vor 1783 belegt und 1797 erworben, 1862 erweitert wurde er bis 1940 genutzt. Auf dem in den 1950er Jahren geschändeten Friedhof sind 81 Grabsteine erhalten, ein Gedenkstein wurde von der Gemeinde Wesseling errichtet.
„Der Friedhof, der in den späten 50iger Jahren von Neo-Nazis geschändet wurde, befindet sich heute in einem gepflegten Zustand.“ (uni-heidelberg.de)

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Wesseling (abgerufen 03.05.2016)

Literatur

Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 214-216, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Jüdischer Friedhof Wesseling

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Römerstraße / Mühlenweg
Ort
50389 Wesseling
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1783
Koordinate WGS84
50° 49′ 41,36″ N, 6° 58′ 34,97″ O / 50.82816°, 6.97638°
Koordinate UTM
32U 357485.59 5632666.98
Koordinate Gauss/Krüger
2568835.49 5632984.3

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„Jüdischer Friedhof Wesseling”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-13003-20110705-21 (Abgerufen: 20. Oktober 2017)
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