Jüdischer Friedhof Schermbeck

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Schermbeck
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof am Bösenberg / Gartenstraße in Schermbeck (2008).

    Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof am Bösenberg / Gartenstraße in Schermbeck (2008).

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Die jüdische Gemeinde Schermbeck seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl der jüdischen Einwohner in Schermbeck, Brünen und Krudenburg stark an; danach sank ihre Zahl wieder ab (Reuter 2007, weitere Angaben zur Gemeinde unter Synagoge Schermbeck).
Ein weiterer Friedhof der jüdischen Gemeinde Schermbeck befindet sich in Krudenburg, einem heutigen Ortsteil von Hünxe.

Friedhof: Ein Judenfriedhof in Schermbeck wird erstmals 1681 genannt, es ist unbekannt, ob er mit dem heute noch erhaltenen am Bösenberg / Gartenstraße (Flur 10, Nr. 45) identisch ist (Reuter 2007) oder ob eine Unterscheidung nach alter und neuer Parzelle korrekt wäre. Der 1661 erstmals auftretende Name für die Erhebung geht möglicherweise auf einen früheren Richtplatz vor Ort zurück. „auff dem bösen bergh“ ist für den 30. August 1678 erstmals eine jüdische Bestattung belegt (Kammeier-Nebel u. Schiffer 2017, S. 32ff.).

Den Grabsteinen nach wurde der bis heute erhaltene Begräbnisplatz nachweislich von 1801 bis 1935 belegt. Die Angaben zu den vor Ort erhaltenen Grabsteinen variieren indes: uni-heidelberg.de nennt 31 hier erhaltene Grabsteine. Kammeier-Nebel u. Schiffer (2017, S. 16-17) listen 2 Gedenksteine und 34 Grabsteine auf und de.wikipedia.org nennt 36 Grabsteine.
33 Inschriften, darunter auch die von zwei Gedenksteinen für die Familien Adelsheimer von 1986 und Schönbach von 2000, sind in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts dokumentiert.

Der Jüdische Friedhof in Schermbeck (Flur 10, Flurstück 45) ist seit dem 5. April 2007 Baudenkmal (Teil A der Denkmalliste der Gemeinde Schermbeck, Nr. 34).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2017)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Schermbeck (abgerufen 04.07.2011 und 09.11.2017)
www.steinheim-institut.de: epidat, Schermbeck (abgerufen 11.03.2014 und 09.11.2017)
www.rp-online.de: Erinnerungen an die jüdische Gemeinde (RP-online vom 30.09.2017, abgerufen 09.11.2017)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof (Schermbeck) (abgerufen 09.11.2017)
de.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Schermbeck (abgerufen 09.11.2017)

Literatur

Kammeier-Nebel, Andrea; Schiffer, Walter / Jüdisches Museum Westfalen (Hrsg.) (2017)
Der jüdische Friedhof in Schermbeck. Ein kleiner Leitfaden. Dorsten.
Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 607-609, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 79, Bonn.

Jüdischer Friedhof Schermbeck

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Bösenberg / Gartenstraße
Ort
46514 Schermbeck
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1678 bis 1801
Koordinate WGS84
51° 41′ 43,74″ N, 6° 52′ 5,53″ O / 51.69548°, 6.8682°
Koordinate UTM
32U 352667.83 5729321.28
Koordinate Gauss/Krüger
2560072.44 5729379.13

Empfohlene Zitierweise

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„Jüdischer Friedhof Schermbeck”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12937-20110704-4 (Abgerufen: 13. Dezember 2017)
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