Jüdischer Friedhof Schermbeck

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Schermbeck
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof am Bösenberg / Gartenstraße in Schermbeck (2008).

    Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof am Bösenberg / Gartenstraße in Schermbeck (2008).

    Copyright-Hinweis:
    Scheffler, Helmut
    Fotograf/Urheber:
    Helmut Scheffler
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Die jüdische Gemeinde Schermbeck seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl der jüdischen Einwohner in Schermbeck, Brünen und Krudenburg stark an; danach sank ihre Zahl wieder ab. Im 19. Jahrhundert bildeten die Schermbecker Juden eine Filialgemeinde der Synagogengemeinde Wesel; 1932 waren sie selbständig.
Gemeindegröße um 1815: Etwa 30 (1807), um 1880: 45 (1885), 1932: 14, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1798 wird erstmals ein Betsaal genannt. 1810 wurde ein Neubau errichtet, der bis Mitte der 1930er Jahre als Synagoge genutzt wurde. 1938 wurde die Synagoge verwüstet, 1945 durch einen Luftangriff zerstört (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhof: Ein Friedhof wird erstmals 1681 genannt, es ist unbekannt, ob er mit dem noch erhaltenen am Bösenberg / Gartenstraße (Flur 10, Nr. 45) identisch ist. Belegt wurde der Begräbnisplatz nachweislich von 1801 bis 1935, 31 Grabsteine sind hier erhalten.
33 Inschriften aus den Jahren 1801 bis 1943 sind in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts dokumentiert.
Ein weiterer Friedhof befindet sich in Krudenburg (heute Gemeinde Hünxe).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Schermbeck (abgerufen 04.07.2011)
www.steinheim-institut.de: epidat, Schermbeck (abgerufen 11.03.2014)

Literatur

Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 607-609, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 79, Bonn.

Jüdischer Friedhof Schermbeck

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Bösenberg / Gartenstraße
Ort
46514 Schermbeck
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1681 bis 1801
Koordinate WGS84
51° 41′ 43,57″ N, 6° 52′ 4,94″ O / 51.69544°, 6.86804°
Koordinate UTM
32U 352656.32 5729316.26
Koordinate Gauss/Krüger
2560061.14 5729373.63

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Jüdischer Friedhof Schermbeck”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12937-20110704-4 (Abgerufen: 23. September 2017)
Seitenanfang