Jüdischer Friedhof Krudenburg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Hünxe
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die jüdische Gemeinde Schermbeck seit dem frühen 19. Jahrhundert
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl der jüdischen Einwohner in Schermbeck, Brünen und Krudenburg stark an; danach sank ihre Zahl wieder ab (Reuter 2007, weitere Angaben zur Gemeinde unter Synagoge Schermbeck).

Jüdische Einwohner in Krudenburg
In den 1870er bis 1890er Jahren gab es in Krudenburg (auch Crudenburg, seit 1975 ein Ortsteil der Gemeinde Hünxe) offenbar vier jüdische Familien, die zwar die rund 11 Kilometer entfernt gelegene Schermbecker Synagoge nutzten, aber in Krudenburg bestatteten: die Familien Seligmann Wolf, Aaron Wolf, van Gelder und Katzenstein (vgl. die 1963 von Kurt von Mallinckrodt sen. gehaltene Rede zum Dorfjubiläum samt korrigierender Anmerkungen unter www.krudenburg.info).

Friedhof
Der nördlich des Ortes Krudenburg an der Kreuzung Krudenburger Weg / Dorfstraße erhaltene Friedhof wurde lediglich in der Zeitspanne zwischen 1878 und 1895 belegt.
Auf dem jüdischen Begräbnisplatz sollen im März 1920 auch sieben Rotfrontkämpfer bestattet worden sein, die bei Unruhen bei Drevenack ums Leben gekommen waren (www.krudenburg.info).
Bis auf zwei erhaltene Grabsteine sind sämtliche Steine verloren gegangen. Auf dem Friedhof befinden sich heute noch zwei Gedenksteine (uni-heidelberg.de).

Der Jüdische Friedhof in Krudenburg ist seit dem 6. Juni 2008 Baudenkmal (Teil A der Denkmalliste der Gemeinde Hünxe, Nr. 41).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2017)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Krudenburg (abgerufen 09.11.2017)
www.krudenburg.info: Historische Reden (abgerufen 09.11.2017)
de.wikipedia.org: Krudenburg (abgerufen 09.11.2017)
de.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Hünxe (abgerufen 09.11.2017)

Literatur

Brocke, Michael; Mirbach, Hartmut (1988)
Grenzsteine des Lebens - Auf jüdischen Friedhöfen am Niederrhein. S. 92, Duisburg.
Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 494-495, Stuttgart.
Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 608-609, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 79, Bonn.

Jüdischer Friedhof Krudenburg

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Krudenburger Weg
Ort
46569 Hünxe - Krudenburg
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1678 bis 1801
Koordinate WGS84
51° 39′ 13,85″ N, 6° 45′ 3,18″ O / 51.65385°, 6.75088°
Koordinate UTM
32U 344417.96 5724934.73
Koordinate Gauss/Krüger
2552008.53 5724656.66

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Jüdischer Friedhof Krudenburg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-273482 (Abgerufen: 19. November 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang