Klosterruine Stuben bei Bremm

ehemaliges Augustiner-Chorfrauen-Stift

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bremm
Kreis(e): Cochem-Zell
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Blick auf die Klosterruine Stuben bei Bremm (2017)

    Blick auf die Klosterruine Stuben bei Bremm (2017)

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  • Moselschleife bei Bremm im Winter (2017)

    Moselschleife bei Bremm im Winter (2017)

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  • Die Kirchenruine des ehemaligen Augustiner-Chorfrauen-Stifts "Kloster Stuben" (2010), im Hintergrund der Ort Bremm mit der dortigen St.-Laurentius-Kirche.

    Die Kirchenruine des ehemaligen Augustiner-Chorfrauen-Stifts "Kloster Stuben" (2010), im Hintergrund der Ort Bremm mit der dortigen St.-Laurentius-Kirche.

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  • Innenansicht der Klosterruine in Stuben (2017)

    Innenansicht der Klosterruine in Stuben (2017)

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  • Die Moselschleife bei Bremm, aufgenommen aus westlicher Richtung vom Weinberg Calmont aus (2006).

    Die Moselschleife bei Bremm, aufgenommen aus westlicher Richtung vom Weinberg Calmont aus (2006).

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  • Moselschleife bei Bremm (2017)

    Moselschleife bei Bremm (2017)

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  • Außenansicht der Südwand des Langhauses der Klosterruine in Stuben (2017)

    Außenansicht der Südwand des Langhauses der Klosterruine in Stuben (2017)

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  • Blick auf die Klosterruine Stuben bei Bremm (2017)

    Blick auf die Klosterruine Stuben bei Bremm (2017)

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  • Der Calmont an der Terrassenmosel im Winter (2017)

    Der Calmont an der Terrassenmosel im Winter (2017)

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  • Blick auf die Klosterruine Stuben bei Bremm (2017)

    Blick auf die Klosterruine Stuben bei Bremm (2017)

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  • Grenzstein des Kloster Stuben bei Bremm (2017)

    Grenzstein des Kloster Stuben bei Bremm (2017)

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  • Historische Kreuzwegstation des Klosters in Stuben (2017)

    Historische Kreuzwegstation des Klosters in Stuben (2017)

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  • Moselschleife bei Bremm (2017)

    Moselschleife bei Bremm (2017)

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  • Sicht auf den Calmont von Westen mit Blickrichtung Osten (2017)

    Sicht auf den Calmont von Westen mit Blickrichtung Osten (2017)

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  • Historische Kreuzwegstation des Klosters in Stuben (2017)

    Historische Kreuzwegstation des Klosters in Stuben (2017)

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  • Blick auf die Klosterruine in Stuben (2017)

    Blick auf die Klosterruine in Stuben (2017)

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  • Calmont bei Bremm (2017)

    Calmont bei Bremm (2017)

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  • Blick auf den Calmont (2017)

    Blick auf den Calmont (2017)

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  • Moselschleife bei Bremm mit Sicht auf den Calmont und die Ruine der Klosterkirche in Stuben (2017).

    Moselschleife bei Bremm mit Sicht auf den Calmont und die Ruine der Klosterkirche in Stuben (2017).

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  • Informationstafel im Calmont an der Mosel (2017)

    Informationstafel im Calmont an der Mosel (2017)

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Reguliertes Kanonissenstift.
1137 bestätigte der Trierer Erzbischof Albero von Montreuil (um 1080/1085-1152, Erzbischof von Trier 1132-1152), dass ein Egelolf, vermutlich Ministeriale, sein Haus in Stuben mit Weinberg und anderem Besitz dem Chorherrenstift Springiersbach übertragen habe, damit eine „cella“ entsprechend dem Wunsch seiner Tochter Gisela errichtet werde, die mit Gefährtinnen dort ein weltabgewandtes Leben führen wolle.
Schon zu 1145 ist eine Kapelle mit dem Nikolauspatrozinium genannt. Erzbischof Albero begrenzte die Zahl der Kanonissen auf maximal 100 (Engels 2006, S. 81).

Patrozinium: Nikolaus.
Orden: Augustiner-Chorfrauen.
Gründung: 1145.
Aufhebung: 1794 (Bönnen / Hirschmann 2006, S. 43).

Urkundliche Belege
Die vorab genannte Bestätigung der Stiftung des Klosters Stuben durch den Trierer Erzbischof Albero 1137 im Wortlaut der Urkunde (MRhUB 1, Nr. 495):
Albero dei gratia Treuirorum archiepiscopus (…) quod bone memorie quidam fidelis laicus Egelolffus domum cum capella. uineam et quicquid habebat in insula super ripam Moselle. pro remedio anime sue et uxoris simulque dilectione filie sue Gisele. que spretis omnibus mortalibus immortalem sibi sponsum Christi elegit. ecclesie Sprenkirbacensi tradidit. ea ratione. ut ibidem cella ad honorem dei edificaretur.

Im Jahr 1190 beurkundet Erzbischof Johann I. (um 1140-1212, Erzbischof von Trier 1190-1212) dann, dass er die Klosterkirche geweiht und ihr u.a. die Kirche zu „Tunechyngen“ (Düngenheim, ebenfalls heutiger Kreis Cochem-Zell) geschenkt habe (MRhUB 2, Nr. 112):
Ego Johannes treuerensis ecclesie minister humilis tam presentibus quam futuris in perpetuum. (…) nos eadem forma cappelam in tunechyngen. (…)

Im Jahr 1208 schenkt der Ritter Heinrich von Ulmen dem Kloster Stuben das Sanctuarium s. Crucis, ein um 964 in Byzanz entstandenes kaiserliches Kreuzreliquiar (ein Behälter, in dem angebliche Teile vom Kreuz Christi aufbewahrt werden). Heinrich hatte dieses während des Vierten Kreuzzugs bei der Einnahme und Plünderung von Konstantinopel (seit 1930 die türkische Stadt Istanbul) an sich gebracht. Das heute als „Limburger Staurothek“ bekannte Reliquiar wurde bis 1794 in Stuben aufbewahrt und gehört heute zum Schatz des Doms zu Limburg (MRhUB 2, Nr. 235):
(…) Ego Henricus de vlmene super omnes terrenas possessiones cordi meo semper dulcissimum. videlicet Sanctuarium s. Crucis et plures reliquias cum omnibus pertinentiis (…) pro remedio anime mee et vxoris mee Irmgardis.

Die romanische Kirche wurde 1685 durch eine Kirche im gotischen Stil ersetzt. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Kloster in ein reines Damenstift umgewandelt, jedoch mussten die Frauen aufgrund der französischen Revolution fliehen. Die Preußen nahmen das Kloster in Besitz und verkauften es schließlich 1820. Die Ruine der einschiffigen Klosterkirche sowie mehrere Kreuzwegstationen die zur Petersbergkapelle führten sind heute noch erhalten.

Kulturdenkmal
Die Gemarkung „Ruine des Klosters Stuben in der Moselschleife östlich des Ortes“ (einschiffige Klosterkirche) ist als geschütztes Kulturdenkmal ausgewiesen (Denkmalverzeichnis Kreis Cochem-Zell 2014, S. 8).

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2015 / Ergänzungen von Madeleine Weyand, Universität Bonn, 2017)

Internet
www.bremm-mosel.de: Klosterruine Stuben (abgerufen am 15.05.2017)
bistumlimburg.de: Museen im Bistum Limburg, Domschatz- und Diözesanmuseum in Limburg (abgerufen 07.11.2018)

Literatur

Beyer, Heinrich; Eltester, Leopold; Goerz, Adam u.a. (1874)
Mittelrheinisches Urkundenbuch, Urkundenbuch zur Geschichte der mittelrheinischen Territorien. Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preußischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien, Ausgabe Coblenz, 3 Bände 1860-1874 (MRhUB). Koblenz.
Bönnen, Gerold; Hirschmann, Frank G. (2006)
Klöster und Stifte von um 1200 bis zur Reformation. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.3.) Bonn.
Engels, Odilo (2006)
Klöster und Stifte von der Merowingerzeit bis um 1200. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.2.) Bonn.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2014)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Cochem-Zell (Denkmalverzeichnis Kreis Cochem-Zell, 31. März 2014). Koblenz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de, Cochem-Zell, abgerufen am 26.11.2015

Klosterruine Stuben bei Bremm

Schlagwörter
Ort
56814 Bremm
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1137 bis 1145, Ende 1794
Koordinate WGS84
50° 06′ 16,09″ N, 7° 07′ 21,87″ O / 50.10447°, 7.12274°
Koordinate UTM
32U 365758.46 5551933.57
Koordinate Gauss/Krüger
2580364.42 5552632.65

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„Klosterruine Stuben bei Bremm”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-124936-20150515-2 (Abgerufen: 16. November 2018)
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