Klosterruine Stuben bei Bremm

ehemaliges Augustiner-Chorfrauen-Stift

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bremm
Kreis(e): Cochem-Zell
Bundesland: Rheinland-Pfalz
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Reguliertes Kanonissenstift.
1137 bestätigte der Trierer Erzbischof Albero von Montreuil (um 1080/1085-1152, Erzbischof von Trier 1132-1152), dass ein Egelolf, vermutlich Ministeriale, sein Haus in Stuben mit Weinberg und anderem Besitz dem Chorherrenstift Springiersbach übertragen habe, damit eine „cella“ entsprechend dem Wunsch seiner Tochter Gisela errichtet werde, die mit Gefährtinnen dort ein weltabgewandtes Leben führen wolle. Schon zu 1145 ist eine Kapelle mit dem Nikolauspatrozinium genannt. Erzbischof Albero begrenzte die Zahl der Kanonissen auf maximal 100 (Engels 2006, S. 81).

Patrozinium: Nikolaus.
Orden: Augustiner-Chorfrauen.
Gründung: 1145.
Aufhebung: 1794 (Bönnen / Hirschmann 2006, S. 43).

Das im 13. Jahrhundert von Heinrich von Ulmen dargebrachte Kreuzreliquiar, die Staurothek, wurde bis 1794 in Stuben aufbewahrt und wird heute in Limburg verehrt. Die romanische Kirche wurde 1685 durch eine Kirche im gotischen Stil ersetzt. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Kloster in ein reines Damenstift umgewandelt, jedoch mussten die Frauen aufgrund der französischen Revolution fliehen. Die Preußen nahmen das Kloster in Besitz und verkauften es schließlich 1820. Die Ruine der einschiffigen Klosterkirche sowie mehrere Kreuzwegstationen die zur Petersbergkapelle führten sind heute noch erhalten.

Die Gemarkung „Ruine des Klosters Stuben in der Moselschleife östlich des Ortes“ (einschiffige Klosterkirche) ist als geschütztes Kulturdenkmal ausgewiesen (Denkmalverzeichnis Kreis Cochem-Zell 2014, S. 8).

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2015 / Ergänzungen von Madeleine Weyand, Universität Bonn, 2017)

Internet
www.bremm-mosel.de: Klosterruine Stuben (abgerufen am 15.05.2017)

Literatur

Bönnen, Gerold; Hirschmann, Frank G. (2006)
Klöster und Stifte von um 1200 bis zur Reformation. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.3.) Bonn.
Engels, Odilo (2006)
Klöster und Stifte von der Merowingerzeit bis um 1200. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.2.) Bonn.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2014)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Cochem-Zell (Denkmalverzeichnis Kreis Cochem-Zell, 31. März 2014). Koblenz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de, Cochem-Zell, abgerufen am 26.11.2015

Klosterruine Stuben bei Bremm

Schlagwörter
Ort
56814 Bremm
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1137 bis 1145, Ende 1794
Koordinate WGS84
50° 06′ 16,09″ N, 7° 07′ 21,87″ O / 50.10447°, 7.12274°
Koordinate UTM
32U 365758.46 5551933.57
Koordinate Gauss/Krüger
2580364.42 5552632.65

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„Klosterruine Stuben bei Bremm”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-124936-20150515-2 (Abgerufen: 23. Mai 2018)
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