Jüdischer Friedhof Müddersheim

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Vettweiß
Kreis(e): Düren
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Jüdischer Friedhof Müddersheim, Gemeinde Vettweiß (2009)

    Jüdischer Friedhof Müddersheim, Gemeinde Vettweiß (2009)

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Die jüdische Gemeinde seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Spätestens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörten die Müddersheimer Juden zur Synagogengemeinde Lüxheim.
Gemeindegröße um 1815: ohne Angabe, um 1880: 8 (1885), 1932: 5 (1933), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Um 1842 sollte eine Synagoge in Müddersheim gebaut werden. Schon früher hatte eine Betstube bestanden, die aber inzwischen baufällig war. Der Bauplan wurde zwar offensichtlich verwirklicht, doch besuchten den Müddersheimer Juden Ende des 19. Jahrhunderts die Synagoge in Lüxheim (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhof: Der Friedhof wurde vor 1871 eröffnet und bis 1937 belegt. Sieben Grabsteine sind erhalten, der älteste von 1886.
Früher gehörte das Grundstück zu Müddersheim, heute zum Ortsteil Gladbach. Der 12 x 17 Meter große Begräbnisplatz ist nur über einen Trampelpfad zu erreichen - er liegt im Wald zwischen einem Sportplatz und dem Neffelbach.

„Die Parzelle des Friedhofs gehörte im 19. Jahrhundert zum Territorium des Baron von Geyr und lag im Dorf Müddersheim. Heute wird der Ortsteil Müddersheim dem Ort Gladbach zugeordnet, welcher ebenfalls zur Gemeinde Vettweiß gehört.“ (www.uni-heidelberg.de)

Der Friedhof liegt zwischen den Orten Gladbach und Müddersheim in der Nähe eines Sportplatzes inmitten eines Waldstückes. Die Anlage ist unzugänglich, der umgebende Zaun schließt nach oben mit einer Reihe Stacheldraht ab, das umzäunte Gelände ist aber vollständig umgehbar.
Markant sind zwei Grabsteine von 1937: Sie sind als „umgeworfene Steine“ konzipiert. Erst der genaue Blick lässt erkennen, dass die Stelen absichtlich in dieser Lage positioniert sind: Die Inschriften sind entsprechend auf der Oberfläche angebracht. Eine sehr intensive, nahegehende Symbolik. Ein Stein zeigt Zerstörungsspuren, die wie Einschüsse wirken (vgl. die Bilder in der Mediengalerie).
Aufgrund von deutlichen Spuren vor Ort kann trotz der abgelegenen und versteckten Lage auf häufigere Besuche des Begräbnisplatzes geschlossen werden (Begehung 21.07.2009).

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011 / Otmar Fruehauf, Alemannia Judacia, 2009)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 25.06.2011)

Literatur

Jehle, Manfred (1998)
Die Juden und die jüdischen Gemeinden Preußens in amtlichen Enquêten des Vormärz, 4 Teile. (Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin 82.) S. 1323, München.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 127, 129 u. 131-132, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Jüdischer Friedhof Müddersheim

Schlagwörter
Ort
52391 Vettweiß - Müddersheim
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1871
Koordinate WGS84
50° 45′ 25,88″ N, 6° 38′ 52,58″ O / 50.75719°, 6.64794°
Koordinate UTM
32U 334106.24 5625461.88
Koordinate Gauss/Krüger
2545764.51 5624835.38

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„Jüdischer Friedhof Müddersheim”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12450-20110625-4 (Abgerufen: 19. Oktober 2017)
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