Synagoge Lüxheim

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Vettweiß
Kreis(e): Düren
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 46′ 20,07″ N: 6° 37′ 40,56″ O 50,77224°N: 6,62793°O
Koordinate UTM 32.332.748,99 m: 5.627.180,42 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.544.338,56 m: 5.626.497,59 m
  • Das Gebäude der 1893 erbauten und 1938 verwüsteten Synagoge in Vettweiß-Lüxheim (2018). Die erhaltenen Gebäudeteile werden heute von einem holzverarbeitenden Betrieb genutzt.

    Das Gebäude der 1893 erbauten und 1938 verwüsteten Synagoge in Vettweiß-Lüxheim (2018). Die erhaltenen Gebäudeteile werden heute von einem holzverarbeitenden Betrieb genutzt.

    Copyright-Hinweis:
    Jansen, Karl-Heinz / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl-Heinz Jansen
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Die jüdische Gemeinde Lüxheim seit dem frühen 19. Jahrhundert: Mitte des 19. Jahrhunderts waren 15 Prozent der Lüxheimer Ortsbevölkerung Juden. Zur Synagogengemeinde Lüxheim gehörten auch Müddersheim, Nörvenich, Hochkirchen und Gladbach. 1932 angeschlossen an Düren.
Gemeindegröße um 1815: –, um 1880: 45 (1885), 1932: –, 2006: – (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Bethaus / Synagoge
1843 ist eine Synagoge in Lüxheim dokumentiert. 1893 wurde eine neue Synagoge erbaut. Sie wurde 1938 verwüstet und in Brand gesetzt. Teile des Gebäudes sind noch erhalten (Reuter 2007).

„Die zunächst nur wenigen Juden von Vettweiß (zwischen sieben und zehn Personen) besuchten, wie ihre Nachbarn in Froitzheim, Kelz, Nörvenich, Poll und Hochkirchen, in der Mitte des 19. Jahrhunderts das jüdische 'Betlokal' in Lüxheim. 1866 gehörte Vettweiß zur Filialgemeinde Lüxheim (mit 113 'Seelen'), die wiederum Teil der inzwischen staatlich anerkannten Synagogengemeinde Düren war.“ (Reuter 2015)
In Vettweiß war der vermehrte Zuzug jüdischer Familien der Anlass zu dem um 1890 erfolgten Neubau der dortigen Synagoge. Möglicherweise gab es aber auch Konflikte mit der Gemeinde in Lüxheim, die im Jahr 1893 ein eigenes Gotteshaus einweihte, das zu den größeren Landsynagogen der Region zählte (ebd.).

Das noch zu etwa zwei Dritteln erhaltenen Gebäude wird heute als holzverarbeitender Betrieb genutzt. Es liegt in einem Innenhof und ist aufgrund einer Mauer von der Lüxheimer Nikolausstraße her nicht einsehbar.
„Im Mauerwerk sind heute noch Gurtgesimse, die pilasterartigen Verstärkungen der Ecken und der an der Ostseite vorhandene, aus Ziegelsteinen gemauerte Anbau für den Toraschrein sichtbar.“ (de.wikipedia.org)

(Franz-Josef Knöchel, Digitales Kulturerbe LVR, 2023)

Internet
de.wikipedia.org: Synagoge Lüxheim (abgerufen 17.02.2023)

Literatur

Bergrath, Arthur; Büren, Guido von / Arbeitsgemeinschaft der Geschichtsvereine im Kreis Düren (Hrsg.) (2013)
Synagogen im Kreis Düren – zum Gedenken an die Reichspogromnacht vor 75 Jahren. Düren.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 129-131, Köln.
Reuter, Ursula (2014)
Der Leuchter aus der Synagoge in Vettweiß: zur Geschichte eines Objekts und seiner Besitzer. In: Jahrbuch des Kreises Düren 2015, S. 97-106. Düren. Online verfügbar: www.synagoge-roedingen.lvr.de, Reuter 2015, abgerufen am 17.02.2023
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 61-62, Bonn.

Synagoge Lüxheim

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Nikolausstraße 14
Ort
52391 Vettweiß - Lüxheim
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1893, Ende nach 1938

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt steht unter der freien Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung). Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Synagoge Lüxheim”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-344944 (Abgerufen: 16. Juni 2024)
Seitenanfang