Jüdischer Friedhof Binsfelder Straße

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Düren
Kreis(e): Düren
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Grabsteinreihen auf dem jüdischen Friedhof Binsfelder Straße in Düren (2010).

    Grabsteinreihen auf dem jüdischen Friedhof Binsfelder Straße in Düren (2010).

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  • Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof Binsfelder Straße in Düren (2004).

    Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof Binsfelder Straße in Düren (2004).

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Die jüdische Gemeinde Düren seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Die Wurzeln der jüdischen Gemeinde in Düren gehen bis ins Mittelalter zurück; um 1500 werden Synagoge und Friedhof erwähnt. 1858 wurde Düren Hauptort der Kreissynagogengemeinde. 1932 waren Drove, Gey, Gmaken (?), Langerwehe, Lüxheim, Gürzenich, Weisweiler, Vettweiß und Pier angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: 52 (1806), um 1880: 278 (1885), 1932: 330, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Betstuben sind im 17. und 18. Jahrhundert bezeugt. 1872 konnte ein Synagogenneubau eingeweiht werden. 1938 wurde die Synagoge durch Brandstiftung komplett zerstört (vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007).

Friedhof: Zwei Friedhöfe sind bekannt, der ältere jüdische Friedhof in der Arnoldsweiler Straße ist heute verschwunden.
Der neue Friedhof in der Binsfelder Straße wurde 1888 angelegt, er wird noch heute genutzt. Dieser Begräbnisplatz hat die NS-Zeit relativ gut überstanden, über 200 Grabsteine sind erhalten. Ein Gedenkstein auf dem Friedhof trägt die Inschrift „Den Opfern der Verfolgung aus Stadt und Kreis Düren zum Gedenken. Den Lebenden zur Mahnung. 1933-1945“.
Entlang der südlichen Friedhofsmauer sind 22 Grabsteine vom jüdischen Friedhof in Langweiler aufgestellt. Viele der Grabsteine wurden im Juni 1996 umgeworfen; eine Bürgergemeinschaft setzte den Begräbnisplatz jedoch bis September 1996 wieder instand (de.wikipedia.org).

Die hier eingezeichnete Objektgeometrie orientiert sich an dem Eintrag eines „Bgr. Pl.“ (Begräbnisplatz) in der historischen Karte der Preußischen Neuaufnahme von 1891-1912. Diese Fläche ist etwas kleiner als der in jüngeren Karten dargestellte Judenfriedhof, der im Laufe seines Bestehens offenbar in Richtung Osten erweitert wurde (vgl. Kartenansichten).

Der Jüdische Friedhof in der Binsfelder Straße ist ein eingetragenes Denkmal (Denkmalliste Stadt Düren, laufende Nr. 1/60).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2016)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 15.06.2011)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof Binsfelder Straße (Düren) (abgerufen 19.04.2016)

Literatur

Flink, Klaus (1974)
Düren. (Rheinischer Städteatlas, Lieferung II, Nr. 9.) S. 12, Köln.
Hahne, Bernd (Red.) / Arbeitsgemeinschaft der Geschichtsvereine im Kreis Düren (Hrsg.) (2002)
Unterrichtsmaterialien I: Juden im Kreis Düren (2. Auflage, 1. Auflage 1992). Düren. Online verfügbar: http://www.duereninfo.de/AGV/UMat2002.pdf, abgerufen am 04.04.2012
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 88-93, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 36, Bonn.

Jüdischer Friedhof Binsfelder Straße

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Binsfelder Straße
Ort
52351 Düren
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1888
Koordinate WGS84
50° 48′ 7,07″ N, 6° 29′ 55,02″ O / 50.80196°, 6.49862°
Koordinate UTM
32U 323743.98 5630785.25
Koordinate Gauss/Krüger
2535194.23 5629734.24

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„Jüdischer Friedhof Binsfelder Straße”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12256-20110615-12 (Abgerufen: 12. Dezember 2017)
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