Alter Jüdischer Friedhof Arnoldsweiler Straße

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Düren
Kreis(e): Düren
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der einzige noch vorhandene Grabstein auf dem alten jüdischen Friedhof Arnoldsweiler Straße in Düren (2010).

    Der einzige noch vorhandene Grabstein auf dem alten jüdischen Friedhof Arnoldsweiler Straße in Düren (2010).

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  • Der Gedenkstein auf dem alten jüdischen Friedhof Arnoldsweiler Straße in Düren (2010).

    Der Gedenkstein auf dem alten jüdischen Friedhof Arnoldsweiler Straße in Düren (2010).

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Die jüdische Gemeinde seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Die Wurzeln der jüdischen Gemeinde gehen bis ins Mittelalter zurück; um 1500 werden Synagoge und Friedhof erwähnt. 1858 wurde Düren Hauptort der Kreissynagogengemeinde. 1932 waren Drove, Gey, Gmaken (?), Langerwehe, Lüxheim, Gürzenich, Weisweiler, Vettweiß und Pier angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: 52 (1806), um 1880: 278 (1885), 1932: 330, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Betstuben sind im 17. und 18. Jahrhundert bezeugt. 1872 konnte ein Synagogenneubau eingeweiht werden. 1938 wurde die Synagoge durch Brandstiftung komplett zerstört.
(vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007)

Friedhof: Zwei Jüdische Friedhöfe sind in Düren bekannt, der ältere, der mindestens ins 16. Jahrhundert zurückreicht, ist infolge von Kriegszerstörungen verschwunden. Er wurde von vor 1551/52 bis 1888 belegt.
Heute befindet sich hier eine Grünanlage. Ein einziger Grabstein wurde bei Ausschachtungsarbeiten gefunden, er erinnert neben einem Gedenkstein an den untergegangenen Friedhof.
Der Alte Jüdische Friedhof in der Arnoldsweiler Straße ist ein eingetragenes Denkmal (Denkmalliste Stadt Düren, laufende Nr. 1/142).

Der neue jüdische Friedhof liegt in der Binsfelder Straße; er wurde 1888 angelegt und wird noch heute genutzt.

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 15.06.2011)

Literatur

Flink, Klaus (1974)
Düren. (Rheinischer Städteatlas, Lieferung II, Nr. 9.) S. 12, Köln.
Hahne, Bernd (Red.) / Arbeitsgemeinschaft der Geschichtsvereine im Kreis Düren (Hrsg.) (2002)
Unterrichtsmaterialien I: Juden im Kreis Düren (2. Auflage, 1. Auflage 1992). Düren. Online verfügbar: http://www.duereninfo.de/AGV/UMat2002.pdf, abgerufen am 04.04.2012
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 88-93, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 36, Bonn.

Alter Jüdischer Friedhof Arnoldsweiler Straße

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1551, Ende 1940 bis 1945
Koordinate WGS84
50° 48′ 22,2″ N, 6° 28′ 58,94″ O / 50.80617°, 6.48304°
Koordinate UTM
32U 322662.52 5631290.03
Koordinate Gauss/Krüger
2534093.15 5630194.73

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„Alter Jüdischer Friedhof Arnoldsweiler Straße”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12255-20110615-11 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
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