Jüdischer Friedhof Brühl

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Brühl (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 50′ 1,23″ N: 6° 54′ 26,28″ O 50,83367°N: 6,9073°O
Koordinate UTM 32.352.638,24 m: 5.633.416,04 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.563.960,80 m: 5.633.536,06 m
  • Blick über das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

    Blick über das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

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  • Einzelne Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof in Brühl (2023).

    Einzelne Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof in Brühl (2023).

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  • Hinweistafel am Eingang des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

    Hinweistafel am Eingang des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

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  • Blick über das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

    Blick über das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

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  • Blick über das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

    Blick über das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

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  • Blick über das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

    Blick über das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

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  • Blick über das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

    Blick über das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

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  • Blick über das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

    Blick über das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Brühl (2023).

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  • Jüdischer Friedhof in der Schildgesstraße in Brühl (2010)

    Jüdischer Friedhof in der Schildgesstraße in Brühl (2010)

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Die jüdische Gemeinde Brühl seit dem frühen 19. Jahrhundert
Im 18. Jahrhundert umfasste die kleine jüdische Gemeinde sieben bis neun Familien. Ab 1800 nahm die Zahl der jüdischen Einwohner stetig zu. Die Spezialgemeinden Brühl und Hürth bildeten seit 1875 die Synagogengemeinde Brühl. 1932 war Pingsdorf angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: 68 (1806), um 1880: 143 (1885), 1932: 108, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Die Existenz von Betstuben ist ab 1750 dokumentiert. 1882 wurde ein Synagogenneubau fertiggestellt; 1938 wurde die Synagoge völlig zerstört (vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007).

Friedhof
Der Brühler Friedhof ist einer der ältesten und mit 4.170 Quadratmetern auch flächenmässig einer der größten im Regierungsbezirk Köln. Der Begräbnisplatz bestand nachweislich schon im 14. Jahrhundert und wurde von 1371 bis 1939 belegt. Ausweislich der Hinweistafel am Eingang wurde er wahrscheinlich kurz nach der Stadtwerdung Brühls im Jahre 1285 angelegt und urkundlich erstmals 1371 erwähnt: „Die letzte Beerdigung fand im Jahr 1939 statt. Es existieren noch 94 Grabsteine.“ (ebd.)
Während der NS-Zeit wurde der jüdische Friedhof geschlossen.

Etwa hundert Grabsteine aus der Zeit von 1746 bis 1939 sind vor Ort erhalten. 96 Inschriften aus den Jahren 1822 bis 1946 sind in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts dokumentiert.
Der frühere Begräbnisplatz ist über Hinweisschilder in der Umgebung ausgewiesen und zum Zeitpunkt des Besuchs auch frei zugänglich (Begehung am 18.04.2023), ansonsten kann der Schlüssel gegen Pfand bei der städtischen Friedhofsverwaltung ausgeliehen werden (Engeldorfer Straße 4).
Der baumbestandene und von einer Mauer umgebene Friedhof befindet sich in einem guten Zustand, der regelmäßige Pflegearbeiten erkennen lässt.

Die Kreuzung neben dem Friedhof wurde „stellvertretend für alle verfolgten und ermordeten jüdischen Mitbürger Brühls“ in Leopold-Bähr-Platz umbenannt. Leopold Bähr (1897-1945) war ein jüdischer Anstreicher und Altwarenhändler in Brühl, der während der NS-Zeit deportiert und ermordert wurde (de.wikipedia.org).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2023)

Quelle
Hinweistafel am Eingang des Friedhofs in der Schildgesstraße, 2023.

Internet
www.steinheim-institut.de: epidat, Brühl (abgerufen 07.03.2014)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof (Brühl) (abgerufen 15.04.2012 und 11.09.2019)
de.wikipedia.org: Leopold Bähr (abgerufen 11.09.2019)
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 14.06.2011, Inhalt nicht mehr verfügbar 19.04.2023)

Literatur

Flink, Klaus (1972)
Brühl. (Rheinischer Städteatlas, Lieferung I, Nr. 2.) S. 4f., Köln.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 174-178, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 32, Bonn.

Jüdischer Friedhof Brühl

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Schildgesstraße / Leopold-Bähr-Platz
Ort
50321 Brühl
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1285 bis 1371

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Jüdischer Friedhof Brühl”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12241-20110614-12 (Abgerufen: 28. Mai 2024)
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