Jüdischer Friedhof Brühl

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Brühl (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Jüdischer Friedhof in der Schildgesstraße in Brühl (2010)

    Jüdischer Friedhof in der Schildgesstraße in Brühl (2010)

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Die jüdische Gemeinde seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Im 18. Jahrhundert umfasste die kleine jüdische Gemeinde sieben bis neun Familien. Ab 1800 nahm die Zahl der jüdischen Einwohner stetig zu. Die Spezialgemeinden Brühl und Hürth bildeten seit 1875 die Synagogengemeinde Brühl. 1932 war Pingsdorf angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: 68 (1806), um 1880: 143 (1885), 1932: 108, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Die Existenz von Betstuben ist ab 1750 dokumentiert. 1882 wurde ein Synagogenneubau fertiggestellt; 1938 wurde die Synagoge völlig zerstört.
(vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007)

Friedhof: Der Brühler Friedhof ist einer der ältesten und flächenmässig größten (4170 Quadratmeter) im Regierungsbezirk Köln. Der Friedhof bestand nachweislich schon im 14. Jahrhundert und wurde von 1371 bis 1939 belegt, in der NS-Zeit wurde er geschlossen. Der älteste Grabstein ist von 1746, etwa hundert Grabsteine aus der Zeit von 1746 bis 1939 sind erhalten. 96 Inschriften aus den Jahren 1822 bis 1946 sind in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts dokumentiert.

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 14.06.2011)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof (Brühl) (abgerufen 15.04.2012)
www.steinheim-institut.de: epidat, Brühl (abgerufen 07.03.2014)

Literatur

Flink, Klaus (1972)
Brühl. (Rheinischer Städteatlas, Lieferung I, Nr. 2.) S. 4f., Köln.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 174-178, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 32, Bonn.

Jüdischer Friedhof Brühl

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Schildgesstraße
Ort
50321 Brühl
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1301 bis 1400
Koordinate WGS84
50° 50′ 1,23″ N, 6° 54′ 26,32″ O / 50.83367°, 6.90731°
Koordinate UTM
32U 352639.04 5633415.96
Koordinate Gauss/Krüger
2563961.61 5633536.01

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„Jüdischer Friedhof Brühl”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12241-20110614-12 (Abgerufen: 20. September 2017)
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