Jüdischer Friedhof Brühl

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Brühl (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 50′ 1,23″ N: 6° 54′ 26,28″ O / 50,83367°N: 6,9073°O
Koordinate UTM 32.352.638,24 m: 5.633.416,04 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.563.960,80 m: 5.633.536,06 m
  • Jüdischer Friedhof in der Schildgesstraße in Brühl (2010)

    Jüdischer Friedhof in der Schildgesstraße in Brühl (2010)

    Copyright-Hinweis:
    Creative Commons / A. Savin
    Fotograf/Urheber:
    A. Savin
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Die jüdische Gemeinde Brühl seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Im 18. Jahrhundert umfasste die kleine jüdische Gemeinde sieben bis neun Familien. Ab 1800 nahm die Zahl der jüdischen Einwohner stetig zu. Die Spezialgemeinden Brühl und Hürth bildeten seit 1875 die Synagogengemeinde Brühl. 1932 war Pingsdorf angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: 68 (1806), um 1880: 143 (1885), 1932: 108, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Die Existenz von Betstuben ist ab 1750 dokumentiert. 1882 wurde ein Synagogenneubau fertiggestellt; 1938 wurde die Synagoge völlig zerstört (vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007).

Friedhof:
Der Brühler Friedhof ist einer der ältesten und mit 4.170 Quadratmetern auch flächenmässig einer der größten im Regierungsbezirk Köln. Der Begräbnisplatz bestand nachweislich schon im 14. Jahrhundert und wurde von 1371 bis 1939 belegt, in der NS-Zeit wurde er geschlossen.
Etwa hundert Grabsteine aus der Zeit von 1746 bis 1939 sind vor Ort erhalten. 96 Inschriften aus den Jahren 1822 bis 1946 sind in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts dokumentiert.

Die Kreuzung neben dem Friedhof wurde „stellvertretend für alle verfolgten und ermordeten jüdischen Mitbürger Brühls“ in Leopold-Bähr-Platz umbenannt. Leopold Bähr (1897-1945) war ein jüdischer Anstreicher und Altwarenhändler in Brühl, der während der NS-Zeit deportiert und ermordert wurde (de.wikipedia.org).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2019)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 14.06.2011)
www.steinheim-institut.de: epidat, Brühl (abgerufen 07.03.2014)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof (Brühl) (abgerufen 15.04.2012 und 11.09.2019)
de.wikipedia.org: Leopold Bähr (abgerufen 11.09.2019)

Literatur

Flink, Klaus (1972)
Brühl. (Rheinischer Städteatlas, Lieferung I, Nr. 2.) S. 4f., Köln.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 174-178, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 32, Bonn.

Jüdischer Friedhof Brühl

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Schildgesstraße / Leopold-Bähr-Platz
Ort
50321 Brühl
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1301 bis 1400

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Jüdischer Friedhof Brühl”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12241-20110614-12 (Abgerufen: 17. November 2019)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang