Ortsteil Schenkenschanz

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Kleve (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Kleve (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Die heutige Ortschaft Kleve-Schenkenschanz mit der Hochwasserschutzmauer (2015).

    Die heutige Ortschaft Kleve-Schenkenschanz mit der Hochwasserschutzmauer (2015).

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  • Straße in Kleve-Schenkenschanz, nordwestlich der Kirche (2015).

    Straße in Kleve-Schenkenschanz, nordwestlich der Kirche (2015).

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  • Straße in Kleve-Schenkenschanz (2015)

    Straße in Kleve-Schenkenschanz (2015)

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  • Der Turm der ehemaligen Garnisons- und heutigen evangelischen Kirche in Kleve-Schenkenschanz (2015)

    Der Turm der ehemaligen Garnisons- und heutigen evangelischen Kirche in Kleve-Schenkenschanz (2015)

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  • Die ehemalige Garnisons- und heutige evangelische Kirche in Kleve-Schenkenschanz (2015)

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  • Der Chor der ehemaligen Garnisons- und heutigen evangelischen Kirche in Kleve-Schenkenschanz (2015)

    Der Chor der ehemaligen Garnisons- und heutigen evangelischen Kirche in Kleve-Schenkenschanz (2015)

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  • Denkmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges von der Ortschaft Kleve-Schenkenschanz (2015).

    Denkmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges von der Ortschaft Kleve-Schenkenschanz (2015).

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  • Die Rheinauenlandschaft der Rheininsel Salmorth bei Kleve-Schenkenschanz (2015)

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  • Die Hochwasserschutzmauer an der Nordseite von Kleve-Schenkenschanz (2015)

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  • Die Rheinauenlandschaft nordöstlich von Kleve-Schenkenschanz (2015)

    Die Rheinauenlandschaft nordöstlich von Kleve-Schenkenschanz (2015)

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  • Geköpfte Kopfweiden in der Rheinaue nördlich von Kleve-Schenkenschanz (2015)

    Geköpfte Kopfweiden in der Rheinaue nördlich von Kleve-Schenkenschanz (2015)

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  • Die Hochwasserschutzmauer an der Nordostseite der Ortschaft Schenkenschanz mit der ehemaligen Garnisonskirche (2015)

    Die Hochwasserschutzmauer an der Nordostseite der Ortschaft Schenkenschanz mit der ehemaligen Garnisonskirche (2015)

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1586 wurde durch Martin Schenk von Nideggen ein Schanzwerk auf einer Landzunge am damaligen strategischen Trennungspunkt zwischen Niederrhein und Waal, der sich heute beim niederländischen Pannerden befindet, errichtet. 1589 wurde die Festung als Garnison weiter ausgebaut und verstärkt. Die Garnisonskirche wurde 1634 errichtet.
1635 wurde der Emmericher Zoll vom Utrechter Marienstift nach Schenkenschanz verlegt.

Mit der spanischen Eroberung der Schenkenschanz 1635 wurde das Gebiet um Kleve endgültig zum Kriegsschauplatz; denn nun rückten die niederländischen Truppen in das umkämpfte Gebiet ein und überzogen es mit zahlreichen militärischen Anlagen in Form von Schanzen, Befestigungslinien und Schiffsbrücken. Sie eroberten die Festung 1636 zurück. Bei der Rückeroberung der Schenkenschanz wurde das benachbarte Städtchen Griethausen mit Ausnahme der Kirche stark zerstört.

Auch nach der Anerkennung der Unabhängigkeit der Vereinigten Niederlande 1648 war der Streit um die Festung noch nicht beendet. 1672 (in der niederländischen Geschichte das Katastrofenjahr), es wurde es zu Beginn des Holländischen Kriegs wurde die festung von dem französischen König Ludwig XIV. erobert. Am 1. Mai 1674 zogen die Franzosen wieder ab. Bis 1679 übernahmen brandenburgischen Truppen die Festung. dann wurde Schenkenschanz wieder niederländisch.
In den Jahren 1711-1719 wurde die Festung teilweise vom Rhein zerstört.
Von den damaligen militärischen Anlagen blieben bis ca. 1730 nur noch zwei kleinere Schanzen am Spoykanal und Reste des Forts Oranien auf dem linken Rheinufer gegenüber von Emmerich erhalten. Die ursprüngliche Schenkenschanz war bis ins 18. Jahrhundert eine umwallte Festungsanlage mit Kasernen für die holländischen Truppen mit der Garnisonskirche (die heutige evangelische Kirche).

Seit 1679 blieb die Festung in niederländischen Händen. Bis 1798 blieb die Festung Staatsgebiet der Generalstaaten und 1816 wurde die Schenkenschanz preußisch. Schenkenschanz hatte seine militärische Bedeutung verloren. Die heutige dörfliche Bebauung datiert aus dem 19. Jahrhundert. Die Festungswälle dienten nun als Hochwasserschutzdeich. Heute ist das Dorf durch den Bau einer Wasserschutzmauer hochwasserfrei. Bei Hochwasser werden die Durchlässe geschlossen. Schenkenschanz befindet sich noch immer im Überschwemmungsgebiet des Rheins.

1815 wurde Schenkenschanz eine Gemeinde, die im Rahmen der Kommunalreform von 1969 von der Stadt Kleve eingemeindet worden ist. Schenkenschanz ist heute der kleinste Ortsteil der Stadt Kleve.
Heute ist Schenkenschanz von Düffelward über eine Fähre über den Altrhein zu ereichen. Der Ort ist auch über Griethausen und Salmorth zu erreichen. Wall und Graben der ehemaligen Festungsanlage sind besonders an der Südseite im Gelände erhalten. Bei Beobachtungen in der Burgstraße kamen Mauerzüge zum Vorschein, die mit der Befestigung in Zusammenhang stehen.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2015)

Literatur

Werd, Guido de / Städtisches Museum Haus Koekkoek Kleve (Hrsg.) (1986)
Schenkenschanz „de sleutel van den hollandschen tuin“ (Ausstellungskatalog). Kleve.

Ortsteil Schenkenschanz

Schlagwörter
Ort
Kleve - Schenkenschanz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1586
Koordinate WGS84
51° 50′ 9,6″ N, 6° 06′ 37,17″ O / 51.836°, 6.11033°
Koordinate UTM
32U 300918.05 5746746.54
Koordinate Gauss/Krüger
2507647.7 5744661.29

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Empfohlene Zitierweise
„Ortsteil Schenkenschanz”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-117031-20150305-2 (Abgerufen: 25. Februar 2018)
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