Synagoge in Mertloch

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Mertloch
Kreis(e): Mayen-Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 16′ 18,06″ N: 7° 18′ 28,98″ O / 50,27168°N: 7,30805°O
Koordinate UTM 32.379.430,71 m: 5.570.207,82 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.593.294,41 m: 5.571.447,37 m
  • Das heute als Wohnhaus genutzte Gebäude der Synagoge in Mertloch (2009).

    Das heute als Wohnhaus genutzte Gebäude der Synagoge in Mertloch (2009).

    Copyright-Hinweis:
    Hahn, Joachim / Alemannia Judaica
    Medientyp:
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  • Das heute als Wohnhaus genutzte Gebäude der Synagoge in Mertloch (2009).

    Das heute als Wohnhaus genutzte Gebäude der Synagoge in Mertloch (2009).

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    Hahn, Joachim / Alemannia Judaica
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Die jüdische Gemeinde Mertloch seit dem frühen 19. Jahrhundert: Über die kleine Gemeinde, die noch 1932 existierte, ist nur wenig bekannt. 1932 war Gappenach (eine Person) angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: 37 (1808), um 1880: 58 (1885), 1932: 10 / 20 (1925), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1843 und 1850 wird eine Betstube erwähnt; später wurde ein Neubau errichtet; das Gebäude existiert noch, ist allerdings völlig verändert (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Eine jüdische Gemeinde in Mertloch bestand seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert bis nach 1933.
„1933 lebten noch etwa 20 jüdische Personen am Ort. In den folgenden Jahren sind die meisten von ihnen auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert.“ (www.alemannia-judaica.de).
Zu dieser Gemeinde gehörten auch die wenigen jüdischen Einwohner des Ortes Gappenach. Es gab verschiedene jüdische Einrichtungen zu denen eine Schule, eine Synagoge und ein Friedhof zählten (ebd.).

Bethaus / Synagoge
1843 und 1850 wird eine Betstube erwähnt, die sich wohl in einem der jüdischen Häuser befand. Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ein Neubau in neuromanischen Formen errichtet. Bereits 1937 wurde das Synagogengebäude verkauft und entging damit einer Zerstörung beim Novemberpogrom 1938. Das Gebäude in der damaligen Dorfstraße 7 (so 1932, heute Friedhofstraße 1) existiert noch, ist allerdings nach dem Umbau zu einem Wohnhaus völlig verändert. Noch erkennbar ist an der Ostseite des Gebäudes der 2-geschossige apsisartige Anbau mit Zeltdach.

(Jennifer Abels, Universität Koblenz-Landau, 2015 / freundliche Hinweise von Anwohnern)

Internet
www.alemannia-judaica.de: Jüdische Geschichte / Synagoge Mertloch (abgerufen 25.02.2015 und 04.12.2018)

Literatur

Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 63, Bonn.

Synagoge in Mertloch

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Friedhofstraße 1
Ort
56753 Mertloch
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1850, Ende 1937 bis 1938

Empfohlene Zitierweise

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„Synagoge in Mertloch”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-116713-20150302-6 (Abgerufen: 18. Oktober 2019)
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