Schloss Bürresheim im Nettetal

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Sankt Johann (Landkreis Mayen-Koblenz)
Kreis(e): Mayen-Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Ansicht des Bereichs der "Trierer Burg" am Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

    Ansicht des Bereichs der "Trierer Burg" am Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

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  • Außenansicht der "Kölner Burg" am Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

    Außenansicht der "Kölner Burg" am Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

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  • Das Vogtshaus auf Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

    Das Vogtshaus auf Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

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  • Schematische Darstellung von Schloss Bürresheim im Nettetal auf einer Briefmarke der Dauermarkenserie "Burgen und Schlösser" der Deutschen Bundespost Berlin von 1977.

    Schematische Darstellung von Schloss Bürresheim im Nettetal auf einer Briefmarke der Dauermarkenserie "Burgen und Schlösser" der Deutschen Bundespost Berlin von 1977.

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  • Das Eingangsportal zu Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

    Das Eingangsportal zu Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

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  • Gartenanlage am Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

    Gartenanlage am Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

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  • Auf natürlichem Schiefergrund aufsetzendes Bruchsteinmauerwerk am Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

    Auf natürlichem Schiefergrund aufsetzendes Bruchsteinmauerwerk am Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

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  • Innenhof mit Blick auf die Trierer Burg im Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

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  • Innenhof mit Blick auf die Trierer Burg im Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

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  • Die "Kölner Burg", Sicht vom Innenhof des Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

    Die "Kölner Burg", Sicht vom Innenhof des Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

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  • Schloss Bürresheim im Nettetal, Blick auf die "Trierer Burg" (2015).

    Schloss Bürresheim im Nettetal, Blick auf die "Trierer Burg" (2015).

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  • Schloss Bürresheim im Nettetal, Ansicht von der Straße auf die "Trierer Burg" (2015).

    Schloss Bürresheim im Nettetal, Ansicht von der Straße auf die "Trierer Burg" (2015).

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  • Südlicher Rundturm der "Trierer Burg" am Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

    Südlicher Rundturm der "Trierer Burg" am Schloss Bürresheim im Nettetal (2015).

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  • Schloss Bürresheim im Nettetal, Gesamtansicht aus östlicher Richtung (2015).

    Schloss Bürresheim im Nettetal, Gesamtansicht aus östlicher Richtung (2015).

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Das vier Kilometer nordwestlich von Mayen im oberen Nettetal gelegene Schloss Bürresheim liegt auf einem Felsen oberhalb des Zusammenflusses von Nette und Nitzbach und gehört wie die Burg Eltz zu den wenigen Burgen, die nicht während des Zweiten Weltkriegs und vorheriger Kriege zerstört wurden.

Schloss Bürresheim spiegelt die Entwicklung einer mittelalterlichen Burg, welche aus wehrtechnischen Absichten errichtet wurde, zu einer barocken Wohnburg wider.
Da sowohl die Kölner als auch die Trierer Erzbischöfe Anteile an der einstigen Wehrburg erwarben, spricht man in der Geschichte von einer Kölner Burghälfte im Westen (früher Palas - heute Ruine) und einer Trierer Burghälfte im Osten.
Insgesamt ist die Burganlage 37 Meter breit und 60 Meter lang und enthält somit eine ausgeprägte West-Osterstreckung. Die Burg gehört zur Ortsgemeinde Sankt Johann.

Baugeschichte und -beschreibung
1473 wurde ein Teil der Burg an Gerlach von Breidbach verkauft, bis dahin verfügte die Burg über zwei Rundtürme aus dem 13. /14. Jahrhundert. Gerlach errichtete bzw. baute den Ostteil der Burg zu einem Wohnbau um und errichtete einen weiteren Rundturm im der Südostecke. 1659 wurde das Geschlecht derer von Breidbach nach einer Zahlung von 4.700 Gulden zum Alleinbesitzer der Burg und man ließ Häuser im Barockstil errichten.

Da der Westzugang über Nette erfolgt, wurde 1733 die Zugbrücke der Kölner Burg durch eine feste Brücke ausgetauscht. Ein weiteres Tor mit rundem Torbogen ebnet den Weg in den vorderen Burghof. Von dieser Position ergibt sich ein Blick auf die frühgotische Hauptburg (um 1300), welche von zwei schlanken Rundtürmen flankiert wird. Zudem zählen die rechteckigen Fenster in Basaltlavarahmung zu den Elementen des Gründungsbaus.

Der Zugang zu den Wohnbauten befindet sich im dreieckigen Burghof zwischen Kölner Burg und Ostburg. Die Bauten um den Burghof herum können fünf verschiedene Epochen zugeordnet werden. Der romanische Bergfried, welcher sich auf dem höchsten Punkt der Burganlage als Grenze etablierte, stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde im 15. Jahrhundert um fünf weitere Geschosse erhöht. Gegenüber des Bergfrieds lässt sich die Wohnung des Burgwartes verorten. Hierbei handelt es sich um das ehemalige Vogthaus, welches um 1380 erbaut wurde. Zudem wurde um 1473 das Palas, welches aus Ost- und Westflügel besteht, im spätgotischen Stil errichtet.

Zwischen 1698 und 1700 wurde zwischen dem Palas und dem Bergfried eine Kapelle errichtet. Der Bau des Amtshauses sowie des Kanonenwegs lässt sich im 17. Jahrhundert verorten. Der Kanonenweg führt tunnelartig unter dem kompletten Südflügel der Burganlage hindurch.

Seit 1946 ist Schloss Bürresheim im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz und unterliegt der Schlösserverwaltung Rheinland-Pfalz. Von der Kölner Burg ist lediglich noch eine Ruine vorhanden; die gut erhaltene Innenausstattung der Ostburg gibt einen repräsentativen Einblick in die Wohnkultur des rheinischen Adels.

(Anne Gasper, Universität Koblenz-Landau, 2015)

Literatur

Backes, Magnus (Bearb.) / Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, Verwaltung der Staatlichen Schlösser (Hrsg.) (1998)
Staatliche Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland-Pfalz: Verzeichnis und Kurzbeschreibungen mit einer Übersichtskarte (5. überarb. u. erw. Aufl.). (Führer der staatlichen Schlösserverwaltung 7.) S. 36-39, Mainz.
Eifelverein (Hrsg.) (1995)
Eifelführer. S. 381, Düren.
Fleischmann, Konrad (1979)
Das Eifel-Wanderbuch. S. 132, München.
Werner von, Karl / Caspary, Hans (2003)
Schloss Bürresheim. gesamt, Koblenz.

Schloss Bürresheim im Nettetal

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1100 bis 1200
Koordinate WGS84
50° 21′ 9,32″ N, 7° 10′ 49,05″ O / 50.35259°, 7.18029°
Koordinate UTM
32U 370547.05 5579417.33
Koordinate Gauss/Krüger
2584044.13 5580294.11

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„Schloss Bürresheim im Nettetal”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-115522-20150221-2 (Abgerufen: 20. August 2018)
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