Der Katzenberg ist eine ehemalige Schiefergrube im Nettetal, auf der in der spätrömischen Zeit eine Fliehburg als Schutz vor Überfällen errichtet wurde. Die Befestigung hatte die Aufgabe, die Verkehrswege sowie die in den unbefestigten Siedlungen lebende Bevölkerung zu schützen.
Mit einer Fläche von 1,2 Hektar (185 x 100 Meter), welche ein unregelmäßiges Viereck bildet, handelt sich um die größte römische Höhenbefestigung von Eifel und Hunsrück. Die Befestigungsanlagen sind im Rahmen der Einrichtung des Vulkanparks Mayen-Koblenz auf der Grundlage von archäologischen Untersuchungen rekonstruiert worden (Hunold 2011).
Die Fundamentgräben bestehen aus verschiedenen Bausubstanzen, wie Mörtel oder Trockenmauern aus Holz sowie Keilsteinen aus Schiefer oder Basalt. Über dem Steilhang in Richtung Nette wurde an der Südostecke der Befestigung ein Steinturm (Höhe: 5,50 Meter) aus Basaltquadern errichtet. In der Schichtung des Turms wechseln sich Basaltquader und Schieferplatten ab. An der Südflanke der Befestigung wurde zudem ein Rundturm (Höhe: 5,60 Meter) errichtet. Im Innenraum befand sich nach den Rekonstruktionen ein rechtwinkliges Blockhaus (12 x 5,4 Meter). Das Areal stellt eine Station an der „Straße der Römer“, einer Touristikstraße in Rheinland-Pfalz, und dem Vulkanpark des Kreises Mayen-Koblenz dar. Hierbei erläutert ein angelegter Rundweg die antike Stätte und bietet einen Blick auf benachbarte Schieferabbaugebiete. Der Schiefer wurde bereits zur Römerzeit als Dachbedeckung genutzt. Ferner wird vermutet, dass das Wachgebäude der Festung in Fachwerkbauweise errichtet wurde. Von der Festungsmauer wurden ein insgesamt 70 Meter langer Abschnitt sowie zwei Rundtürme wieder aufgebaut, welche heute die Geschichte der Region widerspiegeln.
Schieferbergwerk Die Firma Rathscheck Söhne KG, Moselschieferbergwerke, betrieb die 1793 in Betrieb genommene Grube Katzenberg bis 2019 als Schieferbergwerk. Nach Abfuhr letzten Lore am 29. März 2019 schloss sich der Förderturm für die Schiefergewinnung in der Osteifel für immer. Unterhalb der Mayener Genovevaburg befindet sich zum Them Schieferbau das Museum „Deutsches Schieferbergwerk“. Dieses ist in einem ehemaligen Luftschutzbunker mit einem 16 Meter unter der Erde verlaufenden Stollenlabyrinth mit einer Länge von insgesamt 340 Metern untergebracht.
Die Befestigung auf dem Katzenberg bei Mayen und die spätrömischen Höhenbefestigungen in Nordgallien. (Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz 88 zugleich Vulkanpark-Forschungen 8.) Mainz.
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