Wasserwerk Hochkirchen in Raderthal

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Wassercontainer in denen Wasser aufbewahrt und von Schadstoffen gereinigt wird (2014)

    Wassercontainer in denen Wasser aufbewahrt und von Schadstoffen gereinigt wird (2014)

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  • Wasserpumpen mit denen das Wasser zu seinen Zielorten im Kölner Süden gepumpt wird (2014)

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  • Blick auf die Wasserwerkshalle (2014)

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  • Wasserwerk Hochkirchen (2104)

    Wasserwerk Hochkirchen (2104)

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Das Wasserwerk Hochkirchen ist eines von zehn Wasserwerken im Kölner Stadtgebiet. Das historische Werk im Stadtteil Raderthal ist seit beinahe 110 Jahren in Betrieb. Es wurde nach Plänen des Architekten Peter Gaertner zwischen 1903 und 1905 erbaut. Neben den modernen Bauten, die in den letzten Jahren hinzukamen, sind noch ein Wohnhaus mit Nebenhaus sowie die alte Einfriedung des Wasserwerks aus der ursprünglichen Planung erhalten.

Links- und rechtsrheinisch sind alle Wasserwerke miteinander und mit den Endkunden verbunden, sodass im Falle eines Ausfalls eines der zehn Werke ein anderes die Versorgung temporär übernehmen kann. Heutiger Betreiber ist die RheinEnergie, welche auch ein kleines Museum über Wasserversorgung und Aufbereitung unterhält.

Die Geschichte der Wasserversorgung in Köln geht weiter zurück als 110 Jahre. Bereits die Römer haben ihre Colonia Claudia Ara Agrippinensium mit sauberem Trinkwasser versorgt. Dieses bezogen sie zunächst aus vier Quellen aus dem Vorgebirge. Um es auf kürzestem Weg und in guter Qualität in die Stadt befördern zu können, bauten sie große Systeme zum Wassertransport. Sie waren gemauert und sowohl ober- als auch unterirdisch verlegt. Eine 95 Kilometer lange Leitung beförderte das frische Quellwasser aus der Eifel bis nach Köln. Reste dieser Wasserleitungen sind bis heute noch in Köln zu sehen.

Nicht nur die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser gelang den Römern gut, sie hatten auch ein System entwickelt um das Abwasser aus den Häusern zu leiten. Nach dem Untergang des Römischen Reiches ging dieses Wissen allerdings bald verloren. Im Mittelalter erhielten die Menschen ihr Trinkwasser über Ziehbrunnen. Die Gefahr dabei bestand darin, dass das geförderte Wasser häufig mit Schmutzwasser vermischt war und Krankheitserreger enthielt. Schwere Krankheiten breiteten sich so epidemieartig aus und hatten den Tod vieler Stadtbewohner zur Folge.

Später stellte die Stadt Pumpen auf, es dauerte aber noch bis ins Jahr 1872 bis die zentrale Wasserversorgung in Köln begann. Das Wasserwerk Hochkirchen wurde als drittes Wasserwerk errichtet, einige Jahre später wurden viele der Wasserwerke im Zweiten Weltkrieg zerstört. So auch das Werk in Raderthal, doch bereits vier Jahre später war das Netz wieder vollständig in Betrieb.

Das Wasserwerk Hochkirchen liegt im Wasserwerkswäldchen in Raderthal zwischen der Millitärringstraße und der Autobahn A4 im äußeren Kölner Grüngürtel.

(Hannah Brüggemann, NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln, 2014)

Quelle
Persönliche Gespräche mit den Herren Michael Hundt und Jonas Schreibweis über POIs im äußeren Grüngürtel, 11.11.2013.
Persönliches Gespräch mit Herrn Klaus Simon über POIs im linksrheinischen äußeren Grüngürtel, 24.03.2014.

Internet
www.rheinenergie.com: Kölner Trinkwasser (PDF-Datei, 24 Seiten, 4,3 mB, abgerufen 25.08.2014)
www.stadt-koeln.de: Festvortrag von Herrn Oberbürgermeister Schramma anlässlich der Feierstunde zum 100-jährigen Bestehen des Wasserwerks Hochkirchen (PDF-Datei, 4 Seiten, 90 kB, abgerufen 25.08.2014)

Literatur

Sprunkel, Elke (2004)
Dat Wasser vun Kölle – is joot? Eine Radexkursion durchs Rechstrheinische zum Thema "Wasser in der Großstadt". In: Köln und der Kölner Raum, hrsg. v. Günther Schweizer, Teil 1. Stadt und Umland, (Kölner geographische Arbeiten 82.) S. 111-119. Köln.

Wasserwerk Hochkirchen in Raderthal

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Im Wasserwerkswäldchen
Ort
50997 Köln - Raderthal
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1903 bis 1905
Koordinate WGS84
50° 53′ 19,12″ N, 6° 57′ 56,77″ O / 50.88865°, 6.96577°
Koordinate UTM
32U 356923.59 5639413.06
Koordinate Gauss/Krüger
2567999.81 5639703.32

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„Wasserwerk Hochkirchen in Raderthal”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-108491-20141124-11 (Abgerufen: 19. August 2018)
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