Aufschluss des Römerkanals in Kreuzweingarten

Römische Wasserleitung

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Euskirchen
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Reste des ehemaligen Römerkanals bei Euskirchen-Kreuzweingarten (2014)

    Reste des ehemaligen Römerkanals bei Euskirchen-Kreuzweingarten (2014)

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Im Römischen Reich war der Römerkanal die längste Fernwasserleitung. Sie erstreckt sich aus den Quellgebieten der Nordeifel bis hin nach Köln und hat somit eine Trassenlänge von 95 Kilometern. Diese römische Wasserleitung versorgte im zweiten und dritten Jahrhundert die Colonia Claudia Ara Agrippinensium - das heutige Köln - täglich mit gut 20.000 qm Trinkwasser.

Die Kanäle waren nach der Römerzeit unbrauchbar, weil niemand in der Lage war, die Leitungen ordnungsgemäß zu warten. Die altgewordenen Kanäle wurden aufgebrochen und als Steinbruch genutzt.

Aufgrund des langwierigen Gebrauchs der Wasserleitungen zur Römerzeit bildeten sich Kalkablagerungen mit einer Stärke bis zu 30 Zentimeter. Diese wurden im Mittelalter herausgebrochen, poliert und anschließend beim Bau von Kirchen und Burgen weiterverarbeitet.

Heute findet man insbesondere in der Nähe des Ortsteiles Kreuzweingarten gut erhaltene Reste der römischen Wasserleitung, die einst Jahrhunderte lang die römische Großstadt Köln mit frischem Eifelwasser versorgte. Hier ist auch deutlich die dicke Kalkschicht zu erkennen, die sich an den Wänden gebildet hat.

(Andreas Wall, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Internet
Rhein-Eifel-TV - Römische Eifelwasserleitung (Abgerufen: 11.09.2014)
Kreis Euskirchen - Historische Bauten aus der Römerzeit (Abgerufen: 11.09.2014)

Literatur

Grewe, Klaus (2001)
Auf Römerspuren rund um Rheinbach. Wasserleitungen und Fernstraßen von der Römerzeit bis zum Mittelalter. (Rheinische Kunststätten, Heft 466.) Neuss.
Grewe, Klaus (1986)
Atlas der römischen Wasserleitungen nach Köln. (Rheinische Ausgrabungen 26.) Köln / Bonn.

Aufschluss des Römerkanals in Kreuzweingarten

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 100 bis 300, Ende 300 bis 600
Koordinate WGS84
50° 36′ 44,29″ N, 6° 47′ 16,63″ O / 50.6123°, 6.78795°
Koordinate UTM
32U 343499.14 5609048.23
Koordinate Gauss/Krüger
2555815.71 5608814.05

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„Aufschluss des Römerkanals in Kreuzweingarten”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-103275-20140913-11 (Abgerufen: 25. Mai 2018)
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