Sowohl das Bonner Cassiusstift wie auch das Benediktinerinnenkloster Nonnenwerth / Rolandswerth bei Remagen besaßen Höfe in der zentralen Kürrighovener Straße, die auch heute noch die von alten Fachwerkhöfen gesäumt wird, darunter den im Jahr 1126 erworbenen Werther Hof.
Die Kürrighovener Scholastika-Bruchsteinkapelle, die alte Hofkapelle des Klosters Nonnenwerth, besteht wahrscheinlich schon seit dem 12. Jahrhundert. Der Altar wird auf 1586 datiert und der Schlusstein am heutigen Gebäude weist das Jahr 1730 aus (Hausmanns 2011 und Kirchen und Kapellen 2009).
Die im Christentum als Heilige verehrte Scholastika von Nursia wird in der Vita des heiligen Benedikt von Nursia erwähnt, weitere historische Zeugnisse zu ihr gibt es nicht. Scholastika soll um das Jahr 480 n. Chr. in Nursia (heutie Norcia in Umbrien / Italien) als Schwester - möglicherweise Zwillingsschwester - des Benedikt geboren worden sein. Sie soll als Nonne zunächst in dem von Benedikt von Nursia selbst gegründeten Benediktinerkloster San Benedetto im italienischen Subiaco (Latium) gelebt haben und dann im Stammkloster aller Benediktiner, der Abtei Montecassino in der Provinz Frosinone, wo sie um 542 starb.
Ihr Name bedeutet „die Gelehrte“ und ihr Gedenktag ist der 10. Februar. Ihre typischen Attribute sind die Taube und das Regelbuch des Ordens, sie gilt als Schutzpatronin der Nonnen, gegen Regen, Blitzschlag und Sturm sowie bei Krämpfen bei Kindern.
Baudenkmal
Die Scholastika-Kapelle ist unter der Nr. A 87 in der Liste der Baudenkmäler in Wachtberg eingetragen.
(Clarissa Pönisch, Universität Koblenz-Landau, 2018 / Franz-Josef Knöchel, Digitales Kulturerbe LVR, 2025)
Internet
www.heiligenlexikon.de: Scholastika (abgerufen 15.10.2026)
www.heiligenlexikon.de: Benedikt von Nursia (abgerufen 15.10.2026)
www.wachtberg.de: Oberbachem + Kürrighoven (abgerufen 11.11.2025)