Benediktinerinnenkloster Nonnenwerth

Kloster Rolandswerth

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Remagen
Kreis(e): Ahrweiler
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Blick auf die Rheininseln Nonnenwerth und Grafenwerth bei Remagen-Rolandseck. Im Hintergrund der Berg Drachenfels im Siebengebirge mit der gleichnamigen Burgruine (2014).

    Blick auf die Rheininseln Nonnenwerth und Grafenwerth bei Remagen-Rolandseck. Im Hintergrund der Berg Drachenfels im Siebengebirge mit der gleichnamigen Burgruine (2014).

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Patrozinium: Maria.
Orden: Benediktinerinnenkloster (Frauenkloster).
Geschichte (Gründung und Entwicklung bis um 1200):
Die Rheininsel befand sich im Besitz der Abtei Siegburg. Als deren Abt Kuno I. die Errichtung eines Frauenklosters auf der Insel beabsichtigte, forderte der Kölner Erzbischof Friedrich I. die Abtretung der Insel an die Kölner Kirche. Die Gründung im Jahre 1112, spätestens 1120, war infolgedessen ein Eigenkloster der Kölner Kirche. Da der Konvent von Siegburg aus besiedelt wurde – der einzige Hinweis, dass es in Siegburg auch einen kleinen Frauenkonvent gab –, blieb der Nonnenwerther Konvent dem „ordo Sigebergensis“ verpflichtet; es handelte sich rechtlich um einen bloßen Ortswechsel.
Obwohl der Nonnenwerther Konvent monastisch und wirtschaftlich von Siegburg abhängig war, strebte er früh nach Unabhängigkeit. Den Titel „Priorin“ wußte die Vorsteherin in einem Diplom König Lothars III. zu unterlaufen, indem sie sich darin als „Äbtissin“ betiteln ließ, obwohl der Kölner Erzbischof als Zeuge dieser Urkunde es zur Kenntnis nehmen mußte. Ferner hatte Abt Kuno I. den Grafen Otto von Rheineck zum Vogt von Nonnenwerth bestimmt, bedurfte aber der Zustimmung des Konvents und mußte die Belehnung mit der Vogtei durch den Erzbischof hinnehmen. Der Siegburger Abt behielt das wirtschaftliche Aufsichtsrecht über das Kloster, ebenfalls das Visitationsrecht, die Überwachung der Äbtissinnenwahl und die Abnahme der Profeß. (Engels 2007)

1802 aufgehoben. (Bönnen / Hirschmann2007)

„Die Rolandssage verbindet Nonnenwerth mit dem Rolandsbogen, dem einzigen Überrest der Burg Rolandseck, von dem man auf die Insel herunterblickt. 1802 wurde das Kloster im Rahmen der Säkularisation enteignet, 1821 versteigert und als Gasthof genutzt. Zu den berühmtesten Gästen gehört der Klaviervirtuose und Komponist Franz Liszt, der mit seiner Geliebten, Gräfin Marie d'Agoult, hier die Sommermonate 1841 bis 1843 verbrachte.“ (de.wikipedia.org)

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
de.wikipedia.org: Nonnenwerth (abgerufen 13.07.2011)

Literatur

Bönnen, Gerold; Hirschmann, Frank G. (2006)
Klöster und Stifte von um 1200 bis zur Reformation. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.3.) Bonn.
Engels, Odilo (2006)
Klöster und Stifte von der Merowingerzeit bis um 1200. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.2.) Bonn.

Benediktinerinnenkloster Nonnenwerth

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Nonnenwerth
Ort
Remagen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1112 bis 1120, Ende 1802
Koordinate WGS84
50° 38′ 27,07″ N, 7° 12′ 34,2″ O / 50.64085°, 7.2095°
Koordinate UTM
32U 373397.95 5611417.18
Koordinate Gauss/Krüger
2585600.34 5612392.01

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„Benediktinerinnenkloster Nonnenwerth”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-13275-20110713-2 (Abgerufen: 24. September 2017)
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