Töpferei Suitbert Stark
Der Kannenbäcker Suitbert Stark wohnte laut Adressverzeichnis von 1795 in Hausnummer 3 (Heeg 1994), die sich um diese Zeit an der eingezeichneten Stelle befand.
STARK, SUITBERT „Kannenbäcker - 1729 geb. zu Frechen, Sohn der Ehel. Theodor St. und Anna Thomer, Sterbereg. 36/1802 - 1794 unterschreibt das Wahlprotokoll der Rottmeister, StaF P. T. Franzosen in Frechen fol. 8 - 1795 wohnt in der Hauptstraße, Nordseite, Haus Nr. 3, gehört zur 1. Rotte, ebd. fol. 51 - 1798 Sept. 24 es heir. seine Tochter Anna Elisabeth St. den Häfner Edmund Müller; seine Ehefrau ist Katharina Jordan, Traureg. Zweitschrift 1798-1799 - 1803 Febr. 15 stirbt zu Frechen, Sterbereg. 36/1802“ (Göbels 1971).
Die Eigentumsverhältnisse zu den Grundstücken an dieser Adresse ist lückenhaft bekannt. Bis um das Jahr 1844 gehörten die Grundstücke Z 160, 161 einem Joseph Maubach. Ob und welche verwandtschaftlichen Beziehungen zur Töpferei Maubach bestanden, ist unbekannt. Joseph Maubach verkaufte die Grundstücke an Johann Felten (LA NRW R 7209 / 1844 / 1).
Töpferei Johann Schaaf (1851-1860)
Der Töpfer und Fuhrmann Johann Schaaf erwarb 1851 (Kaufakt) die Grundstücke Z 160 und 161 von Johann Felten (LA NRW R 7211 1853 / 3). Im gleichen Jahr beantragte er, in seinem Haus Nummer 4, Flurstück Z 160 einen Töpferofen anlegen zu dürfen (LA NRW R 8849). 1860 verkaufte er die Grundstücke Z 160 und 161 an den Töpfer Leonard Lövenich (LA NRW R 7212 1862/ 2). Laut Göbels (1971) untersagte ihm 1858 der Bürgermeister die Ausübung des Töpferhandwerkes. Er übernahm um 1862 die Töpferei seines verstorbenen Vaters Anton Schaaf (1790-1858) im Bereich des ehemaligen Klarenhofes (LA NRW R 7212 1862/ 4) und lebte vermutlich ab 1878/1879 in einem Haus in der Altestraße. Ob er in der Töpferei seines Vaters weiter produziert hat, ist unklar. Auf der Liste der Töpfer, die 1858 der Töpferinnung angehörten, ist er nicht verzeichnet (StaF 187 fol. 59). Auf dem Alten Frechener Friedhof ist sein Grabstein erhalten.
SCHAAF, JOHANN „Töpfer und Fuhrmann - 1824 Juli 27 geb. zu Frechen, Sohn des Töpfers Anton Sch. und der Katharina Paefgen, Geburtsreg. 87/1824 - 1847 Mai 1 heir. Adelheid Deutzmann, 20 Jahre alt, aus Frechen, Traureg. 4/1847 - 1849 Aug. 17 zeigt die Geburt des Sohnes Peter an, Geburtsreg. 122/1849 - 1852 März 15 zeigt den Tod der Tochter Anna Maria an, Sterbereg. 35/1852 - 1856 in einer Töpferliste aufgeführt, StaF Akt. 187 fol. 20 - 1858 wird ihm vom Bürgermeister die Ausübung des Gewerbes untersagt, ebd. fol. 54 - 1859 Apr. 15 zeigt den Tod der Tochter Katharina an, Sterbereg. 34/1859 - 1890 Okt. 25 stirbt zu Frechen, ebd. 166/1890“ (Göbels 1971).
Der Töpfer Leonard Lövenich ist nicht in der Töpferliste von Göbels enthalten, weshalb nicht viel über ihn bekannt ist. Er ist in einem Verzeichnis der Zugänge an Handwerkern im Jahr 1861 als Töpfer vermerkt (StaF 182 / 125). Er verkaufte die Grundstücke an der Kölner Straße jedoch um 1863 bereits an den Maurer Heinrich Statz (LA NRW R 7212 / 1863 / 1) und ist bei den Abgängen an Handwerkern im Jahr 1864 vermerkt als „aufgegeben“ (StaF 182 / 134).
(Nicole Schmitz, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege 2026)
Quellen
Landesarchiv NRW, Abteilung Rheinland:
- LA NRW R 7209 / 1844 / 1
- LA NRW R 7211 / 1853 / 3
- LA NRW R 7212 / 1862/ 2
- LA NRW R 7212 / 1862/ 4
- LA NRW R 7212 / 1863 / 1
- LA NRW R 8849
- StaF 187 / 59
- StaF 182 / 125
- StaF 182 / 134