Das Grabmal der Familie Stüssgen auf dem Kölner Friedhof Melaten, Flur 60 (2006). Auf Cornelius Stüssgen geht 1897 die "Kölner Konsumanstalt" zurück, Vorläuferin der späteren Supermarktkette Cornelius Stüssgen AG.
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Das Grabmal der Familie Stüssgen auf dem Kölner Friedhof Melaten, Flur 60 (2006). Auf Cornelius Stüssgen geht 1897 die "Kölner Konsumanstalt" zurück, Vorläuferin der späteren Supermarktkette Cornelius Stüssgen AG.
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Eine bis heute erhaltene Besonderheit der 1928/29 als Neubau entstandenen Zentrale der Supermarktkette Cornelius Stüssgen AG an der Stolberger Straße in Braunsfeld ist der nachträglich eingerichtete „Stüssgen-Weinkeller“ bzw. „Kölner Weinkeller“. Cornelius Stüssgen (1877-1956) hatte den Wunsch, die Versorgung seiner Filialen mit Weinen der firmeneigenen Marken über einen guten Fasskeller mit konstanten Temperaturen zu gewährleisten, ergänzt um eine hochwertige Abfüllanlage. Der Umbau erfolgte durch Walter Dißmann, der bereits beim Bau der Zentrale beteiligt war. Während des Zweiten Weltkriegs diente der Keller auch als Luftschutzbunker für die Bewohner Braunsfelds.
Neben einer Treppe mit 51 Stufen führt einer der ältesten noch in Betrieb befindlichen Aufzüge Kölns aus dem Jahr 1937 in den in bis zu 13 Metern Tiefe angelegten Keller, der 95 Meter Länge und 26 Meter Breite aufweist. Als Zeugnisse der Weingeschichte des Kellers finden sich hier heute noch vollständig die alten emaillierten Tanks und einige der großen Holzfässer sowie Relikte von Rohrleitungen und elektrischen Anlagen aus den Gründungsjahren. An der Ostseite des Kellers befindet sich hinter einem von August Kotthoff ausgeführten schmiedeeisernen Tor die so genannte „Schatzkammer“ der Spitzenweine. Hier befindet sich auch ein Fass, das der Bildhauer Ewald Mataré (1877-1965) im Jahr 1947 als Auftragsarbeit zum 50-jährigen Jubiläum des Unternehmens gestaltet hatte: „Es zeigt Gottvater sowie Adam und Eva mit Weinreben umrankt und trägt die Inschrift 'Gott gab uns den Wein zur Freude'. Hier lagerte Stüssgen besondere Weine ein, auch heute noch werden hier die Raritäten sicher gelagert.“ (de.wikipedia.org)
Im Zuge der Übernahme von Stüssgen durch Rewe wurde mit der Schließung der Firmenzentrale auch die Weinabfüllung im Keller in der Stolberger Straße eingestellt. In den Keller zog der Mitte der 1970er eröffnete Rewe-Weinfachhandel ein. Nach einer 1992 erfolgten Renovierung dient der Keller mit seiner teils noch im Original erhaltenen Einrichtung als Rewe-Fachmarkt für Weine des höheren Preissegments, die auch online vertrieben werden. Der laut der Kölner Denkmalliste nicht als Baudenkmal geschützte Weinkeller zählt heute „als 'herausragendes technisches Baudenkmal' zu den größten historischen Weinkellern Deutschlands, in dem heute auf über 2500 Quadratmetern über 150.000 Flaschen lagern.“ (ebd.)
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