Die Töpferei Adolph Flock
Die Töpferei Peter Lövenich
Die Topffabrik Johann Lövenich
Quellen
Die Töpferei Adolph Flock
Nach Johann Flocks Tod im Jahr 1826 erbte sein Sohn Adolph die Grundstücke Y 385, 386a und 387a (LA NRW R 7207 / 1828) und betrieb hier sehr wahrscheinlich auch eine Töpferei.
FLOCK, ADOLPH „Töpfermeister - 1785 geb. zu Frechen, Sohn des Töpfers Johann F. und der Katharina Kautz, Sterbereg. 15/1838 - 1814 Jan. 22 heir. Maria Wallraf, 39 Jahre alt, aus Frechen, Traureg. 2/1814 - 1823 Sept. 30 zeigt den Tod der Ehefrau an, Sterbereg. 75/1823 - 1823 Dez. 31 heir. Anna Katharina Fuß, 25 Jahre alt, aus Frechen, Traureg. 28/1823 - 1832 Dez. 20 zeigt den Tod der Ehefrau an, Sterbereg. 115/1832 - 1834 Juli 5 heir. Anna Gertrud Koenen, 32 Jahre alt, aus Bachem, Traureg. 23/1834 - 1837 Mai 6 zeigt den Tod der Tochter Gertrud an, Sterbereg. 92/1837 - 1838 Febr. 3 stirbt zu Frechen, ebd. 15/1838“ (Göbels 1971).
Die Töpferei Peter Lövenich
Um das Jahr 1853 wurde der Töpfermeister Peter Lövenich Eigentümer der Grundstücke (LA NRW R 7211 1853 / 6); er heiratete nämlich mit Gertrud Flock die Tochter des Adolph Flock. Peter Lövenich wurde in einer Handwerkerliste 1856 unter der Hausnummer 232 gelistet, welche sich in der Norkstraße befand (StaF 187/21). Zuvor betrieb er einen Töpferofen an der Klarengasse, den er 1852, wohl mit Aussicht auf den Töpfereibetrieb in der Norkstraße, dem Töpfer Theodor Kayser überließ (StaF 189/108).
LÖVENICH, PETER „Töpfermeister - 1822 geb. zu Frechen, Sohn der Ehel. Johann L. und Anna Margaretha Weber, Sterbereg. 9/1883 - 1849 Mai 10 heir. Gertrud Flock, Tochter des Töpfers Adolph F., 21 Jahre alt, aus Frechen, Traureg. 14/1849 - 1851 Mai 20 zeigt den Tod des Vaters an, Sterbereg. 71/1851 - 1852 übergibt seinen Ofen an Theodor Kayser, StaF Akt. 189 fol. 108 - 1856 Juni 12 erklärt, seit 1852 das Töpfergewerbe selbständig zu betreiben, StaF Akt. 182 fol. 64 - 1856 Juli 1 legt in Brühl die Meisterprüfung ab, StaF Akt. 187 fol. 31 - 1856 in einer Töpferliste erwähnt, ebd. fol. 21 - 1862 März 16 zeigt den Tod des Sohnes Richard an, Sterbereg. 55/1862 - 1883 Jan. 22 stirbt zu Frechen, ebd. 9/1883“ (Göbels 1971).
Im Jahr 1872 kaufte Peter Lövenich von Moses Leiser die benachbarten Grundstücke Y 639/379 und 649/382 für 220 Taler (LA NRW R 7214/1874 / Nachweise); zwischen 1853 und 1857 hatte es kurze Zeit dem Töpfer Theodor Hoff gehört (LA NRW R 7211 1853/4 und LA NRW R 7212 / 1857 / 10). Diese Grundstück gehörten einst zum westlich gelegenen ehemaligen Norkengut. Auf dem Bebauungsplan von 1903 ist schließlich als Eigentümer ein Heinrich Kleinsorg eingetragen, der Gründer der Steinzeugfabrik Kleinsorg und Lövenich.
Die Topffabrik Johann Lövenich
Peters Sohn Johann Lövenich war ebenfalls Töpfermeister und übernahm den väterlichen Betrieb. Er ist im Frechener Adressbuch von 1899 als Johann Lövenich, „Topffabrikant Nork 304“ eingetragen. Sein Totenzettel verrät über ihn, dass er ein sehr gläubiger Mensch gewesen ist: „Recht tief wurde das Samenkorn der Gottesfurcht und des lebendigen Glaubens in seine Seele gesenkt, von frommen Eltern, unter deren Obhut er in Unschuld und Arbeitsamkeit heranwuchs“ (rhein-erft-geschichte.de). Er war Mitglied des Kirchenvorstandes und im Gemeinderat. Als im Jahr 1913 das Frechener Oberdorf seine eigene katholische Pfarrkirche Sankt Severin bekam, „wurde die Ueberwachung derselben ihm übertragen und nach Errichtung des Rektorates übernahm er die Küsterstelle, welche er zur Erbauung des ganzen Rektorates mit großem Eifer und höchster Zuverlässigkeit versah“ (rhein-erft-geschichte.de).
LÖVENICH, JOHANN „Töpfer - 1853 Sept. 25 geb. zu Frechen, Sohn des Töpfers Peter L. und der Gertrud Flock, Geburtsreg. 148/1853 - 1883 Jan. 22 zeigt den Tod des Vaters an, Sterbereg. 9/1883 - 1918 März 22 stirbt zu Frechen, ledig, ebd. 49/1918“ (Göbels 1971).
Von der Topffabrik und ihren Vorgängerbetrieben sind keine obertägigen Reste vorhanden.
(Nicole Schmitz, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2026)
Quellen und Internet
Landesarchiv NRW, Abteilung Rheinland
- LA NRW R 7207 / 1828
- LA NRW R 7211 1853 / 6
- LA NRW R 7211 1853/4
- LA NRW R 7212 / 1857 / 10
- LA NRW R 7214 / 1874 / Nachweise
- StaF 187/21
- StaF 189/108