Ostermann (1967) listet in seiner Frechener Chronik folgende urkundlich belegte Ereignisse in Zusammenhang mit dem Norcken-Hof auf:
- 1414 Zahlungen des Christian Hauschild aus dem Hofe „Norcke“ zu Frechen dienen als Sicherheit fur eine Memorie an der Kirche Groß-St.-Martin zu Köln.
- 1725 Die Abtei Groß Stankt Martin und der Minoritenkonvent zu Köln vergleichen sich über die Abgaben, die der Norcken-Hof in Frechen zu leisten hat.
NORK, PETER „Düppenbäcker - 1636 bis 1646 in den Steuerlisten erwähnt; auch als Bote der Gemeinde tätig: Hauseigentümer, FüA 1,16 S. 230 u. a. - 1639 bezieht sechs Karren Ton, AHGC 7393 D fol. 72 - 1644 vor dem Frechener Hochgericht klagt er über den Verlust einer Kiste durch Johann Lövenich; die meisten Sachen hat er aber zurückerwerben können, vor allem von Soldaten und “aus dem Busch„, AHGC 7393 B fol. 299 - 1657 ist im Brüchtenprotokoll des Frechener Hochgerichts aufgeführt, FüA 1,16 S. 595“ (Göbels 1971).
Nach der Säkularisierung wurde das Gut mit 2,5 Hektar Land im Jahr 1807 Eigentum des Jakob Hackenbroich (Heeg 1984, S. 131). Das Grundstück Haus Nr. 49 wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts von der Familie Hackenbroich bewohnt, während die anderen zugehörigen Grundstücke nach und nach im 19. Jahrhundert verkauft wurden. Die ganz östlich gelegenen Grundstücke gehörten ab etwa 1872 dem Töpfer Peter Lövenich (LA NRW R 7214 / Nachweise), der mit Gertrud Flock die Tochter des Töpfers Adolph Flock in der Norkstraße 31 heiratete.
Von dem Norkengut sind heute keine obertägigen Reste erhalten.
(Nicole Schmitz, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2026)
Quelle
Landesarchiv NRW, Abteilung Rheinland: LA NRW R 7214 / Nachweise