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Rahmbusch im Tretschbachtal bei Rhöndorf (2024).
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Rahmbusch im Tretschbachtal bei Rhöndorf (2025).
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Rahmbusch im Tretschbachtal bei Rhöndorf. Hier wurden die Bäume ehemals knapp über der Wurzel beschnitten. Der sogenannte Wurzelhieb (2025).
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Wildromantischer Weg durch das Tretschbachtal. An den Hängen oberhalb kann man immer wieder alte Rahmbuchen entdecken (2025).
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Rahmbusch im Tretschbachtal bei Rhöndorf (2022).
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Rahmbusch im Tretschbachtal bei Rhöndorf (2022).
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Die Anhöhe nördlich des Tretschbachs ist heute mit einem Buchen-Hochwald bestanden. Kaum vorstellbar, dass sich hier vor 200 Jahren ein ausgedehnter Niederwald befunden hat: der für das Siebengebirge so typische Rahmbusch.
Die Bestände zeigen dabei noch heute eine gewisse Besonderheit, weil sie eher niedrig geschnitten worden sind. Und tatsächlich belegt das Urkataster, dass diese Flächen um 1800 ganz überwiegend zu dem Besitz der Familie „von dem Bongart von Paffendorf“ gehörte. Sigismund Reinhard Hugo und sein Sohn Ferdinand von dem Bongart von Paffendorf waren beide jülichsche Erbkämmerer, also Schatzmeister im Herzogtum Jülich, damit hohe Hofbeamte mit entsprechenden Ländereien. In Honnef erwarb die Familie seit 1748 erste Weingüter. Den meisten Besitz brachte allerdings 1770 die Frau von Ferdinand, Maria Gräfin von Leerodt zu Born- und Winnenthal, mit in die Ehe. Eines dieser Weingüter lag in Rhöndorf, sechs weitere in Bondorf. Dazu zählte auch das spätere Feuerschlösschen (als Straßenbezeichnung und im Namen eines Gebäudes des Siebengebirgsgymnasiums noch lebendig).
Überliefert ist ein Notizbuch des Verwalters von 1831, der für den Besitz in Honnef und Rhöndorf zuständig war und den Zustand der an fünf unterschiedliche Winzerfamilien verpachteten Güter regelmäßig kontrollierte. Am stärksten fielen die Beanstandungen in den Weingärten aus. Aber auch die Rahmbüsche wurden in Augenschein genommen. Ein Eintrag des Verwalters machte diese Nutzung dieser Form des Niederwaldes besonders anschaulich. Der Pächter Johann Bitzen aus Bondorf besaß „Im Rastenloch“ am Tretschbach einen offenbar sehr licht bestandenen Rahmbusch. Überlegungen, diese Buschparzelle komplett zu roden, um Wiesenland zu erhalten, lehnte der Verwalter ab: „dort eine Wiese anzulegen würde ich für zu kostspielig halten, zudem liefert dieser Büsch auch Gras u. Streu genug“ (LAV-NRW-R, AA 609, Nr. 5). Das verweist deutlich auf die Mehrfachnutzung des Niederwaldes für die Winzerleute. Ein Hochwald hätte weder Viehfutter noch Einstreu geliefert. Kein Wunder also, dass gleich bei zwei Pächtern bemängelt wird, dass sie zwischen dem Rahmbusch nicht genügend Hochstämme durchwachsen ließen. Nur diese großen Bäume wiederum lieferten benötigtes Bauholz. Das bedeutet im Gegenzug, dass das Interesse der Winzerleute stärker auf dem Rahmbusch lag, der ihnen die benötigten Ressourcen lieferte. Neben den Weinbergspfählen war das zugleich die Einstreu für das Vieh. Eine Klausel sollte nun die Abgabe einer bestimmten Anzahl an Hochstämmen an die Herrschaft gewährleisten.
Einen Teil seiner Rahmbüsche verkaufte Bongart schon 1819 an Adolph Berg, diese Parzellen liegen ebenfalls „Auf der Rasten“ bzw. im benachbarten Flurstück „Im Rastenloch“ und im „Immich“. 1841 ging der meiste Waldbesitz an Johann Theodor Essingh über (siehe auch Haus im Turm in Rhöndorf), der kein Interesse am Weinbau zeigte. Vermutlich wurden die Parzellen seitdem nicht mehr bewirtschaftet. Die Weingüter in Bondorf gingen 1856 zunächst an Caroline von dem Bongart, 1879 dann an Freiherr Clemens von Loe.
Bei einer Wanderung durch das wildromantische Tretschbachtal sind bis heute immer wieder stattliche alte Rahmbuchen auf den Talhängen zu beobachten. Zeugen einer seit langem aufgegebenen und vergessenen Wirtschaftsform.
Datierung 16. Jahrhundert bis heute
Zugang Mehrere Wege queren die Flächen rings um das Anwesen. Der Hof selbst ist in privater Hand.
Hinweis Das Objekt „Rahmbuchen im Tretschbachtal bei Rhöndorf“ ist Element des historischen Kulturlandschaftsbereiches Siebengebirge (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 446).
(Jörn Kling, 2025)
Quellen Bemerkungen über die Güter zu Honnef und Rhöndorf, 1831, LAV-NRW-R, AA 609, Nr. 5/187.
Internet de.wikipedia.org: Ferdinand von dem Bongert (abgerufen 11.02.2026)
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