Hainbuchen Niederwald bei Bad Honnef-Selhof (2005).
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Hainbuchen Niederwald bei Bad Honnef-Selhof. Hier hat man früher Brennholz geschlagen (2005).
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Im Siebengebirge spielte der Niederwald in verschiedenen Ausprägungen eine große Rolle. Am typischsten - und über das Siebengebirge hinaus kaum verbreitet - war der Rahmbuchen-Niederwald zur Gewinnung von Weinbergspfählen. Wirtschaftlich spielte auch der Eichenschälwald eine große Rolle. Dabei wurden die Eichen bodentief geschnitten, um anschließend die Rinde der jungen Stämmchen als Gerbstoff zu gewinnen. Als dritte Form hatte Niederwald zur Brennholzgewinnung eine große Bedeutung für die Bevölkerung. Im Gegensatz zu den ersten beiden Formen war dieser Niederwald weniger an bestimmte Baumarten gebunden und wurde weniger systematisch betrieben. Anderseits gaben Standortbedingungen bestimmte Baumarten vor. Eichen konnten auch auf eher trockenen Flächen wachsen, während die (Rot-)Buchen auf eine gute Wasserversorgung angewiesen waren.
Reine Brennholz-Niederwälder sind im Siebengebirge selten zu finden, weil bei den anderen Formen der Waldnutzung oft genug Holz anfiel, das zu krumm oder zu dünn als Weinbergspfahl war. Auch wurden unbrauchbar gewordene morsche Weinbergspfähle nach dem Gebrauch im Weinberg als Brennholz „nachverwertet“. So sind die andernorts sehr verbreiteten Klagen über Brennholzmangel hier eher selten. In Krisen- und Kriegszeiten jedoch wuchs der Druck auf den Wald. Ob im Ersten Weltkrieg, in der darauffolgenden Besatzungszeit, in der Weltwirtschaftskrise 1930/31, im Zweiten Weltkrieg oder in der Nachkriegszeit: Die alternative Versorgung mit Kohle war selten gesichert bzw. bezahlbar, weshalb ein großer Teil der heute noch sichtbaren Niederwaldbestände mit großer Wahrscheinlichkeit zuletzt in jenen Jahren zur Brennholzgewinnung nochmals geschnitten worden ist.
Auch der häufig bodennahe Hieb von Hainbuchen geht vermutlich auf die damalige Brennholzgewinnung zurück. Hainbuchen wachsen rasch und stellen wenig Ansprüche an den Boden. Das dichte Holz hat einen höheren Brennwert als das der Rotbuche. Im Hainbuchenniederwald galten ebenfalls Umtriebszeiten von höchstens 20 Jahren, Brennholz musste keinen großen Umfang haben und dünnere Stämmchen ließen sich sowohl leichter schlagen als auch transportieren. Meistens stehen Hainbuchen im Siebengebirge eingesprengt in Eichen- oder Rotbuchenbeständen.
Der kleine, nahezu homogene Hainbuchenbestand bei Selhof beginnt fast direkt hinter dem heutigen Ortsrand. Der Rheinhöhenweg, ein alte Wegverbindung über einen breiten Rücken in Richtung Süden, führt als flacher Hohlweg mitten durch die knorrigen alten Bäume, die hier überwiegend bodennah oder in Kniehöhe geschnitten worden sind. In Ortsnähe war dieser Bestand leicht zu erreichbar und daher für eine Brennholzgewinnung ideal.
Datierung Circa 1800 bis heute
Zugang Der Rheinhöhenweg quert den Niederwald.
Hinweis Das Objekt „Hainbuchen-Niederwald bei Bad Honnef-Selhof“ ist Element des historischen Kulturlandschaftsbereiches Siebengebirge (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 446).
(Jörn Kling, 2025)
Internet www.forestbook.info: Forestbook - Niederwald (abgerufen 14.01.2026)
Zeugen der Landschaftsgeschichte im Siebengebirge. Historische Nutzungen und ihre Auswirkungen auf die Landschaft. (Kulturlandschaftspflege im Rheinland, Band 2.) S. 118 ff., Köln.
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