Die Grundstücke, auf denen die Häuser stehen, gehörten zuvor den Kannenbäckern Georg und Gerhard Lövenich. Georg Lövenich ließ um 1852 einen Kannenofen von seinem Grundstück hinter dem Haus 181 (links von der Evangelischen Kirche) hierhin verlegen (LA NRW R 8849). Die Witwe des Gerhard Lövenich (Georgs Bruder) verkaufte die Grundstücke um das Jahr 1880/1881 an Johann Dorn und Gerhard Lövenich (LA NRW R 7215 / 1880/81 / 43).
Die vier eingeschossigen Reihenhäuser wurden vermutlich um 1900 errichtet. Sie haben ein Satteldach und zeigen zur Straßenfront eine dreiachsige Fassade aus rötlich-braunen Backsteinen mit Schmuckelementen aus gelblichen Backsteinen. Diese schließen bei jedem Haus die beiden Fenster und die Eingangstür segmentbogig ab. Unterhalb der Traufe ist ein Zahnfries bzw. „Deutsches Band“ eingefügt.
Heutiger Zustand und kulturhistorische Bedeutung
Der Erhaltungszustand ist unterschiedlich und reicht vom ursprünglichen Aussehen bis hin zur modernen Überprägung. Es handelt sich um die letzten sichtbaren Zeugnisse der Steinzeugfabrik Gerhard Dorn, nach deren Abriss die Blindgasse an dieser Stelle heute sehr breit ist. Hier befindet sich nun eine kleine parkähnliche Anlage und die ursprüngliche Blindgasse konnte den Erfordernissen des Verkehrs nachkommend verbreitert werden.
(Nicole Schmitz, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2021, 2026)
Quellen
- LA NRW R 8849: Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Akte 8849
- LA NRW R 7215 / 1880/81 / 43: Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Akte 7215