Schloss in Jülich

heute Gymnasium

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Jülich
Kreis(e): Düren
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 55′ 31,9″ N: 6° 21′ 36,2″ O / 50,92553°N: 6,36005°O
Koordinate UTM 32.314.473,14 m: 5.644.862,68 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.525.359,24 m: 5.643.423,54 m
  • Der Innenbereich der Zitadelle mit dem Gymnasium in Jülich (2014)

    Der Innenbereich der Zitadelle mit dem Gymnasium in Jülich (2014)

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    Leblebici, Suzan
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Inmitten der Zitadelle, durch zwei geschlossene, reich geschmückte Ehrenhöfe im Süden und Norden mit den beiden Torbereichen in den Wällen verbunden, stand - mit 73 Meter Seitenlänge - das vierflügelige, herzogliche Residenzschloss. Das Schulgebäude des Gymnasiums wurde um 1970 auf dessen erhaltenem Kellergeschoss mit seinen sehr eindrucksvollen Tonnengewölben errichtet (bei Führungen teilweise zugänglich). Annähernd historisch getreu restauriert sind die Fassaden des - auf den ersten Blick völlig symmetrisch wirkenden - Ostflügels und der architekturhistorisch besonders wertvollen Schlosskapelle sowie des Nordflügels bis zum originalen, schon manieristische Elemente enthaltenden Renaissanceportal (Nordportal) zum Schlosshof.

Das Schloss stand mit seinem Ziegelmauerwerk in der Tradition niederländisch-niederrheinischer Bauweise des 16. Jahrhunderts; durch „italienischen“ Bauschmuck hob Alessandro Pasqualini den „piano nobile“, das repräsentative Obergeschoss und die Schlosskapelle hervor. Die Schlossanlage hat 1944 schwere Kriegsschäden erlitten, aber auch schon vorher starke Veränderungen durch Nutzung als Kaserne (etwa ab 1610) erfahren. So verschwand schon früh die in den Resten der Konsolen, Gesimse und insbesondere der Portalrahmung des Tortunnels noch nachvollziehbare, zweigeschossige Loggia rund um den Schlosshof; sie erschloss ursprünglich auch die renaissancezeitlichen Treppenhäuser und das Obergeschoss der Schlossflügel. Ein Brand 1768 machte die Erneuerung der Westfassade der Kapelle (Rokoko) notwendig, an die das doppelte Chronogramm am volutengeschmückten Giebel erinnert.

(Conrad Doose, Förderverein Zitadelle Jülich e.V., 1998)

Literatur

Mohl, Georg; Doose, Conrad (1998)
Stadt und Zitadelle Jülich. Einstige Residenz und Festung. Ein Rundgang zu den Sehndwürdigkeiten. o. O.

Schloss in Jülich

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
In der Zitadelle
Ort
52428 Jülich
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1550, Ende 1944

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„Schloss in Jülich”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-296884 (Abgerufen: 31. Oktober 2020)
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