Erft

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bad Münstereifel, Bedburg, Bergheim (Nordrhein-Westfalen), Düsseldorf, Erftstadt, Euskirchen, Grevenbroich, Kerpen (Nordrhein-Westfalen), Nettersheim, Neuss, Weilerswist
Kreis(e): Düsseldorf, Euskirchen, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Kreis Neuss
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 51′ 16,85″ N: 6° 42′ 49,13″ O 50,85468°N: 6,71365°O
Koordinate UTM 32.339.075,56 m: 5.636.155,77 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.550.296,15 m: 5.635.723,15 m
  • Die Erft mit der Erftaue bei Weilerswist-Ottenheim (2006).

    Die Erft mit der Erftaue bei Weilerswist-Ottenheim (2006).

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  • Ein Abschnitt der unteren Erft bei der ehemaligen Burg Hombroich (2014)

    Ein Abschnitt der unteren Erft bei der ehemaligen Burg Hombroich (2014)

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Die Erft ist ein linker Nebenfluss des Rheins. Ihre Quelle entspringt unterhalb des Himbergs bei Nettersheim-Holzmülheim. Der Verlauf der Erft führt durch die Gemeinden und Städte Nettersheim, Bad Münstereifel, Euskirchen, Weilerswist, Erftstadt, Kerpen, Bergheim, Bedburg, Grevenbroich und Neuss bevor sie nach 103,5 Kilometern Flussstrecke bei Neuss-Grimlinghausen in den Rhein mündet.

Der Verlauf der Erft gliedert sich in zwei deutlich zu unterscheidende Abschnitte. Ihr Oberlauf ist der eines typischen Mittelgebirgsflusses. Nach dem Austritt aus der Eifel in die Niederrheinische Bucht nimmt sie den Charakter eines Flachlandflusses mit niedrigem bis sehr niedrigem Gefälle an (mehr als 80 % der ca. 100 km messenden Gesamtlänge der Erft).
Durch anthropogene Eingriffe hat der Fluss in den letzten 200 Jahren mehr als ein Drittel seiner ursprünglichen Lauflänge von mehr als 130 km eingebüßt. Diese eklatante Laufverkürzung, wurde zu einem großen Teil durch Flussbegradigungen, Durchstechung zahlreicher Mäanderschlingen und die Anlage des Erftflutkanals im Zuge der großen Erftmelioration 1860-66 bewirkt. Die Ausgangslage vor 1860 war aber, trotz eines über weite Strecken verwilderten Erscheinungsbildes des Flusses, ein alles andere als natürliches, bzw. naturbelassenes Gewässersystem. Der gesamte Fluss und seine Aue waren vielmehr, vom Oberlauf unweit der Quelle bis zur Mündung in den Rhein, ein seit Jahrhunderten dem Menschen dienstbar gemachter Lebensraum.

Die Erft und ihre Zuflüsse waren Trink- und Brauchwasserlieferanten für Mensch, Vieh und verschiedene Gewerbe. Sie bewässerten die Auenwiesen (Benden) und speisten Fischteiche, Burg- und Stadtgräben. Dafür waren die Gewässerläufe mit hunderten, meist hölzernen, Querbauwerken verschiedener Art und Funktion bestückt (Freischleusen, Flutschleusen, Überfallwehre). Am durchgreifendsten wurde das Gewässersystem durch den dichten Besatz mit Wassermühlen geprägt. Am Ende des 18. Jahrhunderts waren es 218.

(Text von Ralf Kreiner 2009, Auszug aus: Historische Querbauwerke der Gewässersysteme Nordrhein-Westfalen / LVR-Redaktion KuLaDig 2019)

Literatur

Kreiner, Ralf / Mühlenverband Rhein-Erft-Rur e.V. (Hrsg.) (2006)
Wassermühlen und historische Hydrographie des Erftgebiets. In: Mühlen links und rechts des Rheins, S. 11-20. Bergheim.
Mühlenverband Rhein-Erft-Rur e.V. (Hrsg.) (2009)
Historische Querbauwerke der Gewässersysteme Nordrhein-Westfalens. Teil 1: Teileinzugsgebiet Rhein-Erft NRW. (Studien zur Geschichte an Rhein und Erft, hrsg. vom Kreisarchiv des Rhein-Erft-Kreises Bergheim, Band 4 / "Blaue Reihe" des MVRER, Bestandsaufnahmen 4/2009.) S. 11, Bergheim.

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„Erft”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-292692 (Abgerufen: 8. August 2022)
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