Anlagenbestandteile
Die Pumpanlage besteht aus Regenwasserpumpwerk, Regenklärbecken, Einleitungs- und Schieberbauwerk und Lagerhalle. Wegen der Industriebetriebe und der Verkehrsbelastung ist das Regenwasser behandlungspflichtig. Daher werden kontinuierlich 80 Liter Niederschlagswasser pro Sekunde zum Großklärwerk Stammheim gepumpt. Zur Zwischenspeicherung dient ein 3500m3 großes Speicherbecken. Reicht dieser Speicher nicht, wird das mechanisch gereinigte Wasser in den Rhein geleitet. Die Förderleistung des Pumpwerks beträgt 4000 Liter/Sekunde.
Ab 5,5 Meter Pegelstand wird der Rheinauslasskanal geschlossen, um einen Rückstau des Hochwassers in die Kanalisation zu vermeiden. Der Überlauf des Regenwasserspeichers wird an den Hochwasserdoppelschiebern vorbei in den Rhein geleitet. Dabei können parallel weiter 80 Liter pro Sekunde ins Klärwerk Stammheim gefördert werden. Ein Betrieb der Anlage ist bis zu einem Pegelstand von 11,9 Meter möglich.
Architektur
Die bauliche Gestaltung wurde 2009 durch das Büro Astoc / Köln realisiert. Die Bauteile und Funktionen wurden zu einer komplexen Architektur mit skulpturalem Charakter gestaltet. Die Kombination aus einem lang gestreckten und einem halbrund geformten Baukörpern wird allerdings nur im rückwärtigen Bereich sichtbar. Das transparente Streckgitter lässt dort, wie auch am südlichen Ende der Anlage beide technische Baukörper durchscheinen. Dominant wirkt die Längsseite des Hauptbaus mit einer geschwungenen Basaltfassade zum Rhein. Mit dieser Wand wird beabsichtigt, die Regenwasserreinigung als einen ökologischen Prozess zu versinnbildlichen. Durch dauerhafte Berieselung der Wand soll die Fläche feucht und fruchtbar gemacht werden, um dadurch die Ansiedlung von Moosen und Algen zu ermöglichen.
Lage
Die Anlage steht an der Zufahrtstraße zum Tor 1 der Ford AG.
(Alexander Kierdorf, Institut. Industrie-Kultur-Geschichte-Landschaft, 2018)