Jüdischer Friedhof „Im Deyert“ in Miesenheim

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Andernach
Kreis(e): Mayen-Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Blick auf das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Andernach-Miesenheim (2010)

    Blick auf das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Andernach-Miesenheim (2010)

    Copyright-Hinweis:
    GFreihalter / CC BY-SA 3.0
    Fotograf/Urheber:
    GFreihalter
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Andernach-Miesenheim (2010)

    Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in Andernach-Miesenheim (2010)

    Copyright-Hinweis:
    GFreihalter / CC BY-SA 3.0
    Fotograf/Urheber:
    GFreihalter
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Die jüdische Gemeinde Miesenheim seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Die Geschichte der Miesenheimer Juden ist bisher nur wenig erforscht.
Gemeindegröße um 1815: 18 (1808), um 1880: 28 (1885), 1932: 7 (1925), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1845/46 wurde eine Synagoge errichtet, die sich schon 1880 in schlechtem Zustand befand. In den 1920er Jahren wurde sie verkauft und abgerissen.
Friedhof: Der Friedhof diente 1853-1939 als Verbandsfriedhof für Miesenheim, Plaidt und Saffig (Angaben vorab nach Reuter 2007).

Der jüdische Friedhof liegt südöstlich des heutigen Andernacher Stadtteils Miesenheim im Flurstück „Im Deyert“, etwa 250 Meter östlich der Kreisstraße K 63 Richtung Saffig. Als Verbandsfriedhof der jüdischen Gemeinden in Miesenheim, Plaidt und Saffig wurde er zwischen 1853 und 1939/40 belegt.
Auch die wenigen jüdischen Familien, die bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts in der Stadt Andernach lebten, bestatteten ihre Toten zunächst auf dem jüdischen Friedhof in Miesenheim, bevor sie um 1870/80 einen eigenen Begräbnisplatz anlegen konnten.

Die Fläche des eingezäunten und von Bäumen umstandenen Miesenheimer Friedhofs umfasst 8,36 Ar (= 836 Quadratmeter).
„Es sind 66 Gräber erkennbar, die in fünf Reihen angeordnet sind. Die Belegung beginnt in der dritten Reihe von Süden nach Norden.“ (alemannia-judaica.de). Während auch uni-heidelberg.de 66 Steine für eine Belegungszeit von 1853 bis zur ersten Hälfte 20. Jahrhunderts nennt, führt das Denkmalverzeichnis „68 Grabstelen“ an.
Die epigraphische Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts hat für die Jahre 1853 bis 1940 insgesamt 56 Inschriften dokumentiert (steinheim-institut.de).

Kulturdenkmal
Der jüdische Friedhof Miesenheim ist als Kulturdenkmal (Denkmalzone) ausgewiesen: „68 Grabstelen, 19./20. Jh.“ (Denkmalverzeichnis, S. 13)

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2018)

Internet
www.alemannia-judaica.de: Miesenheim, Friedhof (abgerufen 15.05.2018)
www.alemannia-judaica.de: Miesenheim, Synagoge (abgerufen 15.05.2018)
/www.uni-heidelberg.de: Jüdische Friedhöfe in Rheinland-Pfalz, Miesenheim (abgerufen 15.05.2018)
www.steinheim-institut.de: Jüdischer Friedhof Miesenheim (abgerufen 15.05.2018)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2015)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Mayen-Koblenz (Denkmalverzeichnis Kreis Mayen-Koblenz, 13. Februar 2015). S. 13, Mainz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de - Mayen-Koblenz, abgerufen am 24.03.2015
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 64, Bonn.

Jüdischer Friedhof „Im Deyert“ in Miesenheim

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Im Deyert
Ort
56626 Andernach - Miesenheim
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1853
Koordinate WGS84
50° 23′ 33,51″ N, 7° 24′ 55,12″ O / 50.39264°, 7.41531°
Koordinate UTM
32U 387360.24 5583488.18
Koordinate Gauss/Krüger
2600684.81 5585041.19

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Jüdischer Friedhof „Im Deyert“ in Miesenheim”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-279044 (Abgerufen: 25. September 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang