Oermter Berg

Volkspark Oermter Berg, Oermter Marienberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Naturschutz
Gemeinde(n): Issum, Rheurdt
Kreis(e): Kleve (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
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Der Oermter Berg ist eine 68 Meter hohe, überwiegend bewaldete Endmoräne, die vor rund 150.000 Jahren am Ende der Saale-Eiszeit entstanden ist. Seit den 1950er Jahren wurde dort der „Volkspark Oermter Berg“ ausgebaut, der mit ca. 150.000 Besuchern pro Jahr ein bedeutendes Naherholungsgebiet der Region darstellt. Der Oermter Berg ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Die Entstehung
Erste Nutzung
Die Anfänge als Erholungsbereich
Der „Volkspark Oermter Berg“
Der „Oermter Marienberg“ der Schönstattbewegung

Die Entstehung
Geologisch betrachtet ist der Oermter Berg Bestandteil des Schaephuysener Höhenzuges, der wiederum zum Niederrheinischen Höhenzug gehört. Der Ursprung des Oermter Berges liegt rund 150.000 Jahre zurück, als das Ende der Saale-Eiszeit kam. Damals hatten die gigantischen, ursprünglich von Skandinavien kommenden Gletschermassen Kies und Geröll mit sich gebracht und bis zum Niederrhein vor sich her geschoben. Dann kam das Ende der Eiszeit. Die Gletscher tauten ab, und zurück blieben die gewaltigen, aufgeschobenen Geröllmassen, die sogenannten Endmoränen. In der ansonsten sehr flachen Umgebung des Unteren Niederrheins stechen diese Höhenzüge noch heute deutlich hervor, weshalb sich hier auch eine eher bescheidene Erhebung „Berg“ nennen darf.

Erste Nutzung
1345 wird durch einen Eintrag in der geldrischen Landesrechnung erstmals eine Nutzung des Oermter Berges durch Zisterziensermönche für den Weinanbau belegt. Die Mönche aus dem nahe gelegenen Kloster Kamp betrieben noch bis ins 16. Jahrhundert an der Südseite des Berges Weinbau. Da der gewonnene Tropfen aber von eher minderer Qualität gewesen sein soll, ist die Aufgabe dieser Nutzung wohl als verschmerzbar einzustufen.

Die Anfänge als Erholungsbereich
Seit dem Jahr 1900 gehörte der Oermter Berg dem Kreis Moers, der ihn für soziale Zwecke nutzen wollte. Ab 1920 wurde er von der Moerser Kreisbahn angefahren und war damit ein gut erreichbares Naherholungsgebiet für die Menschen aus den nahegelegenen Bergbau- und Industriegebieten. Seit der Jahrhundertwende waren der Steinkohlebergbau und die nachfolgende Industrie auch am linken Niederrhein angekommen. Dort bewirkten sie einerseits einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung, brachten aber andererseits auch gesundheitliche Belastungen für die Bevölkerung mit sich. Der durch die Bahn nun gut angebundene Oermter Berg mit viel Wald, Natur und guter Luft bot sich daher als regionales Erholungsgebiet an. 1922 folgte die Errichtung eines Erholungsheimes speziell für Kinder, das ab 1938 als Landschulheim für Kinder aus dem Kreis Moers umgebaut wurde. 1935 legte man erste Tiergehege im Wald an. Der Oermter Berg etablierte sich immer stärker als Freizeit- und Erholungsort und verzeichnete steigende Besucherzahlen. Der Zweite Weltkrieg bereitete diesem ersten Anlauf des Oermter Berges als „Volkspark“ ein Ende. Der Tierpark musste aufgegeben werden, und nach dem Krieg kamen die Aufräumarbeiten nur mühsam voran.

Der „Volkspark Oermter Berg“
Ab 1953 begann der Ausbau des Oermter Berges zum „Volkspark Oermter Berg“. Zwei Wildgehege für Dam- und Rotwild entstanden, und 1962 wurde in einem ehemaligen Ziegelei-Gebäude am Fuße des Berges die Dauerausstellung „Wald und Wild am Niederrhein“ eingerichtet. Auch die Spazierwege und ein Spielplatz lockten die Menschen wieder an. Die Besucherzahlen erreichten in den 1960er Jahren die 100.000er-Marke. In den 1990er Jahren kam erneut Bewegung in die Entwicklung des Volksparkes. Der Kreis Kleve wurde offizieller Eigentümer der Freizeitflächen des Oermter Berges. Zwei Jahre dauerte es, bis die Verkehrssicherheit der Einrichtungen wieder hergestellt war. Offizielle Verträge legten ab nun Regelungen für den Betrieb, den Erhalt, die Unterhaltung und Pflege der Freizeitanlage Oermter Berg fest. 1993 gründete sich der „Verein der Freunde und Förderer des Volksparkes Oermter Berg e.V.“, der sich bis heute um die Entwicklung des Berges als Freizeiteinrichtung kümmert. In die frühen 1990er Jahre fällt auch das Ende der beliebten Dauerausstellung „Wald und Wild am Niederrhein“. Nach mehr als 30 Jahren waren die gezeigten Tierpräparate marode geworden und nicht mehr zu retten. Stattdessen wurde an gleicher Stelle eine Bürgerbegegnungsstätte gebaut, in die im Jahre 2000 auch die „Naturkundliche Sammlung Niederrhein“ einzog. Die neue Dauerausstellung thematisiert die Entwicklung der Region und Fragen der Beziehung zwischen Mensch und Natur im Hinblick auf den Umweltschutz. Ein Schwerpunkt der Sammlung ist die Ausstellung zum benachbarten Naturschutzgebiet „Fleuthkuhlen“. Um den touristischen Wert des Volksparks zu erhalten und zu steigern finden immer wieder kleinere oder größere Bau-, Sanierungs- oder Neuanlagemaßnahmen statt. Heute verfügt der immer noch größtenteils mit Eichen-Buchen-Mischwald bestandene Volkspark über eine große Wiesenfreifläche, Spielplatzbereiche, Grillhütten, Wanderwege, einen Naturlehrpfad, drei Wildgehege mit Dam- und Rotwild sowie Mufflons, die Dauerausstellung und ein Gasthaus. Mit rund 150.000 Besuchern pro Jahr ist er nach wie vor ein gut besuchter und in der Region fest verankerter Freizeit- und Erholungsbereich.

Der „Oermter Marienberg“ der Schönstattbewegung
In den 1980er Jahren entdeckte die Schönstattbewegung den Oermter Berg für sich. 1982 kaufte der Trägerverein der niederrheinischen Schönstattfamilie das ehemalige Erholungsheim samt 4,5 Hektar Fläche. 1984 wurde eine kleine Kapelle, das sogenannte „Niederrhein-Heiligtum“, eingeweiht. Bis heute leben einige wenige Nonnen der Schönstattbewegung dort. Die alten Gebäude von 1922 dürfen aus Brandschutzgründen nicht mehr genutzt werden und sollen in Kürze (Ende 2017 / Anfang 2018) abgerissen werden. Der notwendige Neubau entstand an anderer Stelle auf dem Gelände und wurde im Herbst 2017 feierlich eingeweiht. Der am südlichen Rand des Volksparks gelegene Schönstatt-Bereich nennt sich „Oermter Marienberg“. Trotz der regen Freizeitnutzung des übrigen Volksparks konnte hier eine ruhige Atmosphäre der Einkehr und Besinnung bewahrt werden. Zum Schönstattzentrum gehören neben dem Kapellchen auch ein Kreuzweg, eine Karl-Leisner-Gedenkstätte und eine beeindruckende, uralte Blutbuche.

(Helga M. Kaczmarek, NABU-Naturschutzzentrum Gelderland, erstellt im Rahmen des LVR-Netzwerkes Kulturlandschaft, 2017)

Internet
wikipedia.de: Oermter Berg (abgerufen am 15.11.2017)
volkspark-oermter-berg.de: Freundes- & Förderkreis Volkspark Oermter Berg e.V. (abgerufen am 15.11.2017)
rheurdt.de: Gemeinde Rheurdt - Oermter Berg (abgerufen am 15.11.2017)
schoenstatt-niederrhein.de: Schönstattzentrum Oermter Marienberg (abgerufen am 15.11.2017)
nno.de: Niederrhein Nachrichten zur Einweihung des neuen Gebäudes (abgerufen am 15.11.2017)

Literatur

(2011)
Unser NRW. Reiseführer zu Kultur- und Naturdenkmälern Ausgabe: Niederrhein. Essen.

Oermter Berg

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Rheurdter Straße
Ort
47661 Issum - Oermten
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Naturschutz
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Koordinate WGS84
51° 28′ 57,86″ N, 6° 28′ 12,42″ O / 51.48274°, 6.47012°
Koordinate UTM
32U 324340.21 5706544.75
Koordinate Gauss/Krüger
2532700.55 5705457.01

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„Oermter Berg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-273492 (Abgerufen: 21. November 2018)
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