Neuerer jüdischer Friedhof Hürth

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Hürth
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Ausschnitt des Kartenblatts der preußischen Neuaufnahme TK 5107 Brühl (1893-1895); westlich von Hürth ist ein "Begr. Pl." (Begräbnisplatz) eingetragen.

    Ausschnitt des Kartenblatts der preußischen Neuaufnahme TK 5107 Brühl (1893-1895); westlich von Hürth ist ein "Begr. Pl." (Begräbnisplatz) eingetragen.

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Zur jüdischen Gemeinde Hürth vgl. den Eintrag zum älteren Judenfriedhof.
Friedhöfe: Zwei Friedhöfe sind bekannt, beide sind nicht erhalten.Der neuere Friedhof im Marienbornweg ersetzte den kleineren Vorgängerfriedhof, der an derselben Straße und Gemarkung, nur näher zum Ortsausgang lag. Vor Ort finden sich heute weder entsprechende Spuren im Gelände noch Hinweise auf die beiden früheren Begräbnisplätze (Begehung 03.09.2013).

Neuerer Friedhof, Auf dem Streufenberg (Flur L Nr. 1056/444, fälschlich oft: Straufenberg, hier mit einer symbolischen Geometrie eingezeichnet). Der von 1880 bis 1931 belegte Friedhof ist im Zuge des Braunkohletagebaus untergegangen. Grabsteine sind hier keine erhalten. (uni-heidelberg.de)
„Nach Auflösung der Synagogengemeinde Hürth (1937) und Beginn der Drangsalierung der Juden wurde das Friedhofsgelände von der Roddergrube für deren anstehenden Braunkohle-Abbau gekauft. Die Gräber mussten im Frühsommer 1940 von den verbliebenen Hürther Juden exhumiert werden (etwa elf Personen inklusiv von Alten und Kindern wohnten noch im Ortsteil (Alt-)Hürth).
Die Überreste sollten auf den jüdischen Friedhof Bocklemünd umgebettet werden. Über den Verbleib ist dort aber nichts dokumentiert.
“ (de.wikipedia.org)

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011 / Ergänzungen durch Felicitas Gildenhard 2016)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 31.08.2011)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof Hürth (abgerufen 03.09.2013 und 28.10.2016)

Literatur

Jehle, Manfred (1998)
Die Juden und die jüdischen Gemeinden Preußens in amtlichen Enquêten des Vormärz, 4 Teile. (Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin 82.) S. 1286, München.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 196-198, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Neuerer jüdischer Friedhof Hürth

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Auf dem Streufenberg
Ort
50354 Hürth
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten
Historischer Zeitraum
Beginn 1880, Ende 1931 bis 1940
Koordinate WGS84
50° 52′ 7,05″ N, 6° 51′ 20″ O / 50.86862°, 6.85556°
Koordinate UTM
32U 349107.86 5637406.5
Koordinate Gauss/Krüger
2560270.66 5637380.5

Empfohlene Zitierweise

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„Neuerer jüdischer Friedhof Hürth”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-257288 (Abgerufen: 18. August 2018)
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