Älterer jüdischer Friedhof Hürth

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Hürth
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der Marienbornweg in Hürth. Hier befand sich der später untergegangene Friedhof der jüdischen Gemeinde Hürth (2013).

    Der Marienbornweg in Hürth. Hier befand sich der später untergegangene Friedhof der jüdischen Gemeinde Hürth (2013).

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  • Ausschnitt des Kartenblatts der preußischen Neuaufnahme TK 5107 Brühl (1893-1895); westlich von Hürth ist ein "Begr. Pl." (Begräbnisplatz) eingetragen.

    Ausschnitt des Kartenblatts der preußischen Neuaufnahme TK 5107 Brühl (1893-1895); westlich von Hürth ist ein "Begr. Pl." (Begräbnisplatz) eingetragen.

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  • Die Straße Marienbornweg in Hürth. Hier befand sich der später untergegangene Friedhof der jüdischen Gemeinde Hürth (2013).

    Die Straße Marienbornweg in Hürth. Hier befand sich der später untergegangene Friedhof der jüdischen Gemeinde Hürth (2013).

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Die jüdische Gemeinde Hürth seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Um 1850 war die Hürther Gemeinde nach Deutz und Frechen die drittgrößte im Landkreis Köln (1847 92 Personen). Die Spezialgemeinde Hürth gehörte seit 1875 zur Synagogengemeinde Brühl. 1926-1937 war die Synagogengemeinde Hürth eigenständig.
Gemeindegröße um 1815: 40 (1806), um 1880: 25 (1885), 1932: 42 (1932), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Seit 1843 bzw. 1857 gab es einen Betsaal; um 1880 wurde eine neue Synagoge erbaut, die 1938 nicht zerstört, aber zu einem unbekannten Zeitpunkt danach abgerissen wurde (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhöfe: Zwei Friedhöfe sind bekannt, beide sind nicht erhalten. Der neuere Friedhof im Marienbornweg ersetzte den kleineren Vorgängerfriedhof, der an derselben Straße und Gemarkung, nur näher zum Ortsausgang lag. Vor Ort finden sich heute weder entsprechende Spuren im Gelände noch Hinweise auf die beiden früheren Begräbnisplätze (Begehung 03.09.2013).

Alter Friedhof, Marienbornweg, früher Berrenrather Strasse (Flur L): Die Lage des älteren der beiden jüdischen Friedhöfe ist über die historische Karte der preußischen Neuaufnahme von 1891-1912 zu lokalisieren. Westlich von Hürth ist hier ein „Begr. Pl.“ eingetragen (für Begräbnisplatz, vgl. Kartenansicht).
„Das Gelände des sehr kleinen jüdischen Friedhofs ist bereits 1922 an die Rheinischen Elektrizitätswerke verkauft worden. Die RWE bauten hier Werkwohnungen.“ Grabsteine sind hier keine erhalten. (uni-heidelberg.de)

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011 / Ergänzungen durch Felicitas Gildenhard, 2016)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 31.08.2011)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof Hürth (abgerufen 03.09.2013)

Literatur

Jehle, Manfred (1998)
Die Juden und die jüdischen Gemeinden Preußens in amtlichen Enquêten des Vormärz, 4 Teile. (Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin 82.) S. 1286, München.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 196-198, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Älterer jüdischer Friedhof Hürth

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Marienbornweg
Ort
50354 Hürth
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1880, Ende 1922
Koordinate WGS84
50° 52′ 13,71″ N, 6° 51′ 15,4″ O / 50.87048°, 6.85428°
Koordinate UTM
32U 349023.85 5637614.89
Koordinate Gauss/Krüger
2560178.24 5637585.33

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„Älterer jüdischer Friedhof Hürth”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-15546-20110831-6 (Abgerufen: 19. Oktober 2017)
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