Kunstobjekt „Das Geleucht“ auf der Halde Rheinpreußen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Moers
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Das Geleucht in Moers (2012)

    Das Geleucht in Moers (2012)

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  • Das Geleucht (2013)

    Das Geleucht (2013)

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  • Das "Geleucht" auf der Halde Rheinpreußen in Moers (2013)

    Das "Geleucht" auf der Halde Rheinpreußen in Moers (2013)

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Im Zusammenhang mit dem Konzept der Landmarkenkunst der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (1989-1999) entstanden 14 Kunstobjekte auf Halden, die der modernen Kunst einen wichtigen Part bei der Bewältigung des Strukturwandels zugestehen. Durch die konstruierte Verbindung von Industriekultur und Kunst wurden damit neue Wege zur Identifikation mit der Region und einzigartige Kunstwerke geschaffen.
Das Kunstwerk „Das Geleucht“ des deutschen Künstlers Otto Peine steht auf der größten Halde des ehemaligen Bergwerks Rheinpreußen in Moers (103 m NN). Die etwa 30 Meter hohe Nachbildung einer Grubenlampe krönt seit Herbst 2007 die mit 77 Meter über das Gelände herausragende Landmarke im Landschaftspark Niederrhein. Von einer Aussichtsplattform eröffnet sich dem Besucher ein umfassender Blick auf Duisburg und den Linken Niederrhein. Die Halde ist gleichzeitig ein Standort auf der „Route der Landmarkenkunst“, einer Themenroute der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.

Otto Peines Grubenlampe leuchtet jeden Tag für einige Stunden nach Einbruch der Dämmerung. Der Lichteffekt wird dabei durch 35 zusätzliche Lichtmasten verstärkt, die mit je 400 Watt eine große Rasenfläche vor der Lampe glutrot ausleuchten. Gerade im Dunkeln entfaltet das 1,2 Mio. € teure Gesamtkunstwerk damit seine besondere Strahl- und Symbolkraft. Dabei ist „Das Geleucht“ gleich mehrfach symbolgeladen. Zentral ist die Erinnerung an die Arbeit der Bergleute unter Tage mit ihren Gefahren und Entbehrungen. Die Form der Lampe zeigt die 1830 erfundene sogenannte Davy-Lampe, die wohl historisch bedeutendste Grubenlampe der Bergleute. Durch ihre spezielle Gitterkonstruktion wurde trotz des offenen Feuers ein Entzünden des Grubengases verhindert. Die Farbe Rot steht sowohl für die Feuer der Montanindustrie, die früher den Himmel des Ruhrgebiets erleuchteten als auch für die Energie, die aus der Kohle gewonnen wurde und die zum Motor für die Industrialisierung des Ruhrgebiets wurde. Der Standort auf der Halde Rheinpreußen erinnert zudem an das erste Bergwerk auf der linken Rheinseite, die Zeche Rheinpreußen (gegründet 1858). Die Halde Rheinpreußen wurde von 1963-1990 geschüttet und befindet sich sei 1991 im Eigentum des Regionalverbands Ruhrgebiet. Sie ist die siebthöchste Bergehaldes des Ruhrgebiets.

Der Künstler
Otto Piene (geboren 18.4.1928 in Laasphe, gestorben 17.7.1914 in Berlin) gilt als Wegbereiter der Licht- und Feuerkunst und war 2008 Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO. Licht, Feuer und Rauch waren zentrale Gegenstände seiner künstlerischen Auseinandersetzungen. Er wuchs in Lübbecke auf. Nach dem Abitur 1947 studierte er von 1949 bis 1953 Malerei und Kunsterziehung in München und Düsseldorf. 1972 wurde er Professor of Visual Design for Environmental Art am Massachusetts Istitute of Technology (USA), wo er von 1974-1994 Direktor war.

(Martina Gelhar, LVR-Fachbereich Regionale Kulturarbeit/Abteilung Landschaftliche Kulturpflege, 2016)

Internet
das-geleucht.de: Das Geleucht (abgerufen 12.10.2016)

Literatur

Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschtz e.V. (Hrsg.) (2016)
Kalender Rheinland 2017. Denkmal Landschaft Natur. Wermelskirchen.

Kunstobjekt „Das Geleucht“ auf der Halde Rheinpreußen

Schlagwörter
Ort
Moers
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 2007
Koordinate WGS84
51° 28′ 44,33″ N, 6° 39′ 2,02″ O / 51.47898°, 6.65056°
Koordinate UTM
32U 336854.3 5705709.26
Koordinate Gauss/Krüger
2545239.12 5705134.97

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„Kunstobjekt „Das Geleucht“ auf der Halde Rheinpreußen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-255234 (Abgerufen: 26. Mai 2018)
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